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Von Beruf: Schiedsrichter

Die sieben Schweizer Fifa-Unparteiischen und sechs der zehn Fifa-Assistenten werden teilprofessionalisiert. Die jährlichen Gesamtkosten werden auf 3,25 Millionen Franken erhöht.

Ein Amateur unter Profis: Solche Situationen könnten für Schweizer Schiedsrichter (hier Fedayi San) mit der von der SFL initiierten Teilprofessionalisierung bald der Vergangenheit angehören.
Ein Amateur unter Profis: Solche Situationen könnten für Schweizer Schiedsrichter (hier Fedayi San) mit der von der SFL initiierten Teilprofessionalisierung bald der Vergangenheit angehören.
Keystone

Als Cyril Zimmermann noch Spiele in der Super League leitete, war das für ihn ein Hobby, in das er zwar viel Zeit investierte. Aber er galt – eigentlich – als Amateur, der sein Geld als Angestellter einer Bank verdiente. 2012 hörte er auf, auch, weil die Belastung für ihn zu gross wurde.

An diesem winterlichen Dienstagmorgen sitzt er in der Presidents Lounge des Stade de Suisse und darf von einem «Meilenstein» reden: Der Schweizerische Fussballverband (SFV) und die Swiss Football League (SFL) haben sich zur Teilprofessionalisierung der Schiedsrichter ab 1. Januar 2018 entschlossen. Konkret heisst das: Die sieben Fifa-Schiedsrichter müssen ihr Engagement im angestammten Beruf auf mindestens 50 Prozent, die sechs der zehn Assistenten auf 60 Prozent reduzieren. Und Zimmermann kümmert sich als neuer Elite Referee Manager um diese Gruppe.

Geschaffen worden ist «der Beruf Schiedsrichter», so sagt das Liga-Präsident Heinrich Schifferle. Das ist auch mit deutlich mehr Kosten verbunden, und für einen Grossteil kommt die SFL auf. Sie erhöht den jährlichen Beitrag von 2 auf 2,5 Millionen Franken. Der SFV steuert in Zukunft 200’000 Franken mehr bei. Alles in allem stehen für die Schiedsrichter nun 3,25 Millionen Franken bereit.

Neues Jahresgehalt: 41’000 Franken pro Jahr

Ein teilprofessionalisierter Schiedsrichter erhält neu ein Fixum von 41’000 pro Jahr, 17’000 Franken mehr als bisher. Dazu beträgt die Entschädigung pro Match 1250 Franken. Der Lohn der Assistenten wurde noch deutlicher erhöht – von 4000 auf über 30’000 Franken.

«Wir wollen besseren Fussball», sagt Laurent Prince, der Technische Direktor des SFV, «und da ist es auch hilfreich, wenn unsere Schiedsrichter wieder in der Champions League und an Endrunden dabei sind – und die Erfahrungen, die sie auf diesem Niveau machen, in unserer Liga einbringen.» Und: «Wir versuchen, die Grundlage dafür zu schaffen, dass die zunehmende Belastung unserer besten Spielleiter besser verarbeitet werden kann. Der moderne Fussball entwickelt sich rasant, er wird schneller und dynamischer. Wenn wir diese Herausforderung auf Ebene Spielleitung meistern wollen, müssen wir die Schiedsrichter sowie die Assistenten noch fitter machen.»

13 Referees und Assistenten mit neuem Status:Die folgenden sieben Schiedsrichter werden mit Beginn der Rückrunde in Super League und Challenge League künftig als Halbprofis die Spiele leiten: Alain Bieri, Adrien Jaccottet, Stephan Klossner, Fedayi San und Sandro Schärer sowie die neu in den Status des FIFA-Schiedsrichters aufrückenden Urs Schnyder und Lionel Tschudi. Die künftigen Halbprofis unter den Assistenten sind Stéphane De Almeida, Vital Jobin, Raffael Zeder, Remy Zgraggen, Bekim Zogaj und Marco Zürcher.

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