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Wenn Goalies unter der Hitze leiden

Das Fussball-Wochenende wurde von Schnitzern der Goalies geprägt. In der Super League, aber vor allem bei einem Test in Dresden.

Verschätzt: Keeper Jed Steer macht beim Führungstreffer von Dynamo keine gute Falle. (Video: Tamedia)

Lag es an der Hitze? In den Sonntagsspielen der Super League sahen gleich drei Torhüter bei Gegentoren schlecht aus. Doch der schlimmste Bock passierte tags zuvor dem Keeper von Aston Villa, schon fast nach guter, traditioneller englischer Goalie-Manier. Jed Steer wollte in der 26. Minute an der Strafraumgrenze einen harmlosen Ball der Gastgeber mit der Hand aufnehmen, doch der ehemalige FCZ-Stürmer Moussa Koné spielte seine Schnelligkeit aus, klaute dem Keeper den Ball und spedierte ihn problemlos ins verlassene Tor.

Die fast 10'000 Dynamo-Fans beklatschten den Treffer lautstark und amüsierten sich köstlich über den Patzer des Gäste-Schlussmannes. Am Ende lachte allerdings der Zweitligist aus Birmingham, der dank einer Doublette von Andre Green nach dem cup of tea mit 2:1 gewann.

Die Schweizer Schlussmänner ziehen nach

Die Hitze tat offensichtlich auch Steers Berufskollegen in der Schweiz 24 Stunden später nicht gut. Thuns Guillaume Faivre eröffnete den Reigen der sonntäglichen Goalie-Patzer nach einer halben Stunde. Im Spiel gegen den FC Luzern verschätzte sich der 31-Jährige bei einem Steilpass von Luzerns Filip Ugrinic deutlich. Gleich um mehrere Meter kam er im Laufduell mit Francisco Rodriguez zu spät. Rodriguez konnte dadurch unbedrängt zum 1:0 für die Luzerner einschieben.

Video: Tamedia/SRF

Die Torhüter hielten sich in Thun schliesslich die Waage. Im gleichen Match half nämlich auch der Luzerner Schlussmann Mirko Salvi mit. Kurz nach der Pause lenkte dieser einen haltbaren Schuss von Mickaël Facchinetti ins eigene Tor ab.

Video: Tamedia/SRF

Unterdessen machte Luganos Goalie Noam Baumann im Tessin beim 0:1 gegen die Young Boys keine gute Falle, indem er bei der Flanke von Miralem Sulejmani auf den Kopf von Christian Fassnacht zu spät kam. Nicht ausgeschlossen, dass es dem 22-Jährigen, der die Schweizer Nachwuchs-Auswahlen durchlaufen hat, wie Sions Anthony Maisonnial ergeht. Dieser fand sich am Sonntag in St. Gallen nach seinem Gegentreffer aus 80 Metern gegen Lugano auf der Ersatzbank wieder. David Da Costa könnte in Lugano nach einer Schulteroption im März demnächst wieder einsatzfähig sein.

Video: Tamedia/SRF

Vom Unglücks-Trio konnte letztlich wenigstens Faivre lachen. Sein Team drehte das Spiel gegen Luzern nach der Pause zum 2:1. Lugano verlor gegen YB 0:2 – weil die Tessiner Verteidiger beim zweiten Treffer noch schlechter aussahen als Baumann beim ersten.

SDA/fal

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