Messi-Show bringt Barça in den Viertelfinal

Der FC Barcelona lässt Chelsea im Camp Nou keine Chance. Lionel Messi feiert seinen 100. Champions-League-Treffer.

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Der FC Barcelona erreicht zum elften Mal in Serie die Champions-League-Viertelfinals. Lionel Messi führt die souveränen Katalanen mit einer Doublette zum 3:0 gegen Herausforderer Chelsea. Die Kennzahlen des baskischen Trainers Ernesto Valverde im ersten Jahr bei Barça sind eindrücklich: Nur eines von 44 Spielen hat der Stratege verloren, in der Liga ist seine Equipe der hoch dotierten Konkurrenz entrückt, der 25. Titelgewinn bahnt sich an.

Und im europäischen Business sind die Perspektiven so gut wie seit dem letzten Triumph 2015. Weniger berauschend fällt die englische Zwischenbilanz aus: Nach dem Zauber im Vorprogramm (69 Punkte in der Gruppenphase) scheiterten drei der fünf Premier-League-Vertreter in den Achtelfinals.

Treffer für die Geschichte

Valverdes Glanz steht primär im Kontext mit Lionel Messis Performance. Der argentinische Kopf des Ensembles prägte das Duell mit dem englischen Meister im grossen Stil. Etwas mehr als eine Woche nach seinem 600. Profi-Tor ist der teuerste und beste Professional der FCB-Geschichte nun auch in der Champions League Jubilar: 100 Treffer in 123 Spielen der Eliteklasse - ein phänomenaler Wert.

Monatelang fehlte er Barça verletzt, seit Mitte Februar kommt der Künstler aus Nordfrankreich in Fahrt. In der 20. Minute veredelte Dembélé die magistrale Vorarbeit Messis zum ersten Treffer seit seiner Ankunft in der katalanischen Metropole. Die anspruchsvollen Aficionados berührte der neue Hoffnungsträger mit seinem Schuss in die hohe Ecke spürbar, den englischen Kontrahenten traf er mitten ins Herz; für ihn verschlechterte sich die ohnehin schwierige Aufgabe in Spanien nach dem 1:1 im Hinspiel frühzeitig massiv.

Conte unter Kritik

Antonio Contes Prognose bewahrheitete sich aus seiner Sicht ungünstig rasch: «Im Camp Nou hat jede Mannschaft zu leiden.» Vor eigener Kulisse ist die Star-Auswahl um Messi in der Tat seit September 2013 unschlagbar gut, 23 von 25 Heimspielen endeten mit dem maximalen Ertrag.

Der nahezu spurlose Abgang von der wichtigsten Bühne dürfte in London die Debatte um Conte wieder verschärfen. Anfang März war er von zwei namhaften Experten hart attackiert worden. Der Ex-Liverpooler Jamie Redknapp sprach nach der blassen Vorstellung gegen Manchester City (0:1) von einem «Verbrechen gegen den Fussball», Gary Neville verglich Contes Akteure mit «Schaufensterpuppen».

FC Barcelona - Chelsea 3:0 (2:0)
95'000 Zuschauer. - SR Skomina (SVN).
Tore: 3. Messi 1:0. 20. Dembélé 2:0. 63. Messi 3:0.
FC Barcelona: Ter Stegen; Sergi Roberto, Piqué, Umtiti, Jordi Alba; Rakitic, Sergio Busquets (61. André Gomes), Iniesta (56. Paulinho); Dembélé (66. Aleix Vidal), Messi, Luis Suarez.
Chelsea: Courtois; Azpilicueta, Christensen, Rüdiger; Moses (67. Zappacosta), Fabregas, Kanté, Alonso; Willian, Giroud (67. Morata), Hazard (82. Pedro Rodriguez).
Bemerkungen: Barcelona ohne Denis Suarez, Semedo, Chelsea ohne David Luiz, Barkley (alle verletzt). 45. Pfostenschuss von Alonso. 90. Kopfball von Rüdiger gegen die Latte. Verwarnungen: 23. Sergi Roberto, 45. Willian (beide Foul), 49. Giroud (Reklamieren), 75. Alonso (Foul).

(fsc/SDA)

Erstellt: 14.03.2018, 23:00 Uhr

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