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Urs Fischer: «Es gab zwei, drei Gläser Weisswein»

Nach Aufstieg und Feier mit Union Berlin hatte der Zürcher Trainer seinen Auftritt vor den Medien.

Nach dem Aufstieg in die Bundesliga singen die Anhänger des 1. FC Union Berlin den Namen des Schweizer Trainers und FCZ-Legende. <i>(Video: Moritz Marthaler)</i>

Wann waren Sie am Dienstagmorgen zu Hause?

Ich glaube, so um halb (lacht). Oder wars Viertel vor? Irgendwann war ich zu Hause. Ich glaube, um halb fünf, fünf.

Wie fühlt man sich als Aufstiegstrainer?

Ich habe nicht im Kopf, dass ich der Aufstiegstrainer bin. Wir haben gemeinsam etwas geschafft – das macht mich froh, glücklich und auch stolz, nicht der Begriff Aufstiegstrainer.

Wie belohnen Sie sich nun? Mit einer neuen Uhr vielleicht?

Ich habe ja eine.

Mit Ferien?

Das sicher. Aber das hat nichts damit zu tun, dass wir den Aufstieg geschafft haben, die Ferien sind schon seit vier Monaten geplant. Ich bin jetzt gar nicht sicher, ob wir am Samstag oder am Sonntag fliegen. Ich weiss aber, dass ich am Donnerstag in die Schweiz fliege.

«Wir haben ein System gefunden, in dem sich die Jungs wohlfühlen.»

Sie haben in diesem Jahr einige Stammspieler auf die Bank gesetzt oder deren Rolle verändert – und es scheint gut gegangen zu sein. Wie haben Sie das moderiert?

Wichtig ist, immer wieder das Gespräch zu suchen und zu erklären, warum du dich wie entschieden hast. Das kannst du aber nicht zehnmal machen. Irgendwann fehlen dir die Argumente, und der Spieler wird nicht zufriedener, nur weil du mit ihm geredet hast. Die Spieler haben ihre Rollen einfach toll angenommen. Sie waren keine Egoisten, das Team stand stets im Vordergrund. Anders wäre der Aufstieg kaum möglich gewesen.

Was schwebt Ihnen vor für die neue Saison?

Die defensive Stabilität hat uns in dieser Saison sicher geholfen. Wir haben ein System gefunden, in dem sich die Jungs wohlfühlen. Aber wenn es ums Spiel nach vorne geht, um die Präzision, die Schnelligkeit mit dem Ball, darum, auch in Drucksituationen spielerische Lösungen zu finden, dann sehen wir noch Potenzial und Möglichkeiten. Daran werden wir arbeiten.

Sie möchten also in der Bundesliga besseren Angriffsfussball spielen?

Wer will das nicht? Aber am Schluss musst du die richtige Mischung finden. Die Bundesliga wird eine grosse Herausforderung für uns werden, denn die Unterschiede der Budgets müssen sich ja irgendwo niederschlagen. Wenn es auch mit viel weniger Geld ginge, wären die anderen, die mehr ausgeben, ja doof. Diese Kluft kannst du aber mit einer guten Organisation und Kompaktheit, mit Teamgeist und Solidarität verringern.

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