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Trostlos, emotionslos, chancenlos

Die Krise beim FC Zürich geht gnadenlos weiter. Das Team von Rolf Fringer zeigt sich im Letzigrund in einer desolaten Verfassung und verliert gegen Schlusslicht Servette 0:2.

Geoffrey Tréand und Eudis sorgten nach einer Stunde mit einer Doublette innerhalb von zwei Minuten für die Entscheidung zugunsten der Gäste vor knapp 10'000 Zuschauern im Letzigrund. Zürich ist mittlerweile seit sechs Spielen zuhause ohne Sieg. Servette feierte im 17. Spiel den zweiten Sieg. FCZ-Captain Philippe Koch ging mit seiner Mannschaft hart ins Gericht: «Das war eine Katastrophe. Wir waren nicht präsent und hatten viel zu viele Fehlpässe. Servette hat sich auch viel mehr aufgeopfert.»

Auch gegen das schwächste Team der Liga war der FC Zürich nicht im Stande, das Zepter in die Hand zu nehmen und dem Spiel den Stempel aufzudrücken. Im Gegenteil: Nachdem sich das Team von Rolf Fringer eine halbe Stunde lang immerhin bemüht hatte und dank den beiden Kopfbällen von Berat Djimsiti (29./31.) ein leichtes Chancenplus aufwies, schlitterten die Zürcher mit Fortdauer der Partie in ein weiteres Debakel.

Vor allem gegen Ende der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit war den Zürchern die Verunsicherung und das mangelnde Selbstvertrauen anzumerken. Symptomatisch dafür waren drei haarsträubende Ballverluste in der Defensive, die den Genfern die ersten Chancen der Partie eröffneten. Während FCZ-Hüter David Da Costa nach Fehlern von Oliver Buff und Milan Gajic gegen Eudis (42.) und Steve Lang (51.) einen Rückstand noch verhindern konnte, war er gegen den Abschluss von Geoffrey Tréand nach einer Stunde machtlos. Stefan Glarner verlor auf der linken Seite ohne Not den Ball, worauf Lang den in der Mitte alleinstehenden Tréand bediente. Knapp 120 Sekunden später war die Partie entschieden. Eudis hatte von der seitlichen Strafraumbegrenzung mit einem herrlichen Schlenzer in die lange Ecke getroffen.

Mit dem zweiten Saisonsieg setzte Servette den Aufwärtstrend der letzten Wochen fort. Die Genfer, die mit zwei Punkten aus zwölf Spielen miserabel in die Saison gestartet waren, verkürzten den Rückstand auf die Zürcher auf sieben Punkte. Aus den letzten fünf Spielen holte die Mannschaft von Sébastien Fournier acht Punkte.

Zürich - Servette 0:2 (0:0)

Letzigrund. - 9705 Zuschauer. - SR San. - Tore: 60. Tréand (Lang) 0:1. 62. Eudis (Tréand) 0:2.

Zürich: Da Costa; Philippe Koch, Djimsiti, Teixeira, Glarner; Buff, Gajic, Schönbächler (46. Pedro Henrique); Drmic (70. Mariani), Gavranovic (65. Chermiti), Jahovic.

Servette: Barroca; Routis, Diallo, Schneider, Ruefli; Pont; Lang, De Azevedo, Pasche, Tréand; Eudis (91. Grippo).

Bemerkungen: Zürich ohne Chiumiento (krank), Benito, Gonçalves, Chikhaoui, Kukeli (alle verletzt oder rekonvaleszent), Kajevic (gesperrt) und Beda (U21), Servette ohne Baumann, Esteban, Gissi, Kusunga, Moubandje, Piccirillo, Pizzinat (alle verletzt) und Kouassi (gesperrt). Verwarnungen: 26. De Azevedo (Foul). 53. Routis (Foul). 56. Gajic (Unsportlichkeit). 77. Buff (Foul). 83. Koch (Foul). 90. Diallo (Foul).

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