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Durststrecke für Real Madrid beendet

Erstmals seit fünf Jahren sind die Königlichen wieder spanischer Meister. Und das Team von Zinédine Zidane hat noch Lust auf mehr.

Königliche Freude: Torschütze Karim Benzema (l.) und Sergio Ramos bejubeln das 2:0 von Real. (21. Mai 2017)
Königliche Freude: Torschütze Karim Benzema (l.) und Sergio Ramos bejubeln das 2:0 von Real. (21. Mai 2017)
Sergio Camacho, AFP
Und auch der Superstar trifft: Cristiano Ronaldo erzielt das 1:0 gegen Malaga und lenkt das Spiel in die richtige Bahn für Real.
Und auch der Superstar trifft: Cristiano Ronaldo erzielt das 1:0 gegen Malaga und lenkt das Spiel in die richtige Bahn für Real.
Sergio Camacho, AFP
Trotz Heimsieg keine Freude: Der FC Barcelona hat vergeblich auf einen Ausrutscher des Leaders aus Madrid gehofft.
Trotz Heimsieg keine Freude: Der FC Barcelona hat vergeblich auf einen Ausrutscher des Leaders aus Madrid gehofft.
Josep Lago, AFP
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Real Madrid stolperte nicht zum Abschluss der spanischen Meisterschaft. In der letzten Runde gewannen die Königlichen in Malaga mit 2:0 und sicherten sich den 33. Meistertitel.

In den Neunzigerjahren hatte Real Madrid nach Niederlagen auf Teneriffa zweimal den Titel am letzten Spieltag als Leader noch dem FC Barcelona überlassen müssen. Diesmal hielt sich der Rekordmeister beim von der früheren Real-Ikone Michel trainierten Malaga schadlos. Schon in der 2. Minute gelang Cristiano Ronaldo das 1:0. In der 55. Minute doppelte Karim Benzema nach. Und weil das vor dem letzten Spieltag drei Punkte zurückliegende Barcelona daheim gegen Eibar (4:2) nach einem 0:2-Rückstand erst in der 75. Minute erstmals in Führung ging, blieb die Spannung zum Saisonabschluss fast ganz aus.

Der zweite Meistertitel für CR7

Für Ronaldo ist es erst der zweite Meistertitel mit Real Madrid. Seit seinem Wechsel von Manchester United 2009 gewann der FC Barcelona fünfmal die Liga, Real Madrid bloss 2012 und 2017. In dieser Saison war Real eine Spur konstanter als die Katalanen. Die erste Meisterschaftsniederlage kassierten die Madrider erst Mitte Januar und nach dem 2:3 Ende April im Clasico gegen den FC Barcelona verteidigten sie den knappen Vorsprung mit fünf Siegen in Serie.

Real Madrid bewies in den letzten Monaten wiederholt Nervenstärke. Mehrmals sicherte sich der Champions-League-Sieger wichtige Punkte dank Toren in den letzten Minuten. Dabei traten auch andere Spieler als Topskorer Ronaldo (25 Treffer) entscheidend in Erscheinung. Zinédine Zidane konnte es sich sogar leisten, in einigen wenigen Partien auf seine stärksten Kräfte zu verzichten, ohne dass sich dies negativ auswirkte. Für den lange Zeit verletzten Gareth Bale sprangen etwa der 21-jährige Marco Asensio und der 25-jährige Isco in die Bresche. Und auch für den in dieser Saison nicht immer überzeugenden Karim Benzema stand mit Alvaro Morata eine gute Alternative bereit.

Ein Erfolg auch für den Neuling auf der Bank

Zidane überzeugte in seiner ersten kompletten Saison als Trainer von Real Madrid nicht zuletzt als guter Verwalter von Kräften und Egos. Unter ihm stürmt das Starensemble nicht nur, sondern verteidigt auch effektiv. Nun kann der Franzose am 3. Juni im Final der Champions League gegen Juventus Turin schaffen, was vor ihm erst zwei Trainer erreicht haben: Real Madrid zu Meisterschaft und Meistercup/Champions League führen. Letztmals gelang dieses Double dem spanischen Champion 1958.

Der FC Barcelona wird sich derweil Ende Saison von Trainer Luis Enrique trennen, wie schon seit Wochen bekannt ist. Seinen vorerst letzten Auftritt an der Seitenlinie von Barça hat der 47-Jährige am 27. Mai im Cupfinal gegen Alaves. Unter Enrique gewann Barcelona je zwei Meisterschaften und Cups sowie die Champions League 2015.

Bilbao hofft auf Barça

San Sebastian qualifizierte sich wie Villarreal für die Europa League. Der zweifache Meister kam dank einem Tor vom spanischen Internationalen Juanmi in der 94. Minute zum 2:2 bei Celta Vigo und überholte so in der Tabelle noch den baskischen Erzrivalen Athletic Bilbao, der bei Atletico Madrid 1:3 unterlag.

Bilbao qualifiziert sich nur dann noch für die Europa League, wenn Barcelona am kommenden Samstag den Cupfinal gegen Alaves gewinnt.

La Liga, 38. Runde: Granada - Espanyol Barcelona 1:2. Sporting Gijon - Betis Sevilla 2:2. Leganes - Alaves 1:1. Deportivo La Coruña - Las Palmas 3:0. FC Sevilla - Osasuna 5:0. Atletico Madrid - Athletic Bilbao 3:1. Valencia - Villarreal 1:3. Celta Vigo - San Sebastian 2:2. FC Barcelona - Eibar 4:2. Malaga - Real Madrid 0:2.

Rangliste: 1. Real Madrid 38/93 (106:41). 2. FC Barcelona 38/90 (116:37). 3. Atletico Madrid 38/78 (70:27). 4. FC Sevilla 38/72 (69:49). 5. Villarreal 38/67 (56:33). 6. San Sebastian 38/64 (59:53). 7. Athletic Bilbao 38/63 (53:43). 8. Espanyol Barcelona 38/56 (49:50). 9. Alaves 38/55 (41:43). 10. Eibar 38/54 (56:51). 11. Malaga 38/46 (49:55). 12. Valencia 38/46 (56:65). 13. Celta Vigo 38/45 (53:69). 14. Las Palmas 38/39 (53:74). 15. Betis Sevilla 38/39 (41:64). 16. Deportivo La Coruña 38/36 (43:61). 17. Leganes 38/35 (36:55). 18. Sporting Gijon 38/31 (42:72). 19. Osasuna 38/22 (40:94). 20. Granada 38/20 (30:82).

Kurztelegramme: Atletico Madrid - Athletic Bilbao 3:1 (2:0) 52'314 Zuschauer. - Tore: 8. Torres 1:0. 11. Torres 2:0. 71. Williams 2:1. 89. Correa 3:1.

Barcelona - Eibar 4:2 (0:1) 74'932 Zuschauer. - Tore: 7. Inui 0:1. 61. Inui 0:2. 63. Junca (Eigentor) 1:2. 73. Suarez 2:2. 75. Messi (Foulpenalty) 3:2. 92. Messi 4:2. - Bemerkungen: 70. Eibars Goalie Rodriguez hält Penalty von Messi. 75. Gelb-Rote Karte gegen Capa (Eibar).

Malaga - Real Madrid 0:2 (0:1) 27'855 Zuschauer. - Tore: 2. Ronaldo 0:1. 55. Benzema 0:2.

SDA/fal

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