Wer wird Barças neuer Neymar?

Klopps Liebling, ein Supertalent und Ronaldos Lieblingsgegner: Das könnten Neymars Nachfolger bei Barcelona werden.

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Es passiert wirklich. Neymar hat dem FC Barcelona mitgeteilt, dass er künftig lieber für PSG in der Ligue 1 spielen will. Damit verliert Barça einen Fussballer, der in den letzten Jahren immer wichtiger wurde und sich in seinen vier Saisons in «Blaugrana» perfekt ins Spielsystem integriert hat. Immerhin das Schmerzensgeld hat es in sich: Mindestens 222 Millionen Euro. Mit Betonung auf «mindestens». Denn der spanische Ligapräsident Javier Tebas hat schon angekündigt, die Bezahlung der Ausstiegsklausel nicht zu akzeptieren.

Neymar fährt vor, um sich von seinen Teamkollegen zu verabschieden. (Video: Tamedia/AFP)

Vorsichtshalber haben die Katalanen via soziale Medien verlauten lassen, dass sie den Starstürmer nicht für weniger Geld ziehen lassen werden. In Spanien wird davon ausgegangen, dass Barcelona entweder eine massiv höhere Ablösesumme verlangen wird oder zusätzlich zu den 222 Millionen einen Spieler aussuchen möchte. Das wäre dann auch die grosse Chance, den Wunschspieler Marco Verratti zu holen. In den vergangenen Monaten schrieben spanische Medien von einem massiven Interesse am Italiener, und auch der Mittelfeldmann wollte unbedingt in die katalanische Metropole. PSG hatte dafür kein Verständnis – und befahl Verratti, in Paris zu bleiben. Alleine schon als Machtdemonstration ist der 24-Jährige als Verhandlungsbasis nicht wegzudenken.

Die Kunst für Barcelona wird nun jedoch sein, die Hunderte von Millionen sinnvoll zu reinvestieren. Oberste Priorität hat jetzt die Verpflichtung eines Linksaussen, der Neymar bestmöglich ersetzen kann. Als Favorit gilt Liverpools Philippe Coutinho, eigentlich ein offensiver Mittelfeldspieler, der aber genauso gut auch auf dem Flügel spielen kann. Ins Profil des schnellen, spielintelligenten, trickreichen und torgefährlichen Spielers, der nicht gerade bei Real Madrid spielt, passen neben dem Brasilianer auch noch Paulo Dybala (Juventus Turin), Antoine Griezmann (Atlético Madrid), Ousmane Dembélé (Dortmund), Eden Hazard (Chelsea) und natürlich Kylian Mbappé (AS Monaco), der Überflieger der letzten Saison. Zwar wird keiner von den genannten für weniger als 100 Millionen Euro zu haben sein – man weiss ja jetzt um Barças frischgewonnene monetäre Potenz –, bis auf Cristiano Ronaldo gibt es aber auch keinen Spieler, den sich der 24-fache spanische Meister nicht leisten kann.

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Im Idealfall bleibt danach noch etwas Kleingeld übrig, um die restlichen Baustellen im Team zu beheben. Unabhängig von Verratti wünscht sich Trainer Ernesto Valverde etwas mehr physische Präsenz im Mittelfeld, ganz oben auf der Wunschliste steht der Brasilianer Paulinho. Dem Vernehmen nach will der Brasilianer unbedingt nach Barcelona, sein Arbeitgeber Guangzhou Evergrande pocht aber auf die Ausstiegsklausel von 40 Millionen Euro. Das Szenario, wonach alleine aus dem Neymar-Deal Verratti, Paulinho und für 180 Millionen Euro Supertalent Mbappé refinanziert werden können, ist alles andere als unrealistisch.

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Abgesehen von einem neuen Neymar: Wo braucht Barça weitere Verstärkung?






Der genaue Umfang des Transfers dürfte in den kommenden Tagen publik werden. Neymars Berater Wagner Ribeiro bestätigte gegenüber brasilianischen Medien, dass der Fussballer noch diese Woche in Paris vorgestellt wird. Was jetzt schon klar ist: Die Rekord-Ablösesumme (bisher Paul Pogba, 105 Millionen Euro) wird mindestens verdoppelt.

Erstellt: 03.08.2017, 11:15 Uhr

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