Schaffhausen schiesst gegen die Grasshoppers

Der FC Schaffhausen beendet die Zusammenarbeit mit GC. Und Trainer Boris Smiljanic muss im Sommer gehen.

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Es ist ein bemerkenswertes Interview, das Aniello Fontana den «Schaffhauser Nachrichten» gegeben hat. Der Präsident des FC Schaffhausen erklärt nicht nur, dass er den Vertrag mit Trainer Boris Smiljanic im Sommer auflösen wird. Er schiesst auch gegen den Partnerclub seines Vereins, die Zürcher Grasshoppers.

GC habe sich nicht an Absprachen gehalten, sagt Fontana: «Auch wenn mit dem Abgang von Trainer Murat Yakin klar abgemacht war, dass keine Spieler des FCS abgezogen werden, hielt sich unser Vertragspartner nicht daran.» Er spricht damit die Wechsel von Jean-Pierre Rhyner und Bujar Lika an, die im Winter zu GC gewechselt sind, nachdem Schaffhausen Ende August schon Cheftrainer Yakin an GC verloren hatte.

Das GC-Ersatzteillager

Im Gegenzug haben die Zürcher zwar Charles Pickel und Arijan Qollaku nach Schaffhausen verliehen. Doch das ist nicht die Art von Zusammenarbeit, die sich der Club aus der Challenge League vorgestellt hat, als er die Partnerschaft eingegangen ist. Bei den Schaffhauser Fans wurde der eigene Verein deswegen schon als «Ersatzteillager» der Hoppers bezeichnet.

Dazu erklärt Fontana: «Wir möchten festhalten, dass wir kein Farmverein von GC sind. Die ganze Zusammenarbeit hat uns auch finanziell nichts gebracht, sie hat lediglich unsere Kosten etwas verringert.» Die Konsequenz, die er daraus zieht: «Wir werden diese Zusammenarbeit zum 30. Juni beenden.»

«Unsere Auftritte sind beängstigend»

Bereits ab dem 1. Juni wird Boris Smiljanic nicht mehr Trainer in Schaffhausen sein. Der ehemalige Innenverteidiger hat Ende August Yakins Nachfolge übernommen. Damals lag das Team nach sechs Spieltagen und sechs Siegen an der Tabellenspitze der zweithöchsten Schweizer Liga. Jetzt sind die Schaffhauser noch auf Rang fünf. Und Fontana sagt zum Fussball, den er zu sehen bekommt: «Aufgrund der schlechten Leistungen und der immer wieder wechselnden Aufstellungen und Spielsysteme verstehe ich die Zuschauer, wenn sie zu Hause bleiben. Unsere Auftritte sind beängstigend.»

Fontana ist seit 1991 Präsident des FC Schaffhausen. Er war treibende Kraft hinter dem Bau des neuen Schaffhauser Stadions, dessen Fussballteil ihm gehört. Und er hat noch immer den Glauben daran, dass in Schaffhausen Grosses möglich ist. Dazu will er bis Ende Jahr neue Besitzer oder starke Partner finden: «Das gemeinsame Ziel muss es mittelfristig sein, den FC Schaffhausen zurück in die Super League zu führen.» (fra)

Erstellt: 27.03.2018, 16:29 Uhr

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