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«Schande von Basel»: Angriff auf Meisterschützen bestritten

Im Hooligan-Prozess von Basel stand am Dienstag ein 23-Jähriger vor Gericht, der mit dem FCZ-Spieler Iulian Filipescu in körperlichen Kontakt gekommen war.

Die Basler Fans stürmen mit dem Schlusspfiff auf den Rasen; im Vordergrund flüchtet Basels Medienchef Josef Zindel.
Die Basler Fans stürmen mit dem Schlusspfiff auf den Rasen; im Vordergrund flüchtet Basels Medienchef Josef Zindel.
Keystone
Die Polizei griff spät ein und konnte nicht alle Basler Fans daran hindern, die feiernden FCZ-Spieler anzugreifen.
Die Polizei griff spät ein und konnte nicht alle Basler Fans daran hindern, die feiernden FCZ-Spieler anzugreifen.
Keystone
Nach einer gewissen Zeit hatte die Polizei die Situation im St.-Jakob-Park unter Kontrolle; vor den Toren ging die «Schlacht» der rivalisierenden Fan-Gruppen noch lange weiter.
Nach einer gewissen Zeit hatte die Polizei die Situation im St.-Jakob-Park unter Kontrolle; vor den Toren ging die «Schlacht» der rivalisierenden Fan-Gruppen noch lange weiter.
Keystone
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Er gab vor Strafgericht zu, ausgeflippt zu sein, doch sei er zufällig in Filipescu geprallt. Die Anklage forderte eine bedingte Geldstrafe und eine Busse.

Im Prozess um die «Schande von Basel» wurden am Dienstag drei weitere Angeklagte verhandelt, die beim Gewaltausbruch nach dem Meisterschaftsspiel vom 13. Mai 2006 vor allem aufgrund von Bildmaterial identifiziert worden waren. Darunter war am Nachmittag ein 23-Jähriger, der sich selbst an unregelmässiger Matchbesucher bezeichnete. Er gab zu, nach der Niederlage von der «Muttenzer Kurve» aufs Spielfeld gestürmt zu sein. Er habe eine Dummheit begangen und sei einfach hinter der Masse hergerannt.

«Wollte Filipescu helfen»

Er bestritt zugleich, Zürichs Meister-Torschützen Filipescu angegriffen zu haben. «Als ich sah, dass Filipescu mit Fackeln angegriffen wurde, wollte ich zu Hilfe eilen, dann bin ich umgefallen und von dessen gestrecktem Bein getroffen worden», gab er an. Er sei an sich eher ein ruhiger Typ und als Spitzensporter und Wasserballspieler in der NLA wisse er, was Verlieren im Sport bedeute.

«Kann es nicht ungeschehen machen»

«Es tut mir furchtbar leid, aber ich kann es nicht mehr ungeschehen machen», sagte er. Die Staatsanwaltschaft forderte für den nicht Vorbestraften eine bedingte Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 100 Franken und 750 Franken Busse wegen Landfriedensbruch, qualifizierter Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte.

Am Mittwoch sind neben der einzigen angeklagten Frau auch einer der Täter geladen, die Filipescu mit brennenden Fackeln angegriffen haben sollen. Der Prozess startete am vergangenen Montag. Bisher sind neun Personen verhandelt worden, zwei Geladene erschienen am Dienstag nicht vor Gericht. Für alle werden zum Teil hohe bedingte Geldstrafen und Bussen gefordert. Die Urteile werden am 6. November erwartet.

AP/son

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