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Weilers flammender Appell an die Nürnberger Traumtänzer

Nach seinem Amtsantritt hatte der Schweizer Trainer René Weiler den 1. FC Nürnberg aus der Abstiegszone geführt. Viele träumten bereits von einem sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga. Doch nach der bitteren 1:2-Niederlage zum Rückrundenauftakt ausgerechnet bei der heimschwächsten Mannschaft, dem FSV Frankfurt, kehrte die Ernüchterung ein. Und Weiler richtet im Millionenblatt «Bild» sogleich einen flammenden Appell an die Nürnberger Traumtänzer. «Man muss den Realitäten in die Augen schauen. Auch, wenn viele das nicht wahrhaben wollen. Wir sind genau dort, wo wir hingehören. Und das ist im Mittelfeld der 2. Liga.» In dieser Liga werde Fussball nicht oft gespielt, sondern gearbeitet. Dazu brauche es aber die nötige Mentalität. «Doch wenn du diese Mentalität in dieser Liga nicht mitbringst, dann werden noch einige Spiele so laufen wie in Frankfurt. Viele schwelgen hier noch in Sphären, die sich mit der Aktualität nicht decken. Man muss sich das verdienen, dass man eines Tages wieder in der ersten Liga spielt. Das geht nicht dadurch, dass man immer wieder die grosse Geschichte erwähnt.»
Bayerns Abwehrchef Jérôme Boateng wurde für sein Notbremsefoul, das zu einem Strafstoss führte, mit drei Spielsperren belegt – weil er als Wiederholungstäter gilt. Gegen dieses Urteil legte der deutsche Rekordmeister nun mit Erfolg Protest ein, weil seit längerem die «Wiederholungstäter-Regel» nur noch bei groben Fouls oder Tätlichkeiten angewandt wird. Prompt wurde die Strafe auf zwei Sperren reduziert, was allerdings eine grosse Farce ist. DFB-Richter Hans E. Lorenz erklärte während der Verhandlung in Frankfurt nämlich: «Wäre im vorliegenden Fall der Elfmeter verwandelt worden, hätte Jérôme Boateng trotz Vorbelastung nur ein Spiel Sperre erhalten.» Torhüter Manuel Neuer, der gemeinsam mit Boateng in Brasilien Weltmeister wurde, hatte den schwach getretenen Penalty von Eric Maxim Choupo-Moting gehalten, was den Richter dazu veranlasste, Boateng süffisant zu fragen: «Hat Herr Neuer etwas gegen Sie?»
Der FC Wohlen, der Überraschungs-Leader der Challenge League, verblüfft weiter und nutzte zum Rückrundenstart den Patzer von Verfolger Lugano, der zu Hause gegen Schlusslicht Biel bloss ein 1:1 erreichte. Das Team von Ciriaco Sforza gewann in Wil mit 2:0 und baute den Vorsprung an der Tabellenspitze auf drei Punkte aus. Die Tore für die Aargauer erzielten Roman Buess und Mario Bühler.
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