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Debakel mit Déjà-Vu

In einer Halbzeit kassierte Rapid Wien gegen Valencia fünf Tore. Das hat Österreichs Fussball schon einmal schmerzhaft erlebt.

Bruchlandung für Rapid Wien im Mestalla-Stadion.
Bruchlandung für Rapid Wien im Mestalla-Stadion.
Keystone

0:1, 0:2, 0:3, 0:4, 0:5 – und da war gerade einmal Pause. Der österreichische Rekordmeister Rapid Wien schlitterte im Hinspiel des Europa-League-Sechzehntelfinals gegen den FC Valencia geradewegs in ein Debakel. Dem Club schwante Böses, jedenfalls meldete er zur Pause auf Twitter: «Es kann nur besser werden – oder auch schlechter.»

Es wurde nach der Pause immerhin insofern besser, als dass Rapid im altehrwürdigen Mestalla-Stadion nur noch ein weiteres Gegentor kassierte – in der 89. Minute. Trotzdem empfängt Rapid die Spanier nach dem bitteren 0:6 am kommenden Donnerstag im Rückspiel natürlich ohne jede Hoffnung.

Erinnerungen an Toni Pfeffer

Die drohende Blamage weckte unweigerlich Erinnerungen an ein Spiel der österreichischen Nationalmannschaft im März 1999 gegen Spanien. Bei der ausgerechnet ebenfalls in Valencia ausgetragenen EM-Qualifikationspartie lagen die Österreicher zur Pause 0:5 zurück, verloren am Ende 0:9. Ein Fiasko.

Legendär war seinerzeit der Halbzeitkommentar von Anton Pfeffer, der vom Reporter des ORF gefragt wurde, was aus seiner Sicht als Routinier in der zweiten Halbzeit noch möglich sei. Mit einer gehörigen Prise Galgenhumor antwortete Pfeffer: «Hoch werden wir das Spiel nicht mehr gewinnen.» Das tat diesmal auch Rapid nicht. Immerhin kassierte es nicht noch weitere vier Tore.

Allerdings weiss etwa auch der FC Basel, was einen im Mestalla erwarten kann. Vor zwei Jahren war der Schweizer Club im Viertelfinal der Europa League mit einem 3:0-Vorsprung ins Rückspiel gegangen, verlor auswärts schliesslich 0:5 nach Verlängerung und schied aus.

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