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Harsche Kritik an der FOTA

Kommt es im seit Wochen schwelenden Machtkampf in der Formel 1 doch noch zu einer Einigung in letzter Minute, also am Freitag beim GP von Grossbritannien?

Nach dem letzten Meeting der Streitparteien am vergangenen Donnerstag und der Nennung der 13 Teams für die WM 2010 am Freitag war die Teamvereinigung FOTA mit "kritischen Klarstellungen" am Drücker. Am Montag übte nun der Internationale Automobil-Verband FIA wieder Druck auf die FOTA aus: "Es gibt eindeutig ein Element in der FOTA, das entschlossen ist, jegliche Einigung zu verhindern, ohne Rücksicht auf den Schaden, den dies auf den Sport haben könnte." Die FIA sei davon ausgegangen, hiess es weiter, am vergangenen Donnerstag an einem "sehr konstruktiven Meeting" mit FOTA-Vertretern teilgenommen zu haben, bei dem es in weiten Teilen zu Übereinstimmungen gekommen sei. Der Verband sei daher "erstaunt" zu hören, dass FOTA-Mitglieder, die nicht bei dem Treffen in London dabei waren, fälschlicherweise behaupteten, dass nichts geklärt und das Meeting "Zeitverschwendung" gewesen sei. Bei der kurzfristig anberaumten Zusammenkunft von FIA-Präsident Max Mosley mit Ross Brawn, Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali, dessen Red-Bull-Kollege Christian Horner und Toyota-Motorsportpräsident John Howett sowie Simone Perillo von der FOTA sei man übereingekommen, dass die weiteren Massnahmen zur Kostenreduzierung kurz vor einem Abschluss stünden. Die Finanzexperten von FOTA und FIA sollten zum schnellstmöglichen Zeitpunkt die Details ausarbeiten. Für weiteren "Zündstoff" hatte am Freitag die Veröffentlichung der Startliste für 2010 gesorgt. Denn die fünf FOTA-Teams McLaren-Mercedes, BMW-Sauber, Renault, Toyota und BrawnGP wurden dort weiter unter Vorbehalt genannt. Bis am Freitag hat Mosley ihnen Zeit gegeben, ihre Bedingungen fallen zu lassen. Zudem waren Ferrari, Red Bull und Toro Rosso gegen deren Willen ohne Einschränkung auf der 13 Teams umfassenden Liste aufgeführt. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hatte daraufhin am Wochenende die Ausstiegsdrohung der "Roten" noch einmal unmissverständlich bekräftigt. Ferrari wird in seiner ablehnenden Haltung von den anderen sieben Teams unterstützt.

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