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GC gewinnt Krimi-Spiel – YB souverän

GC steht nach Penaltyschiessen im Cup-Halbfinal. YB schlägt St. Gallen verdient 2:1.

Sieg in extremis: GC gewinnt im Penaltyschiessen nach 120 torlosen Minuten.
Sieg in extremis: GC gewinnt im Penaltyschiessen nach 120 torlosen Minuten.
Gabriele Putzu, Keystone
Verdienter Sieger: YB steht trotz Schneegestöber im Cup-Halbfinal.
Verdienter Sieger: YB steht trotz Schneegestöber im Cup-Halbfinal.
Peter Klaunzer, Keystone
Nur Ersatz: Guillaume Hoarau zu Beginn nur auf der Bank.
Nur Ersatz: Guillaume Hoarau zu Beginn nur auf der Bank.
Peter Klaunzer, Keystone
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Die Young Boys sind zuletzt im Cup oft als Favorit gescheitert. In der letzten Saison verspielten sie im Viertelfinal gegen den FC Winterthur trotz krasser Überlegenheit einen 2:0-Vorsprung und unterlagen schliesslich im Penaltyschiessen. Auch Mannschaften wie Buochs, Le Mont oder Wil bedeuteten für YB in jüngerer Vergangenheit schon Endstation.

GC steht nach dem Penaltyschiessen im Cup-Halbfinal. Video: Tamedia/SRF

Auf dem Weg in ihren ersten Halbfinal seit neun Jahren wurden die Berner ihrem Status aber gerecht, auch wenn die Partie gegen St. Gallen etwas jener gegen Winterthur glich. Der Super-League-Leader dominierte den Gegner klar, nutzte aber zahlreiche Chancen nicht, so dass er nach dem 1:2 von Karim Haggui in der 86. Minute mit dem erst dritten Torschuss von St. Gallen doch noch unangenehme Schlussminuten überstehen musste.

Matchwinner Roger Assalé

Nachdem der nur knapp 1,70 m grosse Assalé in der 12. Minute mit dem Kopf zum 1:0 getroffen hatte, vergaben die Young Boys Chancen über Chancen. Nur schon Assalés Sturmpartner Jean-Pierre Nsame hätte drei Tore erzielen können. Auch Christian Fassnacht vergab eine gute Möglichkeit, und in der 38. Minute übersah Schiedsrichter Klossner ein Handspiel von St. Gallens Marco Aratore im Berner Strafraum.

Goalie Dejan Stojanovic, der im Cup für den Stammkeeper Daniel Lopar spielen durfte, war der Beste bei den Gästen, auch wenn er in der 63. Minute den zweiten Gegentreffer, das bereits 15. Saisontor von Assalé, mit einem Fehler begünstigte. Stojanovics Vorderleute waren im Stade de Suisse immer wieder überfordert, hatten die wendigen und schnellen Offensivspieler der Berner selten im Griff und waren in der Vorwärtsbewegung mehrheitlich wirkungslos. Vor dem Anschlusstreffer stockte den YB-Fans unter den nur 7521 Zuschauern nur einmal der Atem, als David von Ballmoos nach einer knappen Stunde einen Freistoss von Danijel Aleksic mit Mühe über die Latte lenkte.

Heikle Schlussphase

Im zunehmenden Schneegestöber verloren die Young Boys etwas von ihrer Souveränität. Sie agierten nach der Pause längst nicht mehr so konsequent und dominant wie noch in der ersten Halbzeit. Das angesichts ihrer insgesamt deutlichen Überlegenheit unnötige Spiel mit dem Feuer in den Schlussminuten ging für die Berner aber glimpflich aus.

Penalty-Krimi in Lugano

Passender hätte das 23. Cup-Aufeinandertreffen zwischen Lugano und GC nicht enden können. Selbst im Penaltyschiessen fiel es den Teams nach davor nur wenigen aufregenden Szenen schwer, Tore zu erzielen. Lugano scheiterte in drei von vier Versuchen, entweder an der Torumrandung oder wie als Letzter der Routinier Cristian Ledesma an GC-Keeper Heinz Lindner. Von den vier GC-Spielern traf einzig Marko Basic nicht.

Die reguläre Spielzeit inklusive Verlängerung und besonders die ersten 45 Minuten hatten ein Mindestmass an Unterhaltung geboten. Die triste Atmosphäre mit 1590 Zuschauern passte ideal zum Geschehen auf dem Platz. Kein Team wollte die Initiative übernehmen und dadurch zu viel riskieren. Entsprechend spielten sich die allermeisten Aktionen zwischen den beiden Strafräumen ab.

Glücklicher Sieg für GC

Den Namen «Chance» verdiente bei den Grasshoppers nur eine Aktion, vor der Pause durch Petar Pusic. Der rasch aufgerückte linke Aussenverteidiger kam nach einem Querpass einen Schritt zu spät. Luganos beste Möglichkeiten vergab Davide Mariani jeweils per Kopf. Mit zehn Zentimetern mehr Körpergrösse hätte der 176 cm grosse Zürcher die zweite in der 90. Minute vermutlich verwertet.

GC-Trainer Murat Yakin («Ich hatte nicht genug Spieler dabei, um alle elf auszuwechseln») hatte von seinem Team eine Reaktion auf das 0:3 in Sitten vom letzten Sonntag erwartet. In Sachen Aggressivität und Organisation, die er besonders bemängelt hatte, trat diese wohl ein, nicht aber in Bezug auf den Mut in der Offensive. Das Wissen, mit (danach noch) zwei Siegen im Cup einen Europacup-Platz auf sicher zu haben, schien die Grasshoppers eher zu hemmen als Lugano mit Ex-GC-Trainer Pierluigi Tami.

Young Boys - St. Gallen 2:1 (1:0)

7521 Zuschauer - SR KlossnerTore: 12. Assalé (Mbabu) 1:0. 63. Assalé (Sulejmani) 2:0. 86. Haggui (Buess) 2:1.Young Boys: von Ballmoos; Mbabu, Nuhu, von Bergen, Lotomba; Fassnacht, Sow, Aebischer, Sulejmani (72. Schick); Assalé (82. Moumi Ngamaleu), Nsame (82. Hoarau).St. Gallen: Stojanovic; Lüchinger (75. Koch), Haggui, Hefti, Wittwer; Tschernegg, Kukuruzovic (46. Toko); Aleksic, Barnetta (79. Babic), Aratore; Buess.Bemerkungen: Young Boys ohne Sanogo, Bertone, Seferi und Wölfli (alle verletzt). St. Gallen ohne Wiss, Musavu-King, Ben Khalifa und Ajeti (alle verletzt). 28. Stojanovic lenkt Schuss von Fassnacht an den Pfosten. Verwarnungen: 33. Mbabu. 43. Lüchinger (beide Foul). 43. Sulejmani (Unsportlichkeit). 59. Haggui (Foul). 94. Schick (Unsportlichkeit).

Lugano - Grasshoppers 0:0 n.V.

Grasshoppers 3:1-Sieger im Penaltyschiessen. 1590 Zuschauer - SR BieriPenaltyschiessen: Basic (Latte), Sabbatini (Latte); Vilotic 0:1, Mariani (verschiesst); Andersen 0:2, Culina 1:2; Bergström 1:3, Ledesma (Lindner hält).Lugano: Da Costa; Rouiller, Sulmoni, Golemic, Daprelà (81. Culina); Sabbatini, Ledesma, Piccinocchi (46. Mihajlovic); Carlinhos, Gerndt (66. Bottani), Mariani.Grasshoppers: Lindner; Qollaku, Vilotic, Bergström, Pusic; Lavanchy (81. Pickel), Basic, Bajrami, Brahimi (73. Doumbia); Andersen, Avdijaj (106. Bahoui).Bemerkungen: Lugano ohne Crnigoj, Jozinovic, Guidotti (alle verletzt) Marzouk und Vecsei (beide gesperrt), GC ohne Djuricin, Jeffren, Pnishi und Sigurjonsson (alle verletzt). Verwarnungen: 41. Gerndt. 51. Sabbatini. 55. Ledesma (alle wegen Fouls). 100. Avdijaj (Reklamieren). 112. Bottani (Foul).

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