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Sport-Drama erschüttert die angelsächsische Welt

Der australische Internationale Philip Hughes (25) hat den Unfall in einem Meisterschaftsspiel nicht überlebt. Ein Drama, das die Medien dominiert. Der Premierminister sprach zur Nation.

Der Tod von Hughes stürzte die Sportlernation Australien, wo Cricket Volkssport ist, in eine Depression. Der Premierminister sprach zur Nation. Sogar in Pakistan wurden Cricket-Spiele abgebrochen. Philip Hughes war am Dienstag nach einem Kopftreffer auf dem Feld zusammengebrochen.

«Geliebter Sohn und Bruder.» Der Kapitän der australischen Nationalmannschaft, Michael Clarke, verliesst ein Statement der Familie Hughes. (Quelle: Twitter/@CricketAus)

Premier Tony Abbott sagte: «Er war ein junger Mann, der seine Träume lebte. Es ist ein sehr trauriger Tag für den Cricket-Sport und einen herzzerbrechenden Tag für seine Familie. Was passiert, hat Millionen von Australiern berührt. Dass ein junges Leben beim Ausüben unseres Nationalsports jäh beendet wird, ist eine schockierende Anomalie.» Hughes sei von «Legionen von Fans» geliebt, bewundert und respektiert worden.

Der Spieler habe nie mehr das Bewusstsein zurück erlangt, teilte Mannschaftsarzt Peter Brukner mit. Zwei Tage nach dem Unfall verstarb Hughes. Die Cricket-WM Anfang 2015 in Australien hätte sein Karrierenhöhepunkt werden sollen.

Wer nichts riskieren will, geht bei einem «Bouncer» in die Hocke, dreht seinen Oberkörper aus der Schusslinie oder geht anderweitig in Deckung. Phil Hughes auf einer Archivaufnahme aus dem Jahr 2011.
Wer nichts riskieren will, geht bei einem «Bouncer» in die Hocke, dreht seinen Oberkörper aus der Schusslinie oder geht anderweitig in Deckung. Phil Hughes auf einer Archivaufnahme aus dem Jahr 2011.
AFP
Heroisch inszeniert die BBC den Todesfall.
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AFP
Das dominante Thema auch bei CNN...
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AFP
...und dem «Guardian».
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AFP
Ihm macht niemand einen Vorwurf: Sean Abbott (r.) hatte den tödlichen «Bouncer» geworfen und weilte auch am Spitalbett von Hughes.
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AFP
Die Eltern und weitere Familienmitglieder verlassen das St. Vincents Hospital in Sydney.
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AFP
Teamkollege David Warner und seine Frau haben Abschied genommen.
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AFP
Eine TV-Journalistin weint, als der Tod von Hughes bei der Medienkonferenz im Spital bekannt gegeben wird.
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AFP
In Sydney wurden die Flaggen auf Halbmast gesetzt.
In Sydney wurden die Flaggen auf Halbmast gesetzt.
AFP
Der australische Cricket-Captain Michael Clarke (r.) und der Teamarzt treten vor die Medien, um Stellung zu beziehen.
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AFP
Denn es wird erwartet, dass der Todesfall Auswirkungen auf den Cricket-Sport haben wird, insbesondere bei den Helmen.
Denn es wird erwartet, dass der Todesfall Auswirkungen auf den Cricket-Sport haben wird, insbesondere bei den Helmen.
AFP
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Erwartet wird, dass der Todesfall Auswirkungen auf den Cricket-Sport haben wird, insbesondere bei den Helmen. Der in Hughes' Richtung geschleuderte Ball war nach dem Aufprall am Boden hoch aufgesprungen. Andererseits streuen die Werfer immer wieder derartige Bälle (short-pitched-balls) ein, um die Schlagmänner einzuschüchtern.

Hughes drehte sich noch ab, aber der Ball traf ihn unterhalb des Helms am Hinterkopf. Er erlitt einen Schädelbruch und schwere Blutungen.

Beim Cricket schleudert ein Werfer den kleinen, mit Leder umspannten Ball Richtung Schlagmann, der ihn eigentlich mit einem Schläger weit hinaus ins Feld befördern soll. Bei den besten Werfern wird der Ball mit bis zu 150 km/h zu einem Geschoss.

(si)

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