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Juve schafft die Wende dank Ronaldo-Gala

Trotz Rückstand aus dem Hinspiel wirft Juventus Turin Atlético Madrid aus der Champions League. Der Held heisst einmal mehr Cristiano Ronaldo.

Ronaldo-Show in Turin: Der Portugiese schiesst Juventus in den Viertelfinal. Video: Teleclub

Juventus Turin hat dank dem überragenden Cristiano Ronaldo die grosse Wende geschafft. Mit drei Toren schoss er die Italiener zum 3:0-Heimsieg, der nach dem 0:2 bei Atlético Madrid zum Vorstoss in den Champions-League-Viertelfinal reichte. Cristiano Ronaldo hatte seit fast einem Monat kein Tor mehr erzielt und in der Champions League für Juventus Turin in dieser Saison bloss einmal getroffen. Doch im richtigen, bis dahin wichtigsten Moment der Saison für die Italiener schlug der fünffache Weltfussballer zu. Dabei zeigte er nicht die Qualitäten, die ihn in jüngeren Jahren ausgezeichnet hatten, sondern jene eines reinen Goalgetters. Der 34-Jährige traf zweimal per Kopf (27. und 48.) und in der 86. Minute zum entscheidenden 3:0 mit einem sicher verwandelten Penalty.

Als die Verlängerung immer wahrscheinlicher wurde, setzte der wie Ronaldo überragende Federico Bernardeschi zu einem Solo an, das der eingewechselte Atlético-Spieler Angel Correa dümmlich mit einem Foul beendete. Ronaldo lief zum Elfmeter an und krönte seine Leistung mit dem 124. Champions-League-Tor, das die verdiente Qualifikation für die Turiner bedeutete. Atlético Madrid war zu keinem Zeitpunkt auf der Höhe, in der Lage mit den Turinern mitzuhalten, obwohl es mit der Referenz von über 450 Minuten ohne Gegentor nach Turin gereist war.

Juventus Turin hat sich in Extremis für die Champions-League-Viertelfinals qualifizieren können.
Juventus Turin hat sich in Extremis für die Champions-League-Viertelfinals qualifizieren können.
Antonio Calanni, Keystone
Cristiano Ronaldo machte es rund 20 Minuten später besser: Nach einer Flanke von Bernadeschi netzt er zur zum 1:0 ein.
Cristiano Ronaldo machte es rund 20 Minuten später besser: Nach einer Flanke von Bernadeschi netzt er zur zum 1:0 ein.
Antonio Calanni, Keystone
Auch in der zweiten Halbzeit ist der Portugiese die prägende Figur. In der 48. Minute trifft er per Kopf zum 2:0. Von Atlético kommt bis dahin zu wenig.
Auch in der zweiten Halbzeit ist der Portugiese die prägende Figur. In der 48. Minute trifft er per Kopf zum 2:0. Von Atlético kommt bis dahin zu wenig.
Alessandro di Marco, Keystone
Die Spanier werden in der 86. Minute für ihre Passivität bestraft. Bernadeschi fällt im Strafraum nach einem leichten Schubser von Correa, Schiedsrichter Kuipers entscheidet sofort auf Penalty.
Die Spanier werden in der 86. Minute für ihre Passivität bestraft. Bernadeschi fällt im Strafraum nach einem leichten Schubser von Correa, Schiedsrichter Kuipers entscheidet sofort auf Penalty.
Antonio Calanni, Keystone
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Atlético enttäuscht

Die Gastgeber zeigten von der ersten Minute an, dass sie an die Wende glaubten. Sie starteten mit viel Druck in die Partie. Erst nach gut 20 Minuten konnte Atlético ein erstes Mal einige Pässe aneinanderreihen. Und auch in der Folge war Ballbesitz der Spanier die Ausnahme. Bis zur ersten und einzigen reellen Torchance von Atlético, einem Kopfball von Alvaro Morata, vergingen über 45 Minuten.

Juventus verfolgte eine simple, aber sehr effektive Taktik. Ohne die Durchschlagskraft der verletzten Juan Cuadrado und Douglas Costa setzten die Turiner auf Pressing, rasche Kombinationen - und vor allem zahlreiche Flanken. Eine solche aus dem Halbfeld von Bernardeschi führte in der 27. Minute zum 1:0 und eine andere von João Cancelo zum 2:0 drei Minuten nach der Pause.

Ronaldo zeigt sich effizient

Der italienische Serienmeister erspielte sich im lange Zeit phänomenal intensiven, aber sehr fairen Spiel nicht Chance um Chance. In der 4. Minute wurde ein Treffer von Giorgio Chiellini wegen eines vorangegangenen Fouls von Ronaldo nicht anerkannt. In der Folge kamen die Möglichkeiten für Juventus tröpfchenweise und waren doch eine logische Folge der krassen Dominanz der Gastgeber.

Die Turiner verdienten sich das Weiterkommen und hatten doch etwas Glück. Denn ohne die Torlinien-Technologie wäre der zweite Treffer nicht gegeben worden. Dass Atléticos Goalie Jan Oblak den Kopfball von Ronaldo hinter der Torlinie abgewehrt hatte, war von blossem Augen nicht zu erkennen.

Telegramm:

Juventus Turin - Atlético Madrid 3:0 (1:0)

41'500 Zuschauer. - SR Kuipers (NED).

Tore: 27. Ronaldo 1:0. 48. Ronaldo 2:0. 86. Ronaldo (Foulpenalty) 3:0.

Juventus: Szczesny; Cancelo, Bonucci, Chiellini, Spinazzola (67. Dybala); Can, Pjanic, Matuidi; Bernardeschi, Mandzukic (80. Kean), Ronaldo.

Atlético Madrid: Oblak; Arias (77. Vitolo), Godin, Gimenez, Juanfran; Saul Niguez, Rodrigo, Koke, Lemar (57. Correa); Griezmann, Morata.

Bemerkungen: Juventus Turin ohne Alex Sandro (gesperrt), Barzagli, De Sciglio, Douglas Costa, Cuadrado und Khedira (alle verletzt). Atlético Madrid ohne Diego Costa, Partey (beide gesperrt), Hernandez und Filipe Luis (beide verletzt). 4. Tor von Chiellini wegen vorangegangenem Foul von Ronaldo nicht anerkannt. Verwarnungen: 64. Bernardeschi (Foul). 73. Juanfran (Foul). 86. Gimenez (Reklamieren). 91. Vitolo (Reklamieren).

(SDA)

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