Servette dreht die Partie gegen Thun

Der Tabellenletzte führt in Genf - und verliert doch 1:2. Siegtorschütze Alex Schalk behält bei seinem Penalty gleich zweimal die Nerven.

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Servette hatte im November die Young Boys 3:0 und den FC Basel 2:0 bezwungen, vor einer Woche folgte dieses bemerkenswerte 5:0 beim FC Zürich. Die Resultate liessen Trainer Alain Geiger sagen: «Wir haben uns in der Liga einen gewissen Respekt erarbeitet, die Gegner wissen: Servette ist gut.» Und: «Auch in der Deutschschweiz redet man gut von uns.»

Thun mit dem Prinzip Hoffnung

27 Punkte strebte er mit seiner Mannschaft an. Dafür brauchte es zum Jahresabschluss einen Sieg gegen Thuner, die in 17 Runden erst zweimal gewonnen hatten (2:0 in Luzern und 3:2 bei Xamax) und darum gewiss nicht zufällig am Tabellenende liegen. Das Team von Trainer Marc Schneider trat im Stade de Genève mit dem letzten Aufgebot an. Und mit dem Prinzip Hoffnung: bloss kein Tor erhalten, und vielleicht verhilft irgendeine Zufälligkeit zu einem Treffer.

Es brauchte einen wachsamen Goalie Guillaume Faivre, um das 0:0 bis zur Pause zu halten. Und: Danach überraschten die Berner Oberländer den Gastgeber. Matteo Tosetti schlug den Ball in den Strafraum, Nikki Havenaar war da – natürlich mit dem Kopf: Der Japaner mit holländischen Wurzeln ist fast zwei Meter gross. Der 24-Jährige hatte schon im August das 1:0 erzielt, beim Erfolg in Luzern.

Schalk behält zweimal die Nerven

Aber zum dritten Auswärtssieg in dieser Saison sollte das nicht reichen, nicht einmal zu einem Punktgewinn. Servette glich durch Steve Rouiller aus, der neuverpflichtete Südkoreaner Jung-Bin Park hatte mit einem Freistoss die Vorarbeit geleistet. Und Servette bekam noch mehr, auch dank gütiger Mithilfe der Gäste. Sven Joss brachte auf unbeholfene Weise Alex Schalk im Strafraum zu Fall. Schalk übernahm die Ausführung, glich aus, musste aber nochmal anlaufen, weil sein Kollege Gaël Ondoua zu früh den Strafraum betreten hatte. Schalk behielt aber im Duell mit Faivre die Nerven.

Den Vorsprung gab Servette nicht mehr. Der Aufsteiger überwintert auf Platz 5 und ist weit weg von den Abstiegsplätzen. Das kann Thun nicht von sich behaupten. 9 Punkte in 18 Partien bei 16:40 Toren sind alarmierende Werte.

Telegramm:

Servette - Thun 2:1 (0:0)
5084 Zuschauer. - SR Bieri.

Tore: 51. Havenaar (Tosetti) 0:1. 66. Rouiller (Park) 1:1. 72. Schalk (Foulpenalty) 2:1.

Servette: Frick; Sauthier, Rouiller, Sasso, Iapichino; Ondoua, Cognat; Stevanovic, Wüthrich (57. Schalk), Park (74. Tasar); Koné (88. Routis).

Thun: Faivre; Joss, Havenaar, Gelmi, Kablan; Tosetti, Roth (74. Ahmed), Stillhart, Hefti (46. Fatkic); Munsy (56. Rapp), Salanovic.

Bemerkungen: Servette ohne Gonçalves (verletzt). Thun ohne Castroman, Hediger, Glarner, Sutter, Karlen, Bigler, Berchtold und Ziswiler (alle verletzt). Verwarnungen: 50. Rouiller (Foul), 70. Joss (Foul), 86. Frick (Spielverzögerung).


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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Erstellt: 14.12.2019, 18:39 Uhr

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