Sticheleien und Druck vor WM-Final

Titelverteidiger USA mit Starspielerin Megan Rapinoe ist gegen Holland klarer Favorit. Beim Europameister stören sie sich über die Haltung der Gegnerinnen.

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Nach 30 Tagen geht die Weltmeisterschaft der Frauen mit dem Final zwischen Titelverteidiger USA und Europameister Holland in Lyon zu Ende. Die Amerikanerinnen können wieder auf Starspielerin Megan Rapinoe zurückgreifen, die im Halbfinal gegen England wegen muskulärer Probleme pausieren musste. Beim Kampf um den insgesamt vierten WM-Titel nach 1991, 1999 und 2015 will die 34-Jährige aber wieder ihrem Team helfen. «Ich fühle mich fit. Stand heute kann ich im Final spielen und freue mich sehr darauf», sagte Rapinoe auf der Abschluss-Pressenkonferenz des US-Teams am Samstag.

Anders als der ältesten Mannschaft des Turniers fehlt den Holländerinnen ein wenig Erfahrung auf dem Niveau, auch wenn sie vor zwei Jahren ihre Heim-EM gewannen. Schon der Einzug ins WM-Halbfinal war eine Premiere für das Team von Trainerin Sarina Wiegmann, nun geht es vor Millionen Zuschauern am TV und gut 58 000 im Stade de Lyon um den bedeutendsten Titel. Die Oranjeleeuwinnen fühlen sich wohl in ihrer Aussenseiterrolle. Und sie haben royale Unterstützung. König Willem-Alexander hat sich als Gast angesagt.

Ein Spiel wie jedes andere

Mit kleinen verbalen Scharmützeln versucht man, sich gegenseitig ein wenig zu verunsichern. «Ich finde, dass die USA ein bisschen arrogant geworden sind in der Art und Weise, wie sie über uns sprechen. Sie beglückwünschen uns förmlich schon zum zweiten Platz», sagte Danielle van de Donk. «Der Final ist wie jedes andere Spiel – es geht mit 0:0 los, und es gibt mindestens 90 Minuten zu spielen. Wir werden auf dem Platz zeigen, wie sehr wir Weltmeister werden wollen.»

Rapinoe räumte ein: «Der Druck, der auf uns lastet, ist enorm.» Alex Morgan kündigte mit typisch amerikanischem Selbstbewusstsein und Pathos an: «Wir wollen die Geschichte zu Ende erzählen. Wir haben die Mentalität. Wir sind die Nummer eins der Welt und haben viel Selbstvertrauen.»

(dpa)

Erstellt: 07.07.2019, 13:07 Uhr

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