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Wenn ein Missgeschick mit Freistoss belohnt wird

Die Fifa will für die kommende Saison beim Offside eine gravierende Änderung vornehmen. Das passive Abseits wird aktiv gewertet, sobald ein Verteidiger dem Angreifer unabsichtlich in die Füsse spielt.

Die Diskussionen um den Sinn und Zweck der Abseitsregel sind so alt wie die Regel selbst. Jetzt sorgt aber eine neue Auslegung für weiteren Gesprächsstoff. Wie diverse deutsche Medien berichten, gibt die Fifa für die kommende Saison einen neuen Massstab vor: Die Schiedsrichter pfeifen Freistoss, wenn der Ball durch eine unabsichtliche Abwehraktion zu einem gegnerischen Angreifer gelangt, der zuvor im passiven Abseits stand.

«Hier liegt genau die Krux», sagt der ehemalige Schweizer Schiedsrichter Daniel Käser, «was ist eine absichtliche oder unabsichtliche Abwehraktion?», fragt Käser, Head Referee Departement SFV. Ein Beispiel: ein unbewusster Abpraller vom Rücken oder Fersen ist als unabsichtliche Aktion zu werten. Erkennt der Unparteiische beim Verteidiger aber den Willen, den Ball zu spielen, muss der Abwehrspieler bei einem Fehlpass mit den Folgen seines Unvermögens rechnen.

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