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«Wenn du nicht gespannt bist, bist du tot»

«Wir haben nach der EM 75 Prozent der Spieler ausgetauscht»: Stanislaw Tschertschessow. Foto: Carl Recine (Reuters)

Seit Sie vor einem Jahr Nationaltrainer wurden, fehlen Siege. Freuen Sie sich noch auf Ihre Aufgabe?

Durchaus nicht.

Aber die Erwartungshaltung in Russland ist enorm. Manche in Ihrem Verband fordern bei der WM Platz 4, mindestens.

Sie haben davon gesprochen, mit einer jungen, hungrigen Mannschaft eine neue Spielidee verfolgen zu wollen.

Sie setzen also vor allem auf ­Ballbesitz?

Was ist Ihr Leitbild?

Wo stehen Sie?

«Bei uns gibt es keine Stammspieler. Bei uns gibt es Spieler, die von Anfang an spielen.»

Sie haben viele junge Spieler für den Confed-Cup berufen, bekanntere Namen fehlen.

Aber die Jüngeren lassen sich ­vermutlich eher auf neue Ideen ein – auf Ihre Ideen.

2008, nach dem Halbfinal-Out an der EM, waren russische Spieler in Europas Ligen sehr begehrt. Ihre Nationalspieler sind fast alle in Russland beschäftigt. Ist das schlimm?

Wobei man auch nicht dümmer wird, wenn man Zeit im Ausland verbringt.

Wie steht es um die russische Liga?

Das Geld sitzt bei den Clubs nicht mehr so locker?

Russische Juniorenteams waren zuletzt durchaus erfolgreich, aber den Weg zu den Erwachsenen haben nicht viele Spieler gefunden.

«Natürlich ist das Ergebnis der ­Tabelle das Wichtigste, und am Ende gibt es nur einen Pokal. Wir werden um diesen Pokal kämpfen.»

Was wäre für Sie ein gutes Ergebnis in den kommenden Wochen?

Wie sehr dürfen sich die ausländischen Fans auf die beiden Turniere freuen?

Über vielen dieser Turniere liegt allerdings ein Schatten: Während der teuren Prestigespiele in Sotschi wurden Aktivisten verhaftet, über die Kosten und die Rechte von Arbeitern in den WM-Stadien gab es zuletzt negative Berichte. Russische Hooligans waren bei der EM vor einem Jahr auffällig. Im McLaren-­Report tauchen diverse Fussballer auf, die vom Staatsdoping profitiert haben sollen . . .

Wie meinen Sie das?

Viele Fans mit sehr vielen Bengalos.

Was den Problemen in Russland nicht die Kraft nimmt . . .

Warum wollten Sie Trainer werden?

Wer hat Sie geprägt?

. . . Fingerspitzengefühl hatten?

Wie würden Sie sich als Trainer beschreiben?

Na gut: Wie hätte der Trainer Tschertschessow den Spieler Tschertschessow charakterisiert?