Xhaka: «Wir haben keinen Cristiano Ronaldo, aber ...»

Ungarn besiegen, in Portugal nicht verlieren: Granit Xhaka erklärt den Schweizer Fahrplan im Endspurt der WM-Qualifikation ab heute Abend.

Granit Xhaka: Muss heute ohne Valon Behrami das Team mitziehen.

Granit Xhaka: Muss heute ohne Valon Behrami das Team mitziehen. Bild: Walter Bieri/Keystone

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Bedenken? Zweifel? Nach acht Siegen in acht Spielen und vor den letzten Schritten nach Russland? Auf solche Fragen pflegt Granit Xhaka in diesen Tagen mit einem Satz zu antworten: «Die Barrage ist kein Thema.»

Ungarn ist heute ab 20.45 Uhr in Basel die erste Prüfung innert 72 Stunden, es gilt, einen EM-Achtelfinalisten zu bezwingen, der sich schon lange aus dem Rennen um einen Startplatz an der WM verabschiedet hat. Natürlich warnen sie alle, vom Trainer über den Goalie bis zu Xhaka, sie sagen: «Bevor wir an Portugal denken, müssen wir die vorletzte Aufgabe lösen.»

Und doch: Ganz lösen kann er sich nicht vom Dienstag, von diesem möglichen Final gegen die Portugiesen mit Cristiano Ronaldo. Natürlich beschäftigt ihn der letzte Gegner, und wenn er das tut, demonstriert er unbeirrt seine Überzeugung: «Wir haben zwar keinen Cristiano Ronaldo, aber an einem guten Tag sind wir in der Lage, jeden Gegner zu bezwingen.» Und folgen sollen nun drei richtig gute Tage.

So sieht es der Plan eines jungen Mannes vor, der eben erst 25 geworden ist und als wertvollster Spieler im Schweizer Kader gilt. 49,5 Millionen Franken hat Arsenal für ihn vor einem Jahr bezahlt, und Xhaka ist nun in einer Liga daheim, die ihn physisch stärker fordert als die Bundesliga, in der er zuvor vier Jahre bei Borussia Mönchengladbach verbracht hatte.

Aber den Wechsel in die Premier League hat er schneller verkraftet als die Umstellung von der Super League nach Deutschland. «In England war es nur eine Frage der Zeit, bis ich mich an den Rhythmus gewöhnt habe», sagt er. Unter Trainer Arsène Wenger ist er längst unbestrittener Stammspieler, und in einer Statistik ist er so wie kein Zweiter der Liga: Xhaka ist der Mann mit den meisten Ballkontakten.

Für die Nationalmannschaft hat er in etwas mehr als sechs Jahren mittlerweile 55-mal gespielt. Und: Er ist zu einer dominanten Figur aufgestiegen, die sich nicht davor scheut, Verantwortung zu übernehmen. Und darum geht es speziell heute gegen die Ungarn, wenn Altmeister Valon Behrami verletzungsbedingt fehlt: «Ich kann das Team sicher mitziehen.» Und wer ihm ins Gesicht schaut, erkennt noch einmal: Er rechnet mit nichts anderem als einem Sieg. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.10.2017, 12:55 Uhr

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