Zum Hauptinhalt springen

GC trennt sich von den Yakins – Trio übernimmt

Die Grasshoppers beenden die Zusammenarbeit mit dem Cheftrainer. Sie setzen vorerst auf eine interne Lösung.

fal
Ist nicht mehr GC-Trainer: Murat Yakin.
Ist nicht mehr GC-Trainer: Murat Yakin.
Keystone
Zu Beginn stimmten auch die Resultate. Yakin ritt auf einer Erfolgswelle.
Zu Beginn stimmten auch die Resultate. Yakin ritt auf einer Erfolgswelle.
Keystone
Im Januar wurde der 43-Jährige sogar zum Schweizer Trainer des Jahres gewählt.
Im Januar wurde der 43-Jährige sogar zum Schweizer Trainer des Jahres gewählt.
Keystone
Doch dann begannen die Probleme. Wegen einer Ausfälligkeit wurde Yakin für drei Spiele gesperrt.
Doch dann begannen die Probleme. Wegen einer Ausfälligkeit wurde Yakin für drei Spiele gesperrt.
Keystone
1 / 6

Bereits wochenlang erschüttern interne Machtkämpfe und Ränkespiele den seit fünf Super-League-Runden sieglosen Grasshopper Club. Nun ist der Rekordmeister am nächsten Tiefpunkt angelangt.

GC beendet die Zusammenarbeit mit Chefcoach Murat Yakin und seinem Assistenten Hakan Yakin nach nur knapp acht Monaten. Dies teilte der Verein am Dienstagmorgen mit. In der Medienmitteilung begründet Präsident Stephan Anliker: «Wenn es nicht passt, dann ist es für alle Parteien besser, rasch eine Lösung zu finden. Am Ende zählen die Resultate und eine gute Atmosphäre in der Mannschaft.»

----------

Video – Yakins erstes Interview als GC-Trainer

Im August 2017 sprach Murat Yakin noch über seine Ambitionen. (Video: Tamedia)

----------

Interimistisch übernehmen Sportchef Mathias Walther, Assistent Patrick Schnarwiler und Konditionstrainer Timo Jankowski. Die Clubführung will sich in den kommenden Tagen mit der Nachfolge von Yakin befassen. Ein möglicher Kandidat wäre der frühere FCZ-Trainer Urs Meier. Der 56-Jährige ist aktuell beim Challenge-League-Club Rapperswil-Jona unter Vertrag, besitzt aber eine Ausstiegsklausel für die Super League – die Ablöse beträgt 150'000 Franken.

----------

Bilder: Die Trainerkandidaten

Nach wie vor ein begehrter Job in Niederhasli: Urs Meier steht bei GC hoch im Kurs.
Nach wie vor ein begehrter Job in Niederhasli: Urs Meier steht bei GC hoch im Kurs.
Ennio Leanza, Keystone
Trotz der Entlassung durch Sion-Präsident Christian Constantin geniesst Peter Zeidler (M.) in der Schweiz einen guten Ruf.
Trotz der Entlassung durch Sion-Präsident Christian Constantin geniesst Peter Zeidler (M.) in der Schweiz einen guten Ruf.
Keystone
René Weiler ist auf dem Markt, gilt aber auch als Trainer, der auf seine eigene Meinung beharrt. Dass er sich den Job angesichts der Verhältnisse im Verein antut, ist allerdings nicht sehr wahrscheinlich.
René Weiler ist auf dem Markt, gilt aber auch als Trainer, der auf seine eigene Meinung beharrt. Dass er sich den Job angesichts der Verhältnisse im Verein antut, ist allerdings nicht sehr wahrscheinlich.
Andreas Gebert, Keystone
Marcel Koller war schon Spieler und Trainer bei den Zürchern. Kehrt der Schwamendinger zu seinen Wurzeln zurück?
Marcel Koller war schon Spieler und Trainer bei den Zürchern. Kehrt der Schwamendinger zu seinen Wurzeln zurück?
Robert Jäger, Keystone
Ebenfalls auf dem Trainermarkt zu haben wäre Urs Fischer, eine FCZ-Legende, die in Basel Triumphe gefeiert hat.
Ebenfalls auf dem Trainermarkt zu haben wäre Urs Fischer, eine FCZ-Legende, die in Basel Triumphe gefeiert hat.
Salvatore Di Nolfi, Keystone
Thorsten Fink ist zuletzt in Wien nicht glücklich geworden. Würde er es bei GC?
Thorsten Fink ist zuletzt in Wien nicht glücklich geworden. Würde er es bei GC?
Herbert P. Oczeret, Keystone
GC-Ausbildungschef Boro Kuzmanovic hat man schon als interimistischen Nachfolger von Murat Yakin erwartet, genau so wie...
GC-Ausbildungschef Boro Kuzmanovic hat man schon als interimistischen Nachfolger von Murat Yakin erwartet, genau so wie...
Laurent Gillieron, Keystone
1 / 9

----------

Grabenkämpfe im Verein

Innerhalb der letzten Monate legten verschiedene Grabenkämpfe den Zürcher Verein richtiggehend lahm. Im sportlichen Sektor spitzte sich die Lage mit nur zwei Siegen seit dem Jahreswechsel zu, neben dem Rasen wurde Yakin intern und extern regelrecht destabilisiert.

----------

Bilder: Frontalangriff eines Degradierten

Wurde hart angegangen: Der mittlerweile entlassene GC-Trainer Murat Yakin.
Wurde hart angegangen: Der mittlerweile entlassene GC-Trainer Murat Yakin.
Keystone
1 / 3

----------

Regelmässig drangen Interna via mediale Kanäle an die Öffentlichkeit. Zwei Spieler, der inzwischen beim FC St. Gallen engagierte Isländer Runar Mar Sigurjonsson und der in die U-21 verbannte Verteidiger Milan Vilotic, rechneten öffentlich mit Yakin ab.

Die GC-Entscheidungsträger nahmen Yakin während der Unruhen zu keinem Zeitpunkt in Schutz – im Gegenteil: Sie liessen ihn bei erster Gelegenheit fallen.

----------

Bilder: Die GC-Trainer seit Ottmar Hitzfeld

Ottmar Hitzfeld: (1989–1991) Der deutsche Erfolgstrainer führte GC zu zwei Meistertitel und einem Cupsieg, bevor er sich in die Bundesliga zu Borussia Dortmund verabschiedete.
Ottmar Hitzfeld: (1989–1991) Der deutsche Erfolgstrainer führte GC zu zwei Meistertitel und einem Cupsieg, bevor er sich in die Bundesliga zu Borussia Dortmund verabschiedete.
Keystone
Leo Beenhakker: (1992–1993) Mit dem Holländer gelang im Uefa-Cup ein Sieg gegen Sporting Lissabon. In der Meisterschaft lief es hingegen so schlecht, dass GC sogar die Abstiegsrunde bestreiten musste.
Leo Beenhakker: (1992–1993) Mit dem Holländer gelang im Uefa-Cup ein Sieg gegen Sporting Lissabon. In der Meisterschaft lief es hingegen so schlecht, dass GC sogar die Abstiegsrunde bestreiten musste.
Keystone
Christian Gross: (1993–1997) Im Sommer 1993 verpflichtete GC Christian Gross vom FC Wil und damit den Schweizer Erfolgstrainer schlechthin. Mit dem Höngger feierten die Grasshoppers zwei Meistertitel und einen Cupsieg und qualifizierten sich als erstes Schweizer Team für die neu geschaffene Champions League.
Christian Gross: (1993–1997) Im Sommer 1993 verpflichtete GC Christian Gross vom FC Wil und damit den Schweizer Erfolgstrainer schlechthin. Mit dem Höngger feierten die Grasshoppers zwei Meistertitel und einen Cupsieg und qualifizierten sich als erstes Schweizer Team für die neu geschaffene Champions League.
Keystone
Rolf Fringer: (1997–1999) Nach Gross' Abgang zu den Tottenham Hotspurs übernahm Rolf Fringer das Zepter. Nach dem 25. Meistertitel lief es allerdings nicht mehr rund. Zudem verschuldete sich der Club zunehmends.
Rolf Fringer: (1997–1999) Nach Gross' Abgang zu den Tottenham Hotspurs übernahm Rolf Fringer das Zepter. Nach dem 25. Meistertitel lief es allerdings nicht mehr rund. Zudem verschuldete sich der Club zunehmends.
Keystone
Roy Hodgson: (1999–2000) Der ehemalige Schweizer Nationalcoach konnte die Erwartungen nicht erfüllen und belegte mit dem Team am Saisonende den vierten Platz.
Roy Hodgson: (1999–2000) Der ehemalige Schweizer Nationalcoach konnte die Erwartungen nicht erfüllen und belegte mit dem Team am Saisonende den vierten Platz.
Keystone
Hanspeter Zaugg: Der Berner sollte eine neue Mannschaft aufbauen und machte dies mit Bravour. In der Winterpause wurden Spieler wie Papa Bouba Diop, Christoph Spycher und vor allem Richard Nuñez verpflichtet. Der Uruguayer schoss GC am Ende gegen St. Gallen zum 26. Meistertitel.
Hanspeter Zaugg: Der Berner sollte eine neue Mannschaft aufbauen und machte dies mit Bravour. In der Winterpause wurden Spieler wie Papa Bouba Diop, Christoph Spycher und vor allem Richard Nuñez verpflichtet. Der Uruguayer schoss GC am Ende gegen St. Gallen zum 26. Meistertitel.
Keystone
Marcel Koller: (2002–2003) Der langjährige, ehemalige Captain von GC übernahm die Mannschaft im Winter 2002 und führte sie in der Saison 2002/2003 zum 27. und bislang letzten Meistertitel.
Marcel Koller: (2002–2003) Der langjährige, ehemalige Captain von GC übernahm die Mannschaft im Winter 2002 und führte sie in der Saison 2002/2003 zum 27. und bislang letzten Meistertitel.
Keystone
Alain Geiger: (2004) Das Highlight unter dem Romand war der Cup-Halbfinalsieg gegen den FC Zürich. Den Final verlor man allerdings gegen den FC Wil.
Alain Geiger: (2004) Das Highlight unter dem Romand war der Cup-Halbfinalsieg gegen den FC Zürich. Den Final verlor man allerdings gegen den FC Wil.
Keystone
Hanspeter Latour: (2005, 2007–2009) Der Berner war gleich zweimal Trainer bei den Zürchern. 2005 von Thun verpflichtet, schaute am Ende der Saison der dritte Platz und die damit einhergehende Uefa-Cup-Qualifikation heraus. Nach seinem Abstecher zum FC Köln kehrte Latour 2007 und klassierte sich mit der Mannschaft zweimal hintereinander auf dem 4. Rang.
Hanspeter Latour: (2005, 2007–2009) Der Berner war gleich zweimal Trainer bei den Zürchern. 2005 von Thun verpflichtet, schaute am Ende der Saison der dritte Platz und die damit einhergehende Uefa-Cup-Qualifikation heraus. Nach seinem Abstecher zum FC Köln kehrte Latour 2007 und klassierte sich mit der Mannschaft zweimal hintereinander auf dem 4. Rang.
Keystone
Krassimir Balakov: (2006–2007) Zwischen den Latour-Jahren besetzte der Bulgare die GC-Trainerbank. Der Erfolg war mässig – der 6. Platz war es am Ende der Saison.
Krassimir Balakov: (2006–2007) Zwischen den Latour-Jahren besetzte der Bulgare die GC-Trainerbank. Der Erfolg war mässig – der 6. Platz war es am Ende der Saison.
Keystone
Ciriaco Sforza: (2009–2012) Die Jahre unter dem ehemaligen Spieler waren wechselhaft. In seiner ersten Saison führte Sforza die Hoppers auf den dritten Platz. Nachhaltiger Erfolg blieb allerdings aus. 2012 trat Sforza schliesslich zurück.
Ciriaco Sforza: (2009–2012) Die Jahre unter dem ehemaligen Spieler waren wechselhaft. In seiner ersten Saison führte Sforza die Hoppers auf den dritten Platz. Nachhaltiger Erfolg blieb allerdings aus. 2012 trat Sforza schliesslich zurück.
Keystone
Uli Forte: (2012–2013) Mit Forte flackerte bei GC neue Hoffnung auf. Der zweite Platz in der Meisterschaft und der Cupsieg waren das Resultat einer erfolgreichen Saison. Aus Sicht von GC muss man sagen zu erfolgreich – Forte wurde anschliessend von YB abgeworben.
Uli Forte: (2012–2013) Mit Forte flackerte bei GC neue Hoffnung auf. Der zweite Platz in der Meisterschaft und der Cupsieg waren das Resultat einer erfolgreichen Saison. Aus Sicht von GC muss man sagen zu erfolgreich – Forte wurde anschliessend von YB abgeworben.
Keystone
Michael Skibbe (2013–2014): Der rhetorisch gewandte Deutsche übernahm in einem Umbruch. Mit Steven Zuber, Izet Hajrovic, Roman Bürki und Shkelzen Gashi verliessen gleich mehrere Leistungsträger den Club. Skibbe wechselte danach zum türkischen Erstligisten Eskisehirspor. GC lag damals auf dem 6. Tabellenplatz.
Michael Skibbe (2013–2014): Der rhetorisch gewandte Deutsche übernahm in einem Umbruch. Mit Steven Zuber, Izet Hajrovic, Roman Bürki und Shkelzen Gashi verliessen gleich mehrere Leistungsträger den Club. Skibbe wechselte danach zum türkischen Erstligisten Eskisehirspor. GC lag damals auf dem 6. Tabellenplatz.
Keystone
Pierluigi Tami (2015–2017): Mit der U-21-Nationalmannschaft hat der zurückhaltende Tessiner grosse Erfolge gefeiert. Auch bei GC leistete er über weite Strecken gute Arbeit, musste aber im März 2017 nach einer Serie von erfolglosen Spielen gehen.
Pierluigi Tami (2015–2017): Mit der U-21-Nationalmannschaft hat der zurückhaltende Tessiner grosse Erfolge gefeiert. Auch bei GC leistete er über weite Strecken gute Arbeit, musste aber im März 2017 nach einer Serie von erfolglosen Spielen gehen.
Keystone
Carlos Bernegger (März 2017 bis August 2017): Der impulsive Trainer war immer wieder Nachwuchs- und Interimstrainer bei GC. Etwas überraschend wurde er nach knapp einem halben Jahr schon wieder ersetzt.
Carlos Bernegger (März 2017 bis August 2017): Der impulsive Trainer war immer wieder Nachwuchs- und Interimstrainer bei GC. Etwas überraschend wurde er nach knapp einem halben Jahr schon wieder ersetzt.
Keystone
1 / 17

----------

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch