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«Wir lassen uns nicht alles bieten»

Christoph Spychers Blick auf den aktuellen Fussball: Der Fall Neymar sei «nur noch lachhaft.» Foto: Mario Heller (Lunax)

Ist der ZSKA Moskau für YB die niedrigste aller möglichen Hürden auf dem Weg in die Champions League?

YB hat noch nie eine Champions-League-Qualifikation überstanden. Nach diesem Los drängt sich die Frage auf: Wenn nicht jetzt, wann dann?

«Wir sehen uns noch nicht in der Champions League und auch nicht als baldigen Meister.»

Haben Sie trotzdem schon davon geträumt, was Sie mit über 20 Millionen Franken Einnahmen anfangen würden?

YB eliminierte vor einem Jahr Schachtar Donezk, nun Dynamo Kiew. Ordnen Sie ZSKA Moskau einer ähnlichen Stärkeklasse zu?

YB startete stark in die Saison, schlug Basel, bezwang Kiew – und verlor im Hoch gegen Thun gleich 0:4. Typisch YB, oder?

. . . aber gleich so früh und gleich so heftig . . .

Wieso nicht?

Ein Gerücht hält sich hartnäckig: Intern ist ein Titelgewinn zum Ziel erklärt worden.

Sie haben die Euphorie erwähnt. Kann wirklich davon die Rede sein, wenn gegen Lausanne nur etwas mehr als 17 000 Zuschauer ins ­Stadion kommen und im Derby gegen Thun gar weniger als 17 000?

Sie sind zwar erst seit elf Monaten im Amt, haben aber schon viel Lob erhalten. Wie lebt es sich als ­Hoffnungsträger in Bern?

Sind Sie heute ein zufriedener Sportchef?

Aber es gibt doch eine Personalie, die Sie ärgert: Yoric Ravet drängte auf den Transfer zum SC Freiburg . . .

. . . und in Ihnen brodelte es deshalb.

Konkret?

Ist der Verkauf kein Thema mehr?

Und dann?

Macht es Sinn, dass der Club die Freigabe verweigert und ein miss­gelaunter Spieler zurückbleibt?

Ist diese kleine Episode um Ravet ein Auswuchs der heutigen Zeit?

Was meinen Sie konkret?

Kehren wir auf den Planeten YB zurück. Was empfehlen Sie Tippern, die Geld auf die Partie YB - ZSKA Moskau setzen wollen?