Messi ist zum sechsten Mal Weltfussballer

Der Argentinier schlägt bei der Wahl Cristiano Ronaldo und Virgil van Dijk. Es ist ein eher überraschender Sieg.

Zum sechsten Mal: Lionel Messi ist Weltfussballer. (Video: SRF)

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Lionel Messi ist als erster Spieler zum sechsten Mal Weltfussballer. Er wurde am Montagabend vom Weltverband Fifa in der Mailänder Scala ausgezeichnet. Messi feierte in dem altehrwürdigen Opernhaus seinen wiedererrungenen alleinigen Rekord – der fünfmalige Titelträger Cristiano Ronaldo, der wie Liverpools Virgil van Dijk das Nachsehen hatte, war nicht anwesend.

Messi hatte bereits in den Jahren 2009, 2010, 2011, 2012 und 2015 triumphiert und in den vergangenen Monaten eine starke, wenn auch nicht alles überragende Saison gespielt. Mit den Katalanen hatte der 32-Jährige erneut die spanische Meisterschaft gewonnen, in der Champions League war Barcelona nach einem dramatischen Rückspiel (0:4) am späteren Titelträger FC Liverpool gescheitert.

Rapinoe holt den nächsten Award

Bei den Frauen ist Weltmeisterin Megan Rapinoe zur Weltfussballerin gewählt worden. Die 34-Jährige, die mit ihrer Stimme gegen soziale Missstände und US-Präsident Donald Trump weit über den Fussball hinaus Bekanntheit erlangt hat, setzte sich bei der Abstimmung gegen ihre US-Teamkollegin Alex Morgan und die Engländerin Lucy Bronze durch, die vor allem auf Vereinsebene überzeugt hatte.

Megan Rapinoe holt wenig überraschend den nächsten Award ab. (Video: SRF)

Rapinoe war in Frankreich als WM-Torschützenkönigin mit dem Goldenen Schuh und als beste Spielerin des Turniers mit dem Goldenen Ball ausgezeichnet worden. Ihre bewegende Ansprache beim Triumphzug der US-Fussballerinnen durch New York ging um die Welt. «Wir müssen mehr lieben, weniger hassen. Mehr zuhören, weniger reden. Es ist unsere Verantwortung, die Welt zu einem besseren Ort zu machen», hatte sie gesagt. Einen möglichen Besuch bei Trump im Weissen Haus hatten die Nationalspielerinnen aus Protest gegen dessen US-Politik schon vor einer Einladung abgelehnt.

Klopps Premiere

Der Award für den besten Trainer des Jahres ging wenig überraschend an Liverpool-Coach Jürgen Klopp. «Wow! Was kann ich sagen?! Ich muss mich bei vielen Menschen bedanken, angefangen bei meiner Familie, die daheim sitzt und hoffentlich zuschaut», sagte dieser sichtlich beeindruckt. Er setzte sich gegen Pep Guardiola (Manchester City) und Mauricio Pochettino (Tottenham Hotspur) durch. «Das hätte niemand erwartet, als ich vor über 20 Jahren angefangen habe. So ist der Fussball. Ich muss mich bei meinem überragenden Club FC Liverpool bedanken, bei den Eigentümern, beim Team, ganz besonders beim Team. Ich bin sehr stolz.»

Die weiteren Gewinner:

  • Trainerin des Jahres: Jill Ellis, Frauen-Nationalteam USA
  • Torhüter des Jahres: Alisson Becker, Liverpool und Brasilien
  • Torhüterin des Jahres: Sari van Veenendaal, Atlético und Niederlande
  • Tor des Jahres: Daniel Zsori, Debrecen und Ungarn
  • Fairplay-Award: Marcelo Bielsa, Trainer von Leeds United
  • Fan-Award: Silvia Grecco mit ihrem blinden Sohn Nicolas

Teams des Jahres:

Männer: Alisson; de Ligt, Ramos, van Dijk, Marcelo; de Jong, Modric; Messi, Mbappé, Hazard, Ronaldo.

Frauen: van Veenendaal; Bronze, Renard, Fischer, O'Hara; Henry, Lavelle, Ertz; Rapinoe, Morgan, Marta.

(dpa)

Erstellt: 23.09.2019, 20:28 Uhr

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