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Ramos tritt noch auf dem Platz nach

Nach dem Clasico zwischen Barcelona und Real folgen die üblichen Verbalscharmützel – und eine scharfe Provokation Richtung Katalonien.

Nach seinem Schlag gegen Luis Suarez legt Sergio Ramos (Mitte) in einem Interview nach.
Nach seinem Schlag gegen Luis Suarez legt Sergio Ramos (Mitte) in einem Interview nach.
Keystone

Weihnachtsstimmung ist nach dem Clasico am Samstagmittag zwischen Barcelona und Real Madrid nicht unbedingt aufgekommen. Das 3:0 der Katalanen beim grossen Rivalen kommt in der Meisterschaft einer Vorentscheidung gleich – Real hat kaum noch Chancen auf den Titel. Und es heizt die Rivalität natürlich weiter an.

Aufseiten der Königlichen versuchte man, das Ganze noch irgendwie ins rechte Licht zu rücken. Verteidiger Sergio Ramos gab sich kämpferisch und relativierte gegenüber «Mundo Deportivo» den Rückstand von nunmehr 14 Punkten auf Barcelona: «Das wird jetzt kompliziert, aber keinesfalls unmöglich.» Der Verteidiger war im Spiel vor allem durch seinen Schlag an den Hals von Barça-Stürmer Luis Suarez aufgefallen, für den er mild mit Gelb abgestraft wurde. Nach dem Schlusspfiff sagte Ramos noch auf dem Platz in einem TV-Interview: «In Barcelona werden sie verlangen, dass ich dafür ins Gefängnis soll. Zu Puigdemont.» Ramos spielte damit auf den von der spanischen Regierung entmachteten katalanischen Regierungschef Carles Puigdemont an.

In Spaniens Fussball gibt es ein Anti-Agressionskomitee, welches in ähnlichen Fällen auch schon eingegriffen hat, etwa bei Pfiffen gegen die spanische Hymne, provozierenden Flaggen und dergleichen. Der katalanische Anwalt und frühere Kandidat auf das Amt des katalanischen Ministerpräsidenten Toni Freixa forderte via Twitter nun, dass genau diese Komission eingreift. «Wenn sie es nicht tut, steht ihre Glaubwürdigkeit auf dem Spiel.»

Etwas seriöser ging Barça-Coach Ernesto Valverde die Analyse der Partie an. «Eine Vorentscheidung ist nicht gefallen. Punkte verlieren ist immer noch einfacher, als Punkte zu gewinnen», sagte er zum weiteren Verlauf der Saison.

Zidane in der Kritik

Sein Gegenüber auf der Real-Bank sieht sich nach der empfindlichen Niederlage und dem riesigen Rückstand mit viel Kritik konfrontiert. Zinédine Zidane liess den spielstarken Isco 90 Minuten auf der Bank, der defensiv überforderte Kovacic blieb hingegen auch in der zweiten Halbzeit im Spiel. «Ich muss Entscheidungen treffen», sagte der Franzose, «wenn wir in der ersten Halbzeit treffen, läuft das Spiel ganz anders.»

Für den 2017 mit fünf Titeln verwöhnten Anhang der Königlichen ist es auf jeden Fall ein wenig versöhnlicher Jahresabschluss. (mrm)

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