Türkische Investoren steigen beim FC Wil aus

Die Investorengruppe um Mehmet Nazif Günal verlässt den FC Wil. Das hat Wils VR-Vize-Präsident an einer Pressekonferenz bestätigt.

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Die türkischen Verwaltungsräte des FC Wil legen ihre Mandate per sofort nieder und kündigen ihr Darlehen. Dies gibt VR-Vize-Präsident Roger Bigger am Mittwoch an einer Pressekonferenz bekannt.

Ein Gremium mit Bigger an der Spitze bildet nun eine Taskforce, um Lösungen zu finden, damit der Spielbetrieb in der Challenge League aufrecht erhalten werden kann. «Wir werden alles versuchen, um den Klub zu retten», so Bigger.

70 Mitarbeiter und hohes Lohnniveau

Die Gründe für den Ausstieg der Investoren um Mehmet Nazif Günal sind nicht bekannt. Bigger: «Ich weiss es nicht.» Seit seinem Einstieg im FC Wil im Sommer 2015 hat Günal gemäss Bigger zwischen 25 und 30 Millionen Franken investiert – in Personal, Spieler und Trainerstaff.

Mittlerweile beschäftigt der FC Wil 70 Mitarbeiter. Mit diesen wurden erste Gespräche geführt. Im Profibetrieb hat der FC Wil ein für Challenge-League-Verhältnisse hohes Lohnniveau.

«Wir sind überzeugt, dass es Lösungen gibt»

Um die Saison in der Challenge League beenden zu können, wird ein Sanierungsplan ausgearbeitet. Das Budget für das nächste halbe Jahr soll auf 2 bis 2,5 Millionen Franken reduziert werden. «Die Spieler müssen schmerzliche Lohneinbussen in Kauf nehmen. Sie wissen aber auch, dass der FC Wil eine gute Plattform ist», so Bigger. «Aber das Gelingen der Sanierungsaktion hängt von den Spielern ab.»

Es würden nun bis zum Ende der Transferzeit am 15. Februar Anfragen für Wil-Spieler kommen, so Bigger. «Wir sind überzeugt, dass es Lösungen gibt.»

Angestellte warten noch auf Januar-Löhne

Die MNG-Gruppe war vor der Saison 2015/16 beim Challenge-League-Klub eingestiegen und investierte grössere Summen in neue Spieler und zur Deckung des Verlustes. Seit einiger Zeit waren aber Geldgeber Mehmet Nazif Günal und Klub-Chef Adullah Cila nicht mehr vor Ort.

Die Angestellten warten noch auf die Januar-Löhne. Bis zum Jahreswechsel waren die Gehälter jeweils fristgerecht ausbezahlt worden.

(mch/si)

Erstellt: 08.02.2017, 18:27 Uhr

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