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Zidane, die Skepsis und der Druck

Die Lage vor Zinédine Zidanes erstem Einsatz als Trainer von Real Madrid am Samstagabend.

ak
«Es kann und darf nicht sein, dass zwei, drei Spieler sich nicht am Verteidigen beteiligen»: Zidane fordert volle Konzentration.
«Es kann und darf nicht sein, dass zwei, drei Spieler sich nicht am Verteidigen beteiligen»: Zidane fordert volle Konzentration.
Keystone

«Mir ist klar, dass man von mir und der Mannschaft Titel erwartet. Dieser Aufgabe stelle ich mich. Jetzt ist es aber wichtig, erst einmal gegen La Coruña zu gewinnen. Ich vertraue meinen Spielern, dass sie diese Aufgabe lösen», sagte Zinédine Zidane vor seinem Debüt als Trainer von Real Madrid am Samstagabend. Nervös sei er gleichwohl, so der französische Weltmeister von 1998.

Zidane ist bereits der 14. Real-Coach in den letzten 13 Jahren, ein Beleg dafür, dass es im Spitzenfussball kaum einen wackligeren Stuhl gibt als jenen im Bernabéu. «Ich bin sicher, dass er es schwer haben wird», erklärte der frühere Clubpräsident Ramon Calderon und nannte auch gleich den Namen des bei Chelsea entlassenen José Mourinho, den er für geeigneter halten würde. Ottmar Hitzfeld liess sich im «Blick» derweil wie folgt zitieren: «Zidane ist ein Trainer ohne jegliche Erfahrung. Er lebt ausschliesslich von seinem grossen Namen als Spieler.»

Noch lebt Zidane aber auch von der Aufbruchstimmung durch den Trainerwechsel. Umso wichtiger ist das Debüt. Dieses konnte seit der Jahrtausendwende nur jeder zweite Coach der Königlichen für sich entscheiden. Zidanes Vorgänger Rafael Benitez startete mit einem 0:0 bei Sporting in der Champions League, auch Mourinho musste sich gegen Mallorca einst mit diesem Resultat begnügen.

Zidane versprach derweil, dass die Mannschaft gleich im ersten Spiel unter ihm offensiv auftreten werde: «Mein Konzept ist es, schnell nach vorne zu spielen und viel Ballbesitz zu haben. Das ist gleichzeitig die beste Art zu verteidigen. Wenn wir aber nicht am Ball sind, müssen alle arbeiten. Es kann und darf nicht sein, dass zwei, drei Spieler sich nicht am Verteidigen beteiligen.» Sollten die Spieler gegen La Coruña so konzentriert zur Sache gehen wie in den Trainings, mache er sich diesbezüglich jedoch keine Sorgen, so der Coach.

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