Zum Hauptinhalt springen

St. Gallen verdient gescheitert

Der FC St. Gallen spielt im Herbst nicht europäisch. Das Team von Peter Zeidler verlor das Rückspiel bei Sarpsborg 0:1 und schied in der 2. Runde der Europa-League-Qualifikation aus.

Captain Silvan Hefti und der FC St. Gallen scheiden in der Europa-League-Qualifikation aus.
Captain Silvan Hefti und der FC St. Gallen scheiden in der Europa-League-Qualifikation aus.
Fredrik Hagen, Keystone

Nach dem mühevollen 2:1 vor einer Woche in Unterzahl tat sich der FC St. Gallen in Norwegen noch schwerer - so schwer, dass er in den 90 Minuten im Norden kaum einmal gefährlich vors gegnerische Tor kam und schliesslich verdient ausschied. Sarpsborgs Patrick Mortensen erzielte den einzigen und entscheidenden Treffer der Partie nach einer halben Stunde. Für den FCSG gilt damit in der Europa League, was für den FCB in der Champions League galt: In dieser Verfassung hat die Mannschaft in der Gruppenphase nichts zu suchen.

Im Hinspiel konnten die St. Galler ihre Schwierigkeiten noch mit der 86-minütigen Unterzahl wegen des (zu) strengen Platzverweises gegen Milan Vilotic entschuldigen. Diesmal sind die englischen Wochen die einzige mögliche Ausrede für das Scheitern am ausgeruhten Underdog. Allein damit lassen sich die fehlenden Ideen im Offensivspiel, die schlechte Balance im Mittelfeld und die Unzulänglichkeiten in der Abwehr indes nicht begründen, die sich in der ersten Halbzeit erneut einige Male auftaten.

Offensiv kam zu wenig

Erneut offenbarten die St. Galler vor allem in der Anfangsphase defensive Unzulänglichkeiten. Als sie sich etwas fingen, fiel der Gegentreffer. Mortensen verwertete eine Flanke von Amin Askar am langen Pfosten unbehelligt per Kopf. Kam hinzu, dass es Silvan Hefti in der 41. Minute seinem gesperrten Abwehrpartner Vilotic fast gleichtat. Praktisch von identischer Position missglückte ihm ein Rückpass zu Goalie Dejan Stojanovic, wie Vilotic hielt er den enteilenden Rashad Muhammed danach leicht zurück. Der Unterschied war, dass der Schiedsrichter das Zupfen diesmal durchgehen liess und Muhammed die Chance vergab. Im Hinspiel hatte der folgende Freistoss zum 0:1 geführt.

Selbst bekamen die Ostschweizer in der Offensive wenig bis nichts auf die Reihe. Erst in der Nachspielzeit drängten sie endlich auf den für die Verlängerung benötigten Treffer. Dereck Kutesa schoss aus etwas spitzem Winkel drüber (93.), Nassim Ben Khalifa vergab eine Kopfballchance (91.), nachdem er sich mit einem Stossen in den Rücken seines Gegenspielers Freiraum verschafft hatte.

Die erste Zwischenbilanz der Schweizer Clubs in den diesjährigen Qualifikationen für die europäischen Wettbewerbe fällt damit schlecht aus. In der Champions League scheiterte der FC Basel in der 2. Qualifikationsrunde gegen PAOK Saloniki mit dem Gesamtskore von 1:5 bei erster Gelegenheit, in der Europa League unterlag St. Gallen dem schlechter dotierten norwegischen Meisterschafts-Dritten.

Zumindest dem FCB bietet sich am 9. und 16. August in der Europa-League-Qualifikation gegen Vitesse Arnhem die Gelegenheit zur Schadensbegrenzung. In der 3. Qualifikationsrunde steigt auch der FC Luzern (gegen Olympiakos Piräus) in den Wettbewerb ein. Für St. Gallen ist der erste Europa-Exkurs seit 2013 auf Anhieb beendet.

Telegramm:

Sarpsborg - St. Gallen 1:0 (1:0)

SR Schneider (FRA). - Tor: 31. Mortensen 1:0.

Sarpsborg: Wasjutin; Tveita, Jörgensen, Tamm, Thomassen; Halvorsen, Nielsen, Zachariassen, Askar; Mortensen, Muhammed (91. Singh).

St. Gallen: Stojanovic; Lüchinger, Silvan Hefti, Mosevich (82. Kutesa), Wittwer; Sierro, Quintilla, Ashimeru; Tafer, Buess (72. Itten), Aratore (46. Ben Khalifa).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Vilotic (gesperrt), Barnetta (nicht im Aufgebot), Kchouk (fehlende Spielberechtigung), Muheim und Koch (verletzt). Verwarnungen: 4. Buess (Foul). 35. Tamm (Foul). 58. Halvorsen (Foul). 70. Ashimeru (Foul). 78. Lüchinger (Foul).

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch