Thun schiesst sich auf Platz 2, auch Sion gewinnt

Zum Auftakt der 16. Runde feiern Thun und Sion 2:0-Heimsiege. Für die Walliser ist es bereits der dritte Sieg in Serie.

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Nach einem 2:0 daheim gegen St. Gallen hat Thun sieben Siege in der Super League auf dem Konto, mehr als alle andern Mannschaften mit Ausnahme von YB.

Die Mannschaft von Trainer Marc Schneider verbesserte sich in der Tabelle zumindest bis zum Sonntag auf den 2. Platz und beendete eine Art Fluch, der die Berner Oberländer zuletzt in den Heimspielen gegen St. Gallen begleitet hatte. Aus den letzten sechs Duellen in der Stockhorn-Arena holte Thun nur zwei Punkte. Die Ergebnisse aus Thuner Sicht lauteten dreimal 1:2, zweimal 2:2 und einmal 0:2.

Demnach erzielten die Ostschweizer durchs Band zwei Tore. Diesmal war die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler recht weit davon entfernt, zweimal zu treffen. Aus dem Spiel heraus brachten die St. Galler wenig zustande.

Sierro scheitert mit lockerem Penalty

Eine entscheidende Szene spielte sich in der 17. Minute ab. Thuns Innenverteidiger Nicola Sutter, der Neffe von St. Gallens Sportchef Alain Sutter, stiess St. Gallens einzigen Stürmer Nassim Ben Khalifa im Strafraum in den Rücken. Der sechsfache Saisontorschütze und St. Galler Neuzugang Vincent Sierro hatte seine vorangegangenen Penaltys in den Partien gegen Sion und YB souverän verwandelt. Den Thuner Goalie Guillaume Faivre versuchte Sierro, Leihgabe des Bundesligisten Freiburg, mit einem lässig wirkenden Heber zu überlisten. Er hob den Heber zu hoch, der Ball segelte auf die Latte. Der Schaden für den FCSG war umso grösser, als der Penalty die einzige grosse Möglichkeit beider Mannschaften in der ersten Halbzeit war.

In der zweiten Hälfte erzielten der für den verletzt ausgeschiedenen Dennis Salanovic eingewechselte Marvin Spielmann sowie Grégory Karlen auf glänzende Vorarbeit von Dejan Sorgic die Tore. Auch die weiteren guten Chancen nach der Pause gehörten den Thunern, sodass der Sieg sehr verdient war.

Sion gewinnt mit dem gleichen Resultat

Mit dem 2:0 daheim gegen Luzern nach einer turbulenten Schlussphase hat der FC Sion drei Siege aneinandergereiht. Es ist nach den neun respektive vier Siegen von YB die beste Serie eines Teams in dieser Saison.

Das Spiel im Tourbillon, das in den ersten 70 Minuten kaum Torchancen und Höhepunkt gebracht hatte, ging mit denkwürdigen Minuten zu Ende. Die Luzerner werden die grossen Möglichkeiten kaum alle aufzählen können, die sie beim Stand von 0:1 ab der 85. Minute schier im Minutentakt nicht nutzen konnten. Alles gipfelte im Freistoss, den Pascal Schürpf nach 92 Minuten aus grosser Distanz an den Pfosten setzte. Kurz vor dem Abpfiff erzielte der eingewechselte Freddy Mveng das 2:0.

Die Schlussphase stand trotz der sich überschlagenden Ereignisse im Schatten des Sittener Führungstors, erzielt von Pajtim Kasami nach 79 Minuten. Es war ein Tor für jede Wahl zum Tor des Jahres. Kasami liess weit vor dem Tor zwei Begleiter aussteigen, indem er den Ball mit kurzen Bewegungen mit den Sohlen an ihnen vorbei spitzelte. Schon dieser verblüffende Trick war viel wert. Den wenigen Platz, den er sich auf dieser Weise verschaffte, nutzte Kasami für einen Schlenzschuss, der, für Goalie David Zibung unhaltbar, im rechten Lattenkreuz landete.

Zieht man nur die Schlussphase in Betracht, war das 0:2 für die Mannschaft von Trainer René Weiler ein sehr hartes Verdikt. Andererseits hatten es die Luzerner vor dem Rückstand verpasst, überhaupt etwas für die Offensive zu tun. Sion hat dank dem imposanten Zwischenspurt den FC Luzern in der Tabelle um einen Punkt überholt. Trainer Murat Yakin darf nach oben schauen.

Erstellt: 01.12.2018, 22:10 Uhr

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