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Was Angela Merkel Boatengs Vater zurief

Die Bundeskanzlerin interviewte am Sonntag Weltmeister Jérôme Boateng. Dabei schwang auch die peinliche Aussage eines Politikers mit.

Bundeskanzlerin Angela Merkel interviewt Weltmeister Jérôme Boateng.
Bundeskanzlerin Angela Merkel interviewt Weltmeister Jérôme Boateng.
Keystone

Tag der offenen Tür im Kanzleramt am Sonntag. Prominenter Gast war auch Bayerns Abwehrchef Jérôme Boateng, der zurzeit noch verletzt ist und deshalb den Saisonstart beim 6:0-Sieg gegen Bremen verpasste.

Bundeskanzlerin Angela Merkel nutzte den Anlass, um Weltmeister Jérôme Boateng höchstpersönlich zu interviewen. Merkel entschuldigte sich eingangs bei Boateng, dass sie nicht zur Europameisterschaft in Frankreich hätte kommen können.

Auch das Thema «Migration und Integration» wurde angesprochen. Dafür ist Boateng geradezu ein Musterbeispiel. Seine Mutter ist Deutsche, sein Vater Ghanaer. Boateng ist in Berlin-Charlottenburg aufgewachsen und avancierte bei den Bayern zu einem Weltstar.

Merkels Antwort

Kurz vor der EM hatte AfD-Politiker Alexander Gauland mit einer peinlichen Aussage für Entrüstung gesorgt. Die Menschen fänden Boateng als Fussballer zwar gut. «Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben», gab dieser von sich. «Der Satz, der da gefallen ist, ist ein niederträchtiger und ein trauriger Satz», erklärte damals Regierungssprecher Steffen Seibert auf die Frage eines Journalisten, wie Merkel den Bericht über Gauland in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» bewerte.

Merkel gab nun am Sonntag am Tag der offenen Tür indirekt noch einmal eine passende Antwort darauf, indem sie Boatengs Vater, der im Publikum sass, demonstrativ zurief: «Einen tollen Sohn haben Sie, da können Sie stolz sein.»

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