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Sions Trainer nimmt den Hut

Der FC Sion ist wieder einmal auf Trainersuche. Der Franzose Laurent Roussey hat am Vormittag seinen Rücktritt gegeben.

Der Franzose Roussey (l.) hat das Traineramt unter Christian Constantin vom 22. Februar 2011 bis zum heutigen Tag erfüllt. Eine unglaublich lange Zeit für den härtesten Job der Liga. Roussey kommt seiner Entlassung quasi zuvor und schmeisst nach massiver Kritik des Patrons den Bettel hin. (Bild: 23. April 2011)
Der Franzose Roussey (l.) hat das Traineramt unter Christian Constantin vom 22. Februar 2011 bis zum heutigen Tag erfüllt. Eine unglaublich lange Zeit für den härtesten Job der Liga. Roussey kommt seiner Entlassung quasi zuvor und schmeisst nach massiver Kritik des Patrons den Bettel hin. (Bild: 23. April 2011)
Keystone
Challandes trainiert den FC Sion vom 1. Juli 2010 bis zum 21. Februar 2011. Dann muss der Neuenburger seinen Garderobenkasten im Tourbillon räumen. (15. August 2010)
Challandes trainiert den FC Sion vom 1. Juli 2010 bis zum 21. Februar 2011. Dann muss der Neuenburger seinen Garderobenkasten im Tourbillon räumen. (15. August 2010)
Keystone
Der Zürcher Schällibaum sitzt ganze 20 Tage auf dem heissesten Trainerstuhl des Landes, und zwar vom 1. November bis zum 20. November 2006. (12. November)
Der Zürcher Schällibaum sitzt ganze 20 Tage auf dem heissesten Trainerstuhl des Landes, und zwar vom 1. November bis zum 20. November 2006. (12. November)
Keystone
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Roussey trat am Montagmorgen vor die Spieler und informierte sie über seinen Entscheid. Offenbar sollen interne Streitigkeiten in der Spielerkabine genauso wie die wachsende Kritik von Präsident Christian Constantin zu diesem Schritt beigetragen haben. Constantin, der erst nach den Spielern von Rousseys Abgangsplänen erfuhr, akzeptierte den Rücktritt keine 18 Stunden nach dem 0:3 gegen Basel.

Roussey hatte im Februar 2011 die Nachfolge von Bernard Challandes angetreten und war zuletzt der dienstälteste Trainer in der Axpo Super League. Der 50-jährige Südfranzose führte seine Team im letzten Sommer zum zwölften Cupsieg und schaffte es auch danach, die Walliser sportlich auf Kurs zu halten - trotz der Irrungen und Wirrungen neben dem Platz. Auf dem Rasen wurde die Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League geschafft, und in der Meisterschaft wäre Sion das zweitbeste Team, hätte Constantin nicht 36 Zähler auf juristischem Parkett verspielt.

Die schwere Cup-Niederlage gegen Luzern

Trotzdem kritisierte Constantin – vor allem erzürnt über das Halbfinal-Out im Cup – seinen Coach zuletzt scharf. Nach dem 0:3 gegen Basel meinte er: «Ich habe keine Ahnung, nach welchem System wir spielen. Wir sind auf Ballbesitz aus, der aber zu nichts führt. Wir benötigten fünf Pässe, um fünf Meter nach vorne zu kommen.» Mit Blick auf die wahrscheinlich bevorstehende Barrage um den Ligaerhalt sagte Constantin zur Westschweizer Zeitung «Le Matin»: «Lugano, Aarau und Bellinzona sind besser organisiert als wir. Wenn es so weitergeht, muss ich irgendwann für einen Schock sorgen.»

Roussey kam Constantin zuvor. Der frühere französische Internationale kann sich den Luxus eines Rücktritts leisten. Von seinem letzten Arbeitgeber St-Etienne erhielt er nach seiner Entlassung eine Entschädigung von rund 1,5 Millionen Franken. Constantin muss sich derweil einmal mehr auf die Suche nach einem neuen Trainer machen, zum rund 30. Mal in seiner 15-jährigen Amtszeit. Länger als Roussey besetzte nur Umerto Barberis den gefürchtetsten Trainerstuhl der Liga.

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