Von Akanjis Toprolle bis Zubers Kampf

Die Aussichten der Schweizer in der Bundesliga: Unbestrittene Stammspieler sind zum Saisonstart nur 6 von 17.

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Partner von Hummels:
Manuel Akanji, Dortmund

Der Konkurrenzkampf in Dortmund ist auf allen Positionen intensiv. Manuel Akanji, erst 24, ist als kompletter Innenverteidiger an der Seite von Zugang Mats Hummels (von den Bayern) gesetzt und ein Leistungsträger. Lucien Favre schätzt ihn sehr. Favre ist neben Aufsteiger Urs Fischer (Union Berlin) und Martin Schmidt (Augsburg) einer von drei Schweizer Trainern in der Bundesliga.

Rechtzeitig fit:
Roman Bürki, Dortmund

Die Nummer 1 beim grossen Herausforderer von Serienmeister Bayern. Fehlte zuletzt verletzt, ist aber wieder einsatzbereit. Er muss sich auf hohem Niveau stabilisieren, um den Ansprüchen beim selbst ernannten Titelkandidaten Dortmund zu genügen.

Wächst im Schatten:
Nico Elvedi, Gladbach

Steht oft im Schatten von Auslandschweizern mit mehr Prominenz. Ist dank Vielseitigkeit, Zweikampfstärke und Ruhe in der Gladbacher Innenverteidigung gesetzt. Letzte Saison fehlte ihm zuweilen die Konstanz, aber man darf nicht vergessen, dass er noch immer erst 22 ist.

Neuer Anlauf:
Breel Embolo, Gladbach

Lanciert die Karriere neu nach auch verletzungsbedingt enttäuschender Zeit bei Schalke. Muss seine unbestrittene Klasse endlich dauerhaft beweisen. Vorerst ohne Stammplatz, aber Embolo bringt vieles mit, um sich trotz starker Konkurrenz im Angriff (Plea, Thuram, Raffael) durchzusetzen.

Königstransfer im Zentrum:
Edimilson Fernandes, Mainz

Es wäre dem feinen Fussballer zu wünschen, dass er endlich länger bei einem Verein bleibt. In Mainz geniesst der 23-Jährige als Königstransfer im zentralen Aufbau einen hohen Stellenwert.

Wichtig neben dem Platz:
Gelson Fernandes, Frankfurt

Der Fussballwanderer ist in Frankfurt sesshaft geworden. Trainer Adi Hütter schwärmt von den Führungsqualitäten Gelsons – auf und insbesondere neben dem Platz. Gelson wird erneut auf seine Einsätze kommen, selbst wenn er in den Wunschaufstellungen nicht auftaucht.

Beste Jahre auf der Bank:
Marwin Hitz, Dortmund

Ist der wohl beste Ersatzgoalie der Liga. Spielte im Supercup gegen Bayern München und in der 1. Cuprunde gegen Uerdingen (jeweils 2:0) zu null. An Bürki aber kommt er nicht vorbei. Und verbringt seine besten Goaliejahre grösstenteils auf der Bank.

Auf Clubsuche:
Michael Lang, Gladbach

Der neue Gladbach-Trainer Marco Rose hat mit Stefan Lainer seinen Lieblingsspieler aus Salzburg als Rechtsverteidiger mitgebracht. Langs Perspektive ist schlecht. Es würde nicht überraschen, sollte er noch im August einen neuen Arbeitgeber haben.

Vorerst ausgebremst:
Kevin Mbabu, Wolfsburg

Wolfsburg gab rund zehn Millionen Franken Ablösesumme für ihn aus, was für einen Aussenverteidiger eine respektable Summe ist. Mbabu würde perfekt ins 3-4-3-System Wolfsburgs passen – als Pendant zum überzeugenden Jerome Roussillon auf der linken Seite. Trotz seiner aussergewöhnlichen Energie muss er sich jedoch gedulden. Der Brasilianer William, letzte Saison flatter- und fehlerhaft, hat seinen Stammplatz bisher erfolgreich verteidigt.

In der Warteposition:
Admir Mehmedi, Wolfsburg

Unter Bruno Labbadia letzte Saison meistens Stammkraft. Nachfolger Oliver Glasner setzte bisher noch nicht auf Mehmedi, doch der fleissige Offensivspieler hat meistens einen Weg gefunden, sich in die Mannschaft zu spielen.

Unverständliche Planung:
Yvon Mvogo, Leipzig

In Leipzig seit 2017 in der Sackgasse. Verpasste nicht nur die zwei YB-Meistertitel, sondern auch jede Menge Einsätze. Peter Gulacsi, der äusserst solide Ungar, ist nicht zu verdrängen – und wurde auch nicht wie erwartet in die Premier League verkauft. So ist Mvogo erneut Ersatzgoalie. Es ist unverständlich, darf er nicht bei einem anderen Club Spielpraxis sammeln. Leipzig hat nichts davon, und Mvogos Talent wird verschwendet.

Sehr gut, aber nicht gross:
Yann Sommer, Gladbach

Ist unbestritten ein sehr guter, aber kein ganz grosser Torhüter. Darum spielt er in Gladbach. Zumindest auf der Linie ist Sommer Weltklasse. Stellt er seine Mängel bei der Strafraumbeherrschung ab, kann die Nummer 1 der Schweiz immer noch ein grosser Keeper werden.

Verletzung zum Einstand:
Djibril Sow, Frankfurt

Wieder mit Coach Adi Hütter vereint, mit dem er bei YB 2018 Meister wurde. Sow verletzte sich gleich zu Beginn der Vorbereitung, steht aber bald wieder zur Verfügung. Aufgrund seiner Übersicht, Ballsicherheit und Technik sollte er keine Probleme haben, sich bei Frankfurt zu etablieren. Und bestätigt er als zentraler Mittelfeldspieler seine Fortschritte bezüglich Torgefährlichkeit, könnte er eines Tages zum Thema bei noch grösseren Clubs werden.

Der perfekte Joker:
Renato Steffen, Wolfsburg

In der Hierarchie hinter Admir Mehmedi. Weil der schnelle Flügel unberechenbar ist, wird er als Joker Chancen erhalten.

Früher Wechsel:
Ruben Vargas, Augsburg

Es war mutig von ihm, schon mit 20 vom FC Luzern in die Bundesliga zu gehen. Trainer Martin Schmidt ist ebenfalls Schweizer, er dürfte dem flinken, frechen Flügel Gelegenheit geben, sich zu beweisen.

Neustart unter Rose:
Denis Zakaria, Gladbach

Stagnierte nach ziemlich beeindruckender erster Saison in den vergangenen 12 Monaten. Darum ist er immer noch in Gladbach. Sein immenses Potenzial soll er nun unter Marco Rose wieder entfalten. Rose gilt nach seinen Erfolgen in Salzburg als einer der aufregenden Trainer Europas. Das 4-4-2-System mit Raute im Mittelfeld sowie der angestrebte Hochgeschwindigkeitsfussball sind ideal für Zakaria. Mit seiner Athletik und Wucht könnte er prädestiniert sein für die Premier League. Die englischen Topclubs beobachten ihn weiter.

Vielseitigkeit als Vorteil:
Steven Zuber, Hoffenheim

Überzeugte als Leihgabe trotz Stuttgarts Abstieg über weite Strecken. Zurück in Hoffenheim, kämpft er erneut um einen Stammplatz. Seine Polyvalenz auf der Seite ist ein Plus.

Erstellt: 17.08.2019, 08:40 Uhr

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