Servette siegt gegen Luzern – Xamax mit Remis

Servette gewinnt gegen den FC Luzern mit 1:0 und sichert sich den ersten Sieg der Saison. Xamax und der FC St. Gallen trennen sich unentschieden.

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St. Gallen verschenkt gegen Lieblingsgegner Xamax eine Führung aus der ersten Halbzeit in der ersten Minute nach der Pause und muss sich mit einem 1:1-Remis begnügen. Die Neuenburger waren in der letzten Saison der Lieblingsgegner der Ostschweizer. In der vergangenen Spielzeit konnte der FC St. Gallen sämtliche Direktbegegnungen mit Xamax siegreich gestalten.
In der aktuellen Saison wartete Neuenburg zudem auch noch auf den ersten Sieg: Xamax, das in den Prognosen vielerorts als Absteiger gesetzt wurde, hat in Thun 2:2 gespielt und zuletzt zu Hause gegen YB nur knapp 0:1 verloren. Also was hätte gegen den Lieblingsgegner mit dem Motivationsschub eines 2:2-Sieges gegen den FCB vom letzten Wochenende schief gehen sollen?

Sehenswerter Treffer von Ruiz zur St. Galler Führung. (Quelle: SRF)

Standesgemäss gingen die Ostschweizer gegen die Neuenburger auch in Führung. Nach einem Eckball nahm Victor Ruiz (33.) volles Risiko und traf zum 1:0. Unglücklich aus Westschweizer Sicht, denn der Treffer fiel praktisch mit dem einzigen Torschuss der Gäste in der ersten Halbzeit. Dann aber gab es die Antwort auf die eingangs gestellte Frage: Und sie lautet: Raphael Nuzzolo.

In der 46. Minute lenkte FCSG-Verteidiger Letard eine Flanke unglücklich ab. Der Xamax-Oldie, der am zweiten Pfosten lauerte brauchte nur noch zum 1:1-Ausgleich einzunicken. Es war der dritte Xamax-Treffer der Saison. Und er hat die Tore geschossen? Raphaël Nuzzolo. Wer sonst?!

«Wir haben die ersten zwei, drei Aktionen nach der Pause nicht gut gespielt. Das müssen wir uns noch einmal anschauen» sagt Trainer Peter Zeidler gegenüber Teleclub. «Aber wir sollen und dürfen nicht so tun, als wäre Neuenburg eine schlechte Mannschaft. Wir können mit dem Punkt schon Leben.»

Erster Sieg für Servette

Servette kann den ersten Sieg in der Super League seit dem Wiederaufstieg bejubeln. Der Aufsteiger bezwingt einen müden FC Luzern 1:0. «Das war ein viel zu passiver Auftritt von uns», monierte Christian Schwegler nach der Niederlage nach dem Spiel im Stade die Genéve. Man habe in der Defensive viel zu viel zugelassen, habe Servette das Spiel überlassen und nach vorne sei gar nichts gegangen. Die Analyse des FCL-Routiniers brachte es so ziemlich auf den Punkt: Beim den Luzerner lief drei Tage nach dem historischen Einzug in die nächste Qualifikationsrunde in der Europa League auf den Färöer Inseln hinten nichts und vorne noch weniger.

War der Akku nach der langen Reise von fast 6000 km Reise von Luzern nach Toftir und weiter nach Genf leer, Herr Schwegler? «Wir kämpfen ein Jahr lang um einen Europacupplatz zu erreichen. Jetzt müssen wir nicht lamentieren, wenn wir da sind, sondern den Mann stehen und jeder muss sich aufopfern und nicht die Müdigkeit oder Reisen als Ausreden nehmen.»

Im Wissen der Energiereserven liess der FCL Servette kommen. Der Plan der Zentralschweizer ging lange auf: Man liess den Gastgeber das Spiel machen und wartete hinten ab – und vertraute auf Goalie Marius Müller. Mit dem deutschen Keeper blieb der FCL in den letzten vier Pflichtspielen (inklusive Europacup) ohne Gegentreffer. Und es brauchte Müller. Der Goalie hielt zweimal glänzend gegen Tasar (31., 48.) und kratzt mirakulös gegen Joker Chagas (61.)

In der 62. Minute ist aber auch die «Katze» Müller machtlos. Nach einem Eckball geht Miroslav Stevanovic im Strafraum vollkommen vergessen. Der Abschluss des Servettien wird dann auch noch von Remo Arnold leicht abgelenkt und so für Müller unhaltbar. Damit kassiert der FCL-Keeper im fünften Pflichtspiel seinen ersten Gegentreffer. Fast hätte er noch einmal den Ball aus dem Netz fischen müssen. Koné traf aber das leere Tor nicht.

«Wir müssen das Spiel genau analysieren», so Schwegler. Wird man müssen, wenn man am Donnerstag in der 3. Europa-League-Qualirunde etwas reissen will gegen Espanyol Barcelona.

Telegramme:

Neuchâtel Xamax - St. Gallen 1:1 (0:1)
5484 Zuschauer. - SR Fähndrich. - Tore: 33. Ruiz 0:1. 46. Nuzzolo (Seydoux) 1:1.
Neuchâtel Xamax: Walthert; Sylvestre (46. Corbaz), Neitzke, Oss, Djuric, Seydoux; Mveng, Doudin (79. Haile-Selassie), Di Nardo; Seferi (68. Ramizi), Nuzzolo.
St. Gallen: Stojanovic; Hefti, Stergiou, Letard, Muheim; Görtler (84. Costanzo), Quintilla, Ruiz; Bakayoko (61. Guillemenot), Itten, Kutesa (82. Campos).
Bemerkungen: Xamax ohne Dugourd, Gomes und Kamber (alle verletzt), St. Gallen ohne Lüchinger, Nuhu, Vilotic (alle verletzt) und Wiss (rekonvaleszent). Verwarnungen: 56. Djuric (Foul). 62. Corbaz (Foul). 90. Walthert (Spielverzögerung).

Servette - Luzern 1:0 (0:0)
6159 Zuschauer. - SR Schärer. - Tor: 62. Stevanovic (Corner Wüthrich) 1:0.
Servette: Frick; Sauthier, Rouiller, Sasso, Severin; Cespedes, Cognat (83. Routis); Stevanovic, Wüthrich, Tasar (57. Chagas); Koné (74. Imeri).
Luzern: Müller; Kakabadse, Lucas (79. Demhasaj), Cirkovic, Sidler; Arnold, Ndenge; Schürpf (69. Schwegler), Schulz (52. Tia), Eleke; Margiotta.
Bemerkungen: Servette ohne Busset, Iapichino, Kiassumbua, Lang, Mfuyi und Ondoua (alle verletzt), Luzern ohne Burch (verletzt), Ndiaye (nicht qualifiziert) und Voca (angeschlagen). 52. Freistoss von Stevanovic an die Latte. 92. Tor von Chagas wegen Offside aberkannt. Verwarnungen: 45. Kakabadse (Reklamieren). 51. Arnold (Foul). 60. Tia (Foul). 82. Cespedes (Foul). 93. Chagas (Spielverzögerung). 94. Routis (Foul).


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

Die Sendung ist zu hören auf Spotify, bei Apple Podcasts oder direkt hier: (ete)

Erstellt: 04.08.2019, 16:10 Uhr

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