Zum Hauptinhalt springen

YB greift zum Notfallplan

Mit den Young Boys zeichnet sich die nächste Super-League-Krise ab. Uli Fortes Nachfolger heisst vorläufig Harald Gämperle.

Uli Forte trainiert YB von Juni 2013 bis 6. August 2015. Er war bereits der 9. YB-Trainer im neuen Stadion.
Uli Forte trainiert YB von Juni 2013 bis 6. August 2015. Er war bereits der 9. YB-Trainer im neuen Stadion.
Keystone
Hans-Peter 'Bidu' Zaugg, der erste Trainer im neuen Stadion, posiert mit Hakan Yakin (Mitte) für das Teamfoto.
Hans-Peter 'Bidu' Zaugg, der erste Trainer im neuen Stadion, posiert mit Hakan Yakin (Mitte) für das Teamfoto.
Keystone
Der letzte vor Fore: YBs Coach Bernard Challandes gestikuliert während dem Super League Spiel gegen den FC Thun.
Der letzte vor Fore: YBs Coach Bernard Challandes gestikuliert während dem Super League Spiel gegen den FC Thun.
Keystone
1 / 12

Nach nur 3 von 36 Runden ist der zweite Trainerwechsel in der Super League Tatsache. Nach Urs Meier beim FC Zürich am Montag haben sich die Young Boys heute von Uli Forte getrennt. Erst 20 Tage sind es her, seit sich der Zürcher Trainer in Berner Diensten vor dem ersten Saisonspiel optimistisch, ja fast euphorisch zu den Perspektiven des Clubs und der Mannschaft geäussert hat. Fortes Traum, mit YB den ersten Titel seit fast 30 Jahren zu holen, wird unerfüllt bleiben. Der schlechte Start in der Meisterschaft mit drei Unentschieden und zuletzt der unerklärliche Einbruch beim 0:4 in der Champions-League-Qualifikation in Monaco haben die sportliche Führung in Bern veranlasst, die Notbremse zu ziehen.

Forte hat im letzten Herbst nach einer Serie von vier Niederlagen bewiesen, dass er eine Krise meistern kann. Mit fünf Siegen in Folge bis zur Winterpause legte YB den Grundstein für den 2. Platz. Jetzt traut Sportchef Fredy Bickel dem Trainer nicht mehr zu, die Mannschaft aus der neuerlichen Baisse herauszuführen. Die Entscheidung beeinflusst haben dürften auch Gespräche mit den Leaderfiguren im Team. Als Folge davon hat Bickel offenbar die Erkenntnis gewonnen, dass die Mannschaft dringend einen neuen Impuls braucht. Dringend deshalb, weil das ambitionierte YB vor wegweisenden Spielen steht. In der Super League mit den beiden Heimspielen gegen Thun und Lugano, im Cup mit der heiklen Aufgabe in Kriens und schliesslich im Playoff der Europa League.

Mit der überraschend schnellen Absetzung von Forte steigt der Druck auf die sportliche Leitung der Young Boys. Die heute präsentierte Lösung mit Harald Gämperle als Cheftrainer ist nur eine kurfristige Lösung, der neue Mann dürften in den kommenden Tagen präsentiert werden. Aber auch für Gämperle gilt: Siegen ist Pflicht, sonst wird die Krise in Bern noch weit grössere Ausmasse annehmen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch