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Rekord, Tor und Sieg für Dickenmann

Im Spiel gegen Schottland schafft der Captain des Schweizer Frauen-Nationalteams Historisches. Die Schweizerinnen gewinnen im fünften Quali-Spiel zum fünften Mal.

Ein abgeklärtes Tor: Frau des Spiels war Lara Dickenmann. (Video: SRF/Tamedia)

Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft bleibt auf Kurs Richtung WM 2019 in Frankreich. Das Team von Martina Voss-Tecklenburg gewann in Schaffhausen das wegweisende Spiel gegen Schottland 1:0 und verbleibt ohne Verlustpunkt an der Tabellenspitze.

Frau des Spiels war Lara Dickenmann. Der Captain bewies in der 32. Minute ihre Abgeklärtheit in der Offensive und erzielte den einzigen Treffer des Abends. Bereits zuvor hatte sich die Luzernerin in die Geschichtsbücher eingetragen. Mit ihrem 130. Einsatz für die SFV-Auswahl überholte Dickenmann Martina Moser, die nach der EM 2017 in den Niederlanden zurückgetreten war. Und mit ihrem 50. Tor im Nationaltrikot zog Dickenmann auch wieder mit Ana Maria Crnogorcevic als Schweizer Rekordtorschützin gleich.

Souveräne Tabellenführerinnen

«Ich wusste, dass es zwei schöne runde Zahlen geben würde, deswegen bin ich umso erleichterter, dass es wieder einmal geklappt hat», sagte die Matchwinnerin. Der Sieg der Schweizerinnen war verdient, auch wenn die Schottinnen in der zweiten Halbzeit phasenweise besser ins Spiel fanden. Einem zweiten Treffer stand das Heimteam aber mehrmals deutlich näher als die Gäste dem Ausgleich. Einzig in der 54. Minute nahm die SFV-Auswahl das Glück des Tüchtigen in Anspruch, als ein Einsteigen von Dickenmann gegen Jane Ross im eigenen Strafraum nicht geahndet wurde. «1:0 hört sich sehr eng an, aber das Spiel war deutlich dominiert von uns», sagte Nationaltrainerin Voss-Tecklenburg. «Wir haben sehr viel Souveränität ausgestrahlt.»

Der SFV-Auswahl bietet sich nach dem fünften Sieg im fünften Spiel eine hervorragende Ausgangslage. Sie führt die Tabelle der Gruppe 2 souverän an, die Heimspiele gegen Polen und Schottland, die beiden stärksten Konkurrenten um den Gruppensieg, hat sie gewonnen. Die Entscheidung, wer sich direkt für die WM qualifiziert, wird im Spätsommer zum Abschluss der Qualifikation in den beiden Auswärtsspielen in Schottland und Polen fallen. «Wir gehen mit einem gewissen Polster in die restlichen Spiele», so Voss-Tecklenburg. «Aber klar ist, dass wir in Weissrussland nachlegen müssen.»

Diskussionen um Voss-Tecklenburg

Die nächste Partie steht im Juni in Weissrussland im Programm, vorher wird die Personalie Voss-Tecklenburg im Fokus stehen. Die 50-Jährige wird von den deutschen Medien neben Ralf Kellermann als Topfavoritin für den Job als deutsche Nationaltrainerin gehandelt. Die DFB-Auswahl wird nach der Entlassung von Steffi Jones derzeit interimistisch von Horst Hrubesch betreut. Voss-Tecklenburg bestritt als Spielerin für ihre Heimat 125 Länderspiele und wurde mit Deutschland viermal Europameisterin.

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