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Der FCZ gewinnt selbst gegen Xamax nicht

Zürich steht nach dem 1:1 gegen Xamax mit fünf Spielen ohne Sieg da und muss weiter auf den ersten Vollerfolg in diesem Jahr warten. Thun und Luzern trennen sich ebenfalls 1:1.

Xamax geht durch den Treffer von Marcis Oss bereits in der 6. Minute in Führung.
Xamax geht durch den Treffer von Marcis Oss bereits in der 6. Minute in Führung.
Andy Mueller/freshfocus
Zürich kann in der 26. Minute zurückschlagen: Blaz Kramer gleicht nach einem schönen Steilpass für den FCZ aus.
Zürich kann in der 26. Minute zurückschlagen: Blaz Kramer gleicht nach einem schönen Steilpass für den FCZ aus.
Walter Bieri, Keystone
Die restlichen 81 Spielminuten verlaufen torlos. Auch Thun und Luzern trennen sich 1:1.
Die restlichen 81 Spielminuten verlaufen torlos. Auch Thun und Luzern trennen sich 1:1.
Peter Klaunzer, Keystone
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Die Nachspielzeit läuft, als der FCZ noch eine letzte Möglichkeit hat, doch noch zu gewinnen. Kololli schlägt einen Freistoss wild in den gegnerischen Strafraum, der Ball landet bei Sohm, und der hat alle Zeit, ihn sich am Strafraumrand zurechtzulegen. Er will ihn in die hohe Ecke zirkeln, was er trifft, ist nur das Netzdach.

So bleibt es beim 1:1 zwischen dem FCZ und Xamax, es ist das Ergebnis, das zu diesem Spiel passt – zu einem Spiel, das auf ganz bescheidenem Niveau abgewickelt wird, in dem abgesehen von ein paar Minuten das Tempo fehlt, die Inspiration, die Klasse. Prickelnd ist anders als das, was der Fünfte und der Neunte der Super League den 7'722 Zuschauern zu bieten haben.

Die beiden Tore fallen schon früh, Marcis Oss bringt Xamax nach sechs Minuten in Führung, als er einem Schuss von Ramizi nicht mehr ausweichen kann und den Ball fast schon ungewollt ins Tor ablenkt. Nach 26 Minuten kann Sohm zu einem langen Lauf ansetzen, weil Serey Die ihm den Raum dafür öffnet, Sohm lanciert Kramer mit einem Pass in die Tiefe, und der Slowene lässt Goalie Walthert mit seinem Flachschuss keine Chance. Es ist sein achter Treffer seit Ende Oktober.

Danach blockieren sich die beiden Mannschaften gegenseitig, Chancen sind eine Rarität. Nuzzolo vergibt eine für Xamax, Oss scheitert mit seinem Kopfball nach einer Stunde an Brecher. Kramer kann ungestraft aus einer Offsideposition losziehen, doch Oss rettet kurz vor der Torlinie. Pa Modou verfehlt das Tor aus guter Position um viele Meter. Das ist es dann vom Letzigrund. Für den FCZ hat das Spiel etwas Gutes: Nach dem 0:4 gegen Basel und dem 1:4 bei Servette hat er wenigstens nicht mehr verloren

Luzern gibt 2020 erstmals Punkte ab

Im Spiel zwischen Thun und Luzern wollen die Gastgeber in der Schlussphase das das entscheidende Tor. Die Berner Oberländer suchen die Lücke, während der FC Luzern den Eindruck erweckt, als würde er das Ende herbeisehnen. Knifflig wird es nach 83 Minuten, als Rapp vor Müller auftaucht – und vom Luzerner Goalie gestoppt wird. Der Gast übersteht in der Schlussphase auch diesen heiklen Moment und gewinnt beim 1:1 einen Punkt. Er wahrt damit die Ungeschlagenheit, muss aber erstmals 2020 Punkte abgeben.

Zum Start in den Abend wird erfrischender Fussball geboten. Zum Ausdruck kommt, dass sich zwei Teams begegnen, die sehr gut bis optimal ins neue Jahr gestartet sind: Da die Thuner mit einer Bilanz von drei Siegen in vier Partien; dort die Luzerner mit dem Punktemaximum in vier Runden.

Nach vier Minuten leistet sich Nicola Sutter einen verhängnisvollen Fehlpass, der Ball landet in den Füssen von Francesco Margiotta. Der Luzerner Stürmer profitiert davon, dass Sutter als hinterster Verteidiger der Gastgeber ausrutscht – er zieht unwiderstehlich los und bezwingt Guillaume Faivre. Aber: Die Berner Oberländer lassen sich deswegen nicht aus dem Gleichgewicht bringen, sie haben eine Antwort parat. Konkret: Ridge Munsy gibt sie. Der 30-Jährige, ein ehemaliger Luzerner Junior, wird von Nicolas Hasler lanciert und bezwingt Goalie Müller mit einem satten Schuss. Für Munsy ist es der dritte Treffer in Serie. Er hatte schon beim 3:2 gegen Lugano getroffen und das Siegtor vor einer Woche in Basel realisiert.

Thun erweist sich als zäher Gegner für die Zentralschweizer, Thun ist präsent, Thun strebt vor der Pause den zweiten Treffer an – und wirkt auch in der zweiten Halbzeit entschlossener als der FC Luzern, der kaum mehr eine Offensivaktion zustande bringt. Aber eben: Gelingen will der Durchbruch bei den Roten nicht. Sie holen zwar den nächsten Punkt – und bleiben doch am Tabellenende, weil Konkurrent Xamax beim FC Zürich ein Unentschieden geholt hat.

FC Zürich - Neuchâtel Xamax 1:1 (1:1)

7722 Zuschauer. - SR Tschudi.Tore: 5. Oss (Ramizi) 0:1. 26. Kramer (Sohm) 1:1.FC Zürich: Brecher; Britto, Nathan, Omeragic, Pa Modou; Sohm, Rüegg; Tosin (81. Kololli), Marchesano (69. Mahi), Schönbächler (88. Winter); Kramer.Neuchâtel Xamax: Walthert; Neitzke, Oss (72. Djuric), Xhemajli; Serey Die; Gomes, Ramizi, Mveng, Abanda (80. Seydoux); Karlen (86. Haile-Selassie), Nuzzolo.Bemerkungen: Zürich ohne Domgjoni (gesperrt) sowie Charabadse und Zumberi (beide verletzt), Neuchâtel Xamax ohne Araz, Doudin und Dugourd (alle verletzt). Verwarnungen: 38. Abanda (Foul). 45. Mveng (Foul). 90. Pa Modou (Foul).

Thun - Luzern 1:1 (1:1)

4848 Zuschauer. - SR San.Tore: 4. Margiotta 0:1. 9. Munsy (Hasler) 1:1.Thun: Faivre; Glarner, Havenaar, Sutter, Kablan; Bertone; Hasler, Stillhart; Castroman (89. Ahmed) ; Munsy (66. Bandé), Rapp.Luzern: Müller; Schwegler (46. Sidler), Lucas, Knezevic, Bürki; Males, Voca (57. Schulz), Ndenge, Matos; Margiotta, Demhasaj (72. Eleke).Bemerkungen: Thun ohne Bigler und Hediger (beide verletzt). Luzern ohne Kakabadse und Binous, Ndiyae, Schürpf (beide verletzt). Verwarnungen: 18. Males (Foul). 37. Castroman (Foul) 43. Bürki (Foul). 80. Bandé (Foul).

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