Rapinoe bittet Messi und Ronaldo um Hilfe

Megan Rapinoe ist wohl die bekannteste Fussballerin der Welt. Diesen Ruhm nutzt die Amerikanerin, um auf Missstände aufmerksam zu machen.

Rapinoe wurde zur Weltfussballerin des Jahres gewählt. (Video: SRF)

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Megan Rapinoe wurde 2019 Weltmeisterin mit den USA, wurde zur Weltfussballerin des Jahres gewählt und gewann am Montag den Ballon d'Or. Die US-Amerikanerin ist aktuell wohl die bekannteste Fussballerin der Welt. Dies aber nicht nur, weil sie erfolgreich ist, sondern auch, weil sich die 34-Jährige aktiv für Menschen einsetzt, die unterdrückt werden.

Rapinoe kämpft gegen die Diskriminierung von Homosexuellen, Schwarzen und anderen Minderheiten. Deswegen hat sie auch schon den US-Präsidenten Donald Trump öffentlich kritisiert. Und nun forderte Rapinoe Hilfe von einigen männlichen Fussball-Superstars an. «Ich möchte schreien: ‹Cristiano, Lionel, Zlatan, helft mir!›», sagte sie in einem Interview mit «France Football».

Damit rief sie Ronaldo, Messi und Ibrahimovic auf, sich mit ihr zu verbünden – im Kampf gegen gegen Rassismus und Sexismus im Fussball. Die Stars sollen nach Meinung Rapinoes aktiver sein im Einsatz für die Gleichberechtigung. «Diese grossen Stars engagieren sich für gar nichts, auch wenn es so viele Probleme im Männerfussball gibt.»

Rapinoe hat keine Angst

Rapione fragte im Interview zudem: «Haben sie Angst, alles zu verlieren? Sie glauben das, aber es ist nicht wahr. Wer wird Messi oder Ronaldo aus der Weltfussballgeschichte streichen, wenn sie eine Erklärung gegen Rassismus oder Sexismus abgeben?» Rapinoe setzt sich für Minderheiten ein, weil sie weiss, wie privilegiert sie selber ist.

«Auf der einen Seite bin ich eine gute Spielerin. Auf der anderen Seite unterstützt mich meine Tätigkeit ausserhalb des Spielfelds, da die Leute verstehen, dass ich handle, um Lösungen für die Probleme unserer Gesellschaft zu finden. Die Idee ist, andere zu befähigen, lauter zu sprechen», sagte Rapinoe weiter. Sie habe keine Angst, deshalb sage sie auch genau das, was sie sage. (hua)

Erstellt: 05.12.2019, 10:18 Uhr

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