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U21-Nati lässt Kroatien nicht den Hauch einer Chance

Das Schweizer U21-Nationalteam hat den Fehlstart in die EM-Qualifikation verkraftet. Vier Tage nach dem 0:0 in Estland fuhr das Team von Pierluigi Tami gegen Kroatien einen Kantersieg ein.

Souveräner Auftritt: Steven Zuber (links) und Josip Drmic feiern im Tourbillion.
Souveräner Auftritt: Steven Zuber (links) und Josip Drmic feiern im Tourbillion.
Keystone

Gleich 4:0 fegten die Schweizer den mutmasslich ärgsten Konkurrenten um Rang 2 in der Gruppe vom Rasen des Sittener Tourbillon. Die zehn Gruppensieger und die vier besten Zweiten werden es in die Playoffs schaffen, in denen die sieben Startplätze für Israel 2013 vergeben werden. Von umso grösserer Bedeutung war darum eine Schweizer Reaktion auf die Nullnummer zum Auftakt. Grosser Favorit in der Gruppe 5 bleibt Europameister Spanien, Kroatien hat nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel den Kontakt zur Schweiz bereits verloren.

Die Basis legte die Schweiz mit einer starken Leistung in der ersten Halbzeit, den Deckel setzte der Partie der Doppelschlag durch Pajtim Kasami (80.) und den eingewechselten Haris Seferovic (83.) auf. Am Ende resultierte der höchste Schweizer Sieg auf U21-Stufe seit November 2007 und einem 5:0 gegen Estland.

Mit Ausnahme von vielleicht zweimal zehn Minuten (20. bis 30., 50. bis 60.) kontrollierte Tamis Team das Geschehen problemlos. Im 4-1-4-1 war FCZ-Spieler Oliver Buff die ideale Besetzung als Bindeglied zwischen Abwehr und Mittelfeld, Pajtim Kasami markierte allein mittels seiner Physis massive Präsenz. Und im Sturm ging der neu in die Startformation gekommene und sehr mannschaftsdienlich agierende Josip Drmic weite Wege. Er allerdings letztlich ohne persönliches Erfolgserlebnis.

Schweizer Blitzstart

Dass die Partie den gewünschten Verlauf nahm, war dem Tor von Steven Zuber zu verdanken. Der GC-Akteur erzielte in der 8. Minute das 1:0, indem er eine flache Hereingabe von Rolf Feltscher verwertete. Einzig die folgende Temporeduktion, gepaart mit temporärer Unordnung im Aufbau, brachte die Schweiz etwas aus dem Konzept. Weil mit Toko auch der zweite Feldspieler der Grasshoppers traf, er via Pfosten, stand es nach etwas mehr als einer Stunde 2:0, Kroatiens Widerstand war gebrochen.

Die Doublette durch Kasami und Seferovic, der in den letzten Spielminuten die Niederlage der Kroaten noch deutlicher hätte gestalten können, machte den Kantersieg perfekt. Und sie zeigte auf, wozu die Nachfolge-Generation der EM-Finalisten fähig ist, wenn ihr Raum und Zeit gelassen wird.

«Es hat mir sehr gefallen, wie solidarisch wir auftraten und wie hart wir arbeiteten, als wir in Schwierigkeiten waren. Zu Chancen kamen die Kroaten in dieser Phase ja nicht», fand der Tessiner Coach Pierluigi Tami. Mit Resultat und Leistung war er selbstredend sehr zufrieden. «Der grosse Unterschied zum Spiel gegen Estland, wo wir bereits gut gespielt hatten, war die Effizienz. Wir waren sehr präsent im Strafraum und haben diesmal unsere Chancen auch genutzt.»

si/pbe

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