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Vogel: «Anliker ist naiv und verantwortungslos»

Im GC-Machtkampf äussert sich nun auch der viel kritisierte Erich Vogel. Vor allem Präsident Anliker und CEO Huber kommen nicht gut weg.

Erich Vogel übt scharfe Kritik an der Führungsetage der Grasshoppers.
Erich Vogel übt scharfe Kritik an der Führungsetage der Grasshoppers.
Walter Bieri, Keystone

Endlich wieder gute News aus dem Hause Grasshoppers: 4:3 gewinnen die Zürcher gegen Lugano, einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. GC verschafft sich mit dem Sieg etwas Luft in der engen zweiten Hälfte der Tabelle. Verlieren nämlich Sion und Lausanne gegen Basel und YB, haben die Hoppers vier Punkte Vorsprung auf den letzten Platz. Alles gut also in Niederhasli?

Mitnichten. Denn GC wäre in dieser Saison wohl nicht GC, wenn es nicht wieder rumoren würde. Diesmal ist es Erich Vogel, der sich im Interview mit dem «Sonntags-Blick» zum Machtkampf in der Führungsetage der Hoppers äussert. Und Vogel hält sich nicht zurück, der 79-Jährige - selbst von vielen Seiten kritisiert - sieht das Problem bei GC vor allem in Präsident Stephan Anliker und CEO Manuel Huber.

«Der schlechteste Präsident seit 1949»

Vogel, der heute als Berater der GC-Mehrheits-Aktionäre Heinz Spross und Peter Stüber tätig ist, bemängelt die Zusammenstellung des Kaders. «Es wurden auf dem Transfermarkt einfach Spieler zusammengekauft, die den Sportchefs Manuel Huber und später Mathias Walther von den Spieleragenten angeboten wurden», sagt er. Mit einem gezielten Scouting habe das nicht das Geringste zu tun.

Auch für Präsident Stephan Anliker hat Vogel kaum gute Worte übrig. Naiv und verantwortungslos sei es, wenn dieser die operative Führung einem 26-Jährigen (Huber, heute 30) überlasse. «Ich an Anlikers Stelle hätte seit Monaten schlaflose Nächte», sagt Vogel. Und: «Anliker hätte schon längst zurücktreten müssen.» Vogel, selbst einst Trainer und Sportchef der Grasshoppers, sieht in Anliker den schlechtesten GC-Präsidenten seit 1949.

Er betont im Interview zudem, dass die Vorwürfe, er mische sich bei GC ins Tagesgeschäft ein, nicht gerechtfertigt seien. Als er gefragt wird, wie es mit ihm und GC weiter gehe, antwortet er: «Heinz Spross (einer der drei Mehrheits-Aktionäre) zieht sich aus dem Club zurück – und Vogel zeigt sich mit ihm solidarisch und fliegt auf seinen Adlerhorst zurück.»

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