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Yann Sommers Pläne mit Gladbach

Der Schweizer Nationalgoalie hat das bittere EM-Out abgehakt. Bald schon steht für ihn der nächste Höhepunkt an.

sda
«Ich bin nicht der Typ, der nach einem schwierigen Jahr anfängt zu zweifeln»: Yann Sommer glaubt an eine erfolgreiche Saison 2016/17.
«Ich bin nicht der Typ, der nach einem schwierigen Jahr anfängt zu zweifeln»: Yann Sommer glaubt an eine erfolgreiche Saison 2016/17.
Reto Oeschger

An der EM in Frankreich waren die besten zwei Mönchengladbacher Schweizer. Yann Sommer im Tor und Granit Xhaka als Spielmacher lieferten unbestrittene Weltklasse-Leistungen ab - Xhaka trotz des Fehlversuchs im Penaltyschiessen des Achtelfinals gegen Polen. «Es war mein erstes Turnier als Nummer 1. Ich habe viel neue Erfahrung gesammelt, Das war ein tolles Erlebnis», sagt Yann Sommer mit über drei Wochen Abstand auf das EM-Turnier in Frankreich. Vom Fachmagazin «Kicker» wurde er zum notenbesten der Bundesliga-Legionäre, die in allen EM-Spielen eingesetzt wurden, gekürt.

«Er hat an der EM eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig er nicht nur für uns, sondern auch für die Schweiz ist», sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl. Unabhängig vom manifesten Interesse anderer Clubs planen die Borussen weiterhin mit der Schweizer Nummer 1. «Es war nicht leicht, Marc-André ter Stegen zu ersetzen. Yann ist es mit Bravour gelungen. Er wird bei uns bleiben», so Eberl weiter.

Es wartet nun viel Arbeit auf den Goalie, der am Montag nach dreiwöchiger Pause bei seiner ersten Trainingseinheit im bayrischen Rottach-Egern einige neue Kollegen begrüssen konnte. «Ich bin wieder fit, ich hätte aber lieber vier Wochen Ferien gemacht», bemerkte Sommer. «Nach den Erlebnissen bei der EM, als wir aus dem Nichts aus unserem kleinen Traum gerissen wurden, waren die ersten vier, fünf Tage schwer. Dann habe ich vom Sport abgeschaltet. Bis der Körper gesagt hat: ‹Mach mal wieder etwas›.»

In gut vier Wochen steht in der Champions-League-Qualifikation schon das erste und wichtige Pflichtspiel an. Für Sommer ist es eine Art Neustart. Die vergangene Saison bei der Borussia sei nicht seine beste gewesen. «Es war für alle schwierig. Aber ich bin nicht der Typ, der nach einem schwierigen Jahr anfängt zu zweifeln.» Jetzt müsse sich die Mannschaft schnell finden. «Wir haben sehr gute Neuzugänge, auch gute junge Spieler wie Mo Dahoud. Ich mache mir keine Sorgen. Wir werden nächste Saison eine gute Mannschaft haben.»

Yann Sommer dürfte den Anschluss schnell finden und seinen Status als Klasse-Keeper bestätigen. Ob er demnächst hinter einer Dreier- oder Vierer-Abwehrreihe steht, sei für ihn kein grosser Unterschied. «Ich bevorzuge kein System. Es muss zur Mannschaft passen. Wir können beides sehr gut spielen.»

Was jetzt noch fehlt, wäre eine bessere Penalty-Bilanz. Im EM-Achtelfinal wurde er im Elfmeterschiessen gegen Polen fünfmal bezwungen, einen der Schüsse hätte er um ein Haar abgewehrt. Bei Borussia konnte er in zwei Jahren nur einen Penalty unschädlich machen. «Bei der EM haben die Polen aber einfach gut geschossen», findet Sommer.

Früher beim FC Basel irritierte Sommer die Penaltyschützen oft durch wilde Bewegungen auf der Linie. Auf diese Weise hielt er viele Penaltys. Das hat er mittlerweile abgelegt. «Wenn ein Torhüter aus der Schweiz in die Bundesliga kommt und dann auf der Linie bei Penaltys viel Theater macht und der Ball dann rein geht - dann hat man selber das Theater.»

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