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Wie rat- und planlos ist Hyypiä?

In der Krise verweigert FCZ-Trainer Sami Hyypiä nahezu jede Auskunft. Nur bei einer Personalie wird er richtig deutlich.

Besorgte Gesichter: Sami Hyypiä und Heliane Canepa haben nach dem trostlosen 0:1 gegen Sion keinen Grund zu lachen.
Besorgte Gesichter: Sami Hyypiä und Heliane Canepa haben nach dem trostlosen 0:1 gegen Sion keinen Grund zu lachen.
Keystone
Der neuverpflichtete Stürmer Alexander Kerschakow war in seinem ersten Pflichtspiel für den FCZ ein Fremdkörper.
Der neuverpflichtete Stürmer Alexander Kerschakow war in seinem ersten Pflichtspiel für den FCZ ein Fremdkörper.
Keystone
Hilft Davide Chiumiento dabei? Der ehemalige Captain wurde zwischenzeitlich vom Team suspendiert und ist jetzt wieder mit dabei.
Hilft Davide Chiumiento dabei? Der ehemalige Captain wurde zwischenzeitlich vom Team suspendiert und ist jetzt wieder mit dabei.
Keystone
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Der Himmel ist grau über dem FCZ-Trainingsgelände neben der Saalsporthalle, passend zur Tabellensituation bei den Stadtzürchern. Und wenn man gleich tief im Keller steckt, wäre das doch eine perfekte Voraussetzung für ein Versteckspiel, scheint sich Trainer Sami Hyypiä zu denken.

Eine Kostprobe seiner verbalen Nichtkommunikation lieferte der Finne in der Medienkonferenz vor dem wichtigen Auswärtsspiel beim FC Luzern: Steht Burim Kukeli, der gegen Sion verletzt fehlte, mittlerweile aber wieder mit der Mannschaft trainierte, im Kader? «Das werden wir sehen, er hat trainiert.» Kriegt Chiumiento seine Chance, sich nach seiner Begnadigung wieder zu zeigen? «Das werden wir sehen, er hat trainiert.» Ist er fit? «Er könnte fitter sein.» Und wie stehts mit dem potenziellen Abwehrchef Leonardo Sanchez? «Das werden wir sehen, er hat trainiert.»

Auf das zwischenzeitliche genervte Schnauben eines Journalisten reagierte er ungehalten: «Ich muss doch nicht alles verraten! Schliesslich soll FCL-Trainer Markus Babbel vor dem Spiel nicht meine Pläne erfahren.» Danach machte er sich wieder fleissig daran, Fragen offenzulassen. Die Analyse zum Spiel gegen Sion ergab, dass zumeist die falsche Entscheidung getroffen wurde. Woran das liegt? «Das kann viele Gründe haben. Es kann der Druck sein oder auch etwas anderes.»

«Habe lange genug gewartet»

Immerhin kurz wurde der 42-Jährige deutlich, als er auf den langzeitverletzten Marco Schönbächler angesprochen wurde. In der Kontingentliste des FCZ ist noch ein Platz frei, eigentlich war dieser für Schönbächler reserviert. «Er hat in dieser Saison noch kein Spiel gespielt, ich kann nicht ewig warten. Wenn er erst in zwei Monaten fit ist, bringt er uns nichts», so Hyypiä. Und schiebt nach: «Wenn Schönbächler 100 Prozent fit ist, dann ist er ein guter Spieler. Aber ich habe ihn noch nicht bei 100 Prozent gesehen und ich habe lange genug gewartet.» Für Schönbächler würde der 19-jährige Senegalese Moussa Koné nominiert.

Die Herrlichkeit der offenen Worte war aber schnell wieder vorbei, was sich bei der Nachfrage widerspiegelte, ob der FCZ genug Leader im Team habe, um aus dieser Situation herauszukommen: «Eine Mannschaft kann nie genug Leader haben.» Hyypiä lässt jedoch durchsickern, dass es nicht optimal sei, dass die potenziellen Leader Sanchez und Alexander Kerschakow kein Deutsch sprechen. Während Kerschakow («Er könnte fitter sein, wie jeder andere auch») gegen Sion ein Fremdkörper im Spiel des Schlusslichts war, sass Sanchez nur auf der Bank. Wann die beiden ihre erwartete Leaderfunktion ausüben können? «Das kann ich nicht sagen.»

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