Weltmeister Iniesta litt unter Depressionen

Der Spanier Andrés Iniesta gestand im Fernsehen, dass er 2009 eine äusserst schwierige Zeit durchmachte.

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2009 war der FC Barcelona die Fussballmacht in Europa. Die Katalanen gewannen unter Trainer Pep Guardiola das Triple von Meisterschaft, Cup und Champions League. Einem war innerlich damals aber keineswegs zum Jubeln zumute: Andrés Iniesta. Der 34-jährige Spanier gab nun in der Sendung «Salvados» im spanischen TV-Sender La Sexta Auskunft über dunkle Momente seiner Karriere.

Er habe sich 2009 in psychologische Behandlung begeben und Medikamente genommen, um die depressive Phase zu überstehen, so der ehemalige Barcelona-Star und heutige Spieler des japanischen Erstligisten Vissel Kobe: «Der Drang bei mir, zur Behandlung zu gehen, war so gross, dass ich schon immer 15 Minuten vor Beginn da war.»

Tod eines Fussballprofis

Begonnen hatten Iniestas Depressionen mit dem Tod des Captains von Espanyol Barcelona, Daniel Jarque. Dieser war 2009 mit nur 26 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. «Ich hatte den Wunsch, dass die Nacht anbricht. Gegen die Depression habe ich eine Tablette genommen, um auszuruhen.»

Der Fussballer wurde in der Sendung gefragt, ob er auch an Selbstmord gedacht hatte. Wer mit einer Depression lebe, sei nicht sich selbst, antwortete Iniesta und fügte an: «Du bist verletzbar, und es gibt sehr schwierige Momente, dein Leben zu kontrollieren.»

Iniesta holte 2008 und 2012 mit Spanien den EM-Titel und wurde 2010 Weltmeister. Ausserdem gewann er mit Barça viermal die Champions League. (hua)

Erstellt: 26.11.2018, 16:18 Uhr

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