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Steuert Luzern gleich in die nächste Krise?

Auf der Suche nach einem neuen Trainer hagelte es für Luzerns Sportdirektor Alex Frei Absagen. In der Not hat er sich jetzt für den Deutschen Markus Babbel entschieden.

MeinungThomas Niggl
Nachdenklicher Alex Frei: Hat Luzerns Sportdirektor tatsächlich den richtigen Trainer geholt?
Nachdenklicher Alex Frei: Hat Luzerns Sportdirektor tatsächlich den richtigen Trainer geholt?
Keystone
Alex Frei (r.) lauscht den Ausführungen von Markus Babbel (l.).
Alex Frei (r.) lauscht den Ausführungen von Markus Babbel (l.).
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Alex Frei hört bei den Fragen der Journalisten genau zu.
Alex Frei hört bei den Fragen der Journalisten genau zu.
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Thorsten Fink, Ciriaco Sforza, René Weiler und Maurizio Jacobacci wollten sich nach der Entlassung des Argentiniers Carlos Bernegger nicht auf das Himmelfahrtskommando beim noch sieglosen Tabellenletzten der Super League einlassen. Übers Wochenende wurde Luzerns Sportdirektor Alex Frei doch noch fündig. Neuer Trainer ist der Deutsche Markus Babbel. Diese Nomination wirft allerdings Fragen auf.

Noch nicht einmal deshalb, weil Alex Frei mit Andreas Gross den gleichen Berater und Anwalt hat wie Markus Babbel. Vielmehr: Der FC Luzern bräuchte in seiner jetzigen Situation auf dem letzten Tabellenplatz und vor dem Heimspiel gegen Aufsteiger Vaduz, den Tabellenvorletzten notabene, nur eines: nämlich zwingend einen Feuerwehrmann, der den Schweizer Fussball in- und auswendig kennt. Und das kann kaum Markus Babbel sein, der Deutsche, der nach seiner Entlassung zuletzt in Hoffenheim wieder auf einen Job in der Bundesliga spekulierte und deshalb vorwiegend in deutschen Stadien unterwegs war. Hat sich Alex Frei wirklich für den richtigen Trainer entschieden?

Schällibaum, Rueda, Ponte, Andermatt und Van Eck

Alternativen hätte der ehemalige Internationale für den FC Luzern zur Genüge gehabt. Marco Schällibaum, einst Spieler in Luzern, wäre beispielsweise geradezu prädestiniert gewesen, den FCL als Feuerwehrmann aus der Krise zu führen – so wie der Zürcher das einst mit YB machte, als er den Club vor dem Abstieg in die Anonymität der 1. Liga bewahrte, um ihn sogleich ins internationale Geschäft zu führen. «Ich hätte mir durchaus zugetraut, den FC Luzern wieder aus der zwischenzeitlichen Baisse zu führen. Das wäre für mich eine sehr reizvolle Aufgabe gewesen, weil der FCL nach wie vor eine Topadresse ist im Schweizer Fussball», sagt Schällibaum prompt.

Auf dem Markt ist auch Martin Rueda, der ebenfalls einst als Profi für Luzern tätig gewesen war. Der ehemalige Trainer von Wohlen, Winterthur, Lausanne und YB ist zurzeit arbeitslos und besucht regelmässig die Spiele der Super- und Challenge League. Das Gleiche gilt für Raimondo Ponte, der in der vergangenen Saison den damals akut abstiegsbedrohten FC Sion wieder auf Kurs brachte. Auch der bundesligaerprobte Baarer Martin Andermatt (Ulm/Frankfurt), einst Vizemeister mit YB, ist ein profunder Kenner des Schweizer Fussballs.

Ein interessanter Mann wäre zweifelsohne auch René van Eck gewesen. Der Holländer ist vor allem bei den FCL-Fans sehr beliebt. Er spielte während acht Jahren (1990 bis 98) auf der damaligen Allmend und führte den Club 2006 als Trainer in die Super League zurück. Zuletzt war Van Eck bei Alemannia Aachen unter Vertrag, verliess den Verein im Mai 2013 allerdings aus persönlichen Gründen.

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