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Ronaldos «Siiiiiiiim!»

Luca und Bruno diskutieren über die heutige Glaubensfrage im Fussball: Messi oder Ronaldo?

MeinungVon Fredy Wettstein

«Avondale Williams», sagt Bruno zu Luca, bevor sie an diesem Morgen den ersten Schluck ihres Espresso geniessen, «du kennst ihn nicht, aber für mich ist er seit dieser Wahl ein wahrer Fussballfachmann.» Und Bruno erzählt von seiner Einladung ins ­Zürcher Kongresshaus zur Fifa-Gala und wie er nachher in den Abstimmungs­unterlagen geblättert und ihn gefunden habe: Avondale Williams, Coach des Nationalteams der British Virgin ­Islands, der kleinen Inselgruppe in der Karibik, auch als Steueroase bekannt, nur etwa 30'000 Menschen wohnen dort. «Und was hat dieser Coach, ich habe seinen Namen schon wieder vergessen, mit der Wahl zu tun?», fragt Luca. Bruno zeigt ihm, wie Williams gewählt hat: 1. Neuer, 2. Messi, 3. Ronaldo. «Er versteht viel vom Fussball.»

Luca schmunzelt. «Du immer mit deinem Neuer und deiner Nähe zu den Torhütern. Wenn es um die Auszeichnung für den besten Fussballer der Welt geht, kann nicht einer gewinnen, dessen erste Aufgabe es ist, mit den Händen Tore und damit das Spektakel zu verhindern! Es gibt doch nur eine Frage, und es ist die grosse Glaubensfrage wie damals in unserer Jugend: Beatles oder Rolling Stones? Lieb oder bös, brav oder wild, Lennon oder Jagger? Und nun eben heute im Fussball: Messi oder Ronaldo?»

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