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Verfahren gegen Xhaka – trotz Entschuldigung

Jetzt muss der Schweizer Internationale Granit Xhaka auch um seine WM-Teilnahme in Brasilien bangen.

Wortgefecht: Granit Xhaka beschwert sich nach seiner Gelb-Roten Karte bei Schiedsrichter Peter Gagelmann.
Wortgefecht: Granit Xhaka beschwert sich nach seiner Gelb-Roten Karte bei Schiedsrichter Peter Gagelmann.
Keystone

Borussia Mönchengladbachs Spieler Granit Xhaka hatte nach der 2:4-Niederlage in Freiburg nach seinem Platzverweis Schiedsrichter Peter Gagelmann schwer beleidigt. Der Schweizer Internationale forderte sogar eine Sperre für den Spielleiter. «Wenn man da Gelb-Rot gibt, hat der Schiedsrichter in der Bundesliga nichts zu suchen. Er sollte da nicht mehr pfeifen. Ich fühle mich verschaukelt. Das war eine Frechheit.»

Xhaka hatte sich auf der Homepage von Borussia Mönchengladbach umgehend bei Gagelmann entschuldigt. «Ich war total enttäuscht und wütend – vor allem auf mich selbst wegen der zweiten, unnötigen Gelben Karte. Dann bin ich auch noch zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort explodiert, nämlich nach dem Spiel im Gespräch mit einigen Journalisten», erklärte der Schweizer, der sich möglicherweise auf Druck des Vereins zu dieser Entschuldigung durchgerungen hatte.

Was macht jetzt Hitzfeld?

Doch wie Redaktion Tamedia bereits vermutet hat, kommt die Entschuldigung für Xhaka zu spät. Denn jetzt hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) tatsächlich ein Ermittlungsverfahren gegen den 21-Jährigen eingeleitet. Weil der DFB in der Vergangenheit bei Schiedsrichterbeleidigungen stets rigoros durchgegriffen hat, wird Xhaka bestimmt nicht nur für ein Spiel, sondern wohl mindestens für die restlichen drei Saisonpartien gesperrt. Nach Angaben des DFB hat der Kontrollausschuss Xhaka schriftlich zu einer zeitnahen Stellungnahme aufgefordert. Nach Vorliegen und Auswertung der Stellungnahme wird der Kontrollausschuss über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden.

Falls Xhaka bis auf weiteres gesperrt würde, käme auch der Schweizer Nationalcoach Ottmar Hitzfeld in einen Gewissenskonflikt. Der Lörracher hatte stets betont, dass er einzig Spieler mit genügend Spielpraxis für die WM in Brasilien nominieren würde. Doch das ist bei Xhaka keineswegs der Fall. Der Basler gehörte zuletzt bei Gladbachs Trainer Lucien Favre nicht mehr oft zur Startelf. Seit dem 1. März kam Xhaka gerade nur auf 190 Spielminuten. Hitzfeld muss entscheiden, ob das zu wenig ist für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Brasilien, die im Juni beginnt.

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