Zum Hauptinhalt springen

Schällibaum: «Das Geld macht den Unterschied»

Bellinzonas Trainer Marco Schällibaum (46) zeigt sich beeindruckt vom Auftritt von Schachtjor Donezk. Und er freut sich mit seinen Spielern auf den Uefa-Cup-Auftritt gegen das grosse Galatasaray.

Ein Fakt: Der FC Basel war chancenlos gegen Schachtjor Donezk. Die Partie war auf absolutem Champions-League-Niveau. Sowohl technisch als auch punkto Tempo und Einsatz. Der Auftritt der Ukrainer hat mich beeindruckt. Sie haben die Basler vorgeführt.

Was gefiel Ihnen an der Spielweise der Ukrainer? Der FCB spielte bestimmt nicht so gut. Er ist aber auch nicht so schlecht gewesen. Letztlich war der Gegner einfach viel besser. Er war schneller, technisch geradezu brillant. Schachtjors Passspiel fand ich genial.

Die Schweiz verlor 1:2 gegen Luxemburg, der FC Basel erlebte einen missglückten Start in die Champions League. Herrscht nicht Tristesse im Schweizer Fussball? Gewiss, die Niederlage gegen Luxemburg war ein Tiefpunkt. Aber man darf jetzt in der Schweiz nicht alles in Frage stellen. Vergessen wir nicht: Die Schweiz ist ein kleines Land, das sich immerhin für die EM 2004 und WM 2006 zweimal hintereinander für Endrunden auf sportlichem Weg qualifizieren konnte.

Aber die Überlegenheit der Ukrainer war eklatant. Wissen Sie, der Klubfussball ist auch eine Frage des Geldes. Ich kenne das Budget von Schachtjor nicht, es ist aber bestimmt höher als das vom FC Basel. Auf dieser hohen Stufe macht das Geld eben die Differenz in Sachen Qualität der Spielerkader aus. Der FCB ist gewiss eine grosse Nummer. In Europa gibts aber Vereine, die drei bis vier Schritte weiter sind.

So sind Schweizer Klubs in Europacup-Wettbewerben grundsätzlich chancenlos? Es gibt Geschichten im Fussball, die alle fünf bis sieben Jahre passieren, wie etwa der Champions-League-Einzug von Thun oder die starken Leistungen der Basler vor sechs Jahren. Aber von der Quantität der Fussballer her verfügt die Schweiz nicht über das gleiche Potenzial wie die grösseren Fussball-Nationen.

Und jetzt trifft Underdog Bellinzona auf das grosse Galatasaray Istanbul. Haben Sie überhaupt Hoffnungen auf ein Weiterkommen? Natürlich wird die Aufgabe gegen Galatasaray ganz schwer. Zumal unser Heimspiel in Basel zu einer Auswärtspartie wird, weil viele türkische Fans im Stadion zuschauen und Gala unterstützen werden.

Ich bleibe ganz realistisch. Aber wenn man etwas macht, dann muss man auch etwas probieren. Es ist uns ja auch gelungen, die Uefa-Cup-Qualifikation zu überstehen. Wir haben gegen Galatasaray nichts zu verlieren. Meine Spieler haben Gelegenheit, sich auf der europäischen Bühne zu präsentieren, sie können zeigen, dass sie Fussball spielen können. Wir werden diese Aufgabe jedenfalls mit Freude anpacken.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch