Zum Hauptinhalt springen

Hausdurchsuchung bei Gennaro Gattuso

Gennaro Gattuso steht unter Verdacht, in den italienischen Manipulationsskandal verwickelt gewesen zu sein. Gegen den Weltmeister von 2006 laufen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

In der Nacht auf Dienstag ist den Ermittlern im italienischen Wettskandal womöglich ein wichtiger Fang gelungen. Vier Verdächtigte wurden verhaftet, unter ihnen Francesco Bazzani, der von den Ermittlern als einer der wichtigsten Drahtzieher ausgemacht wurde. Nach neusten Erkenntnissen könnten vom Wettsumpf, der im Juni 2011 aufgedeckt wurde, aber nach wie vor nicht trocken gelegt ist, auch bis zu 30 Spiele der Serie A betroffen sein.

Nach Giuseppe Signori (45/dreifacher Serie-A-Torschützenkönig), der ebenfalls als einflussreicher Drahtzieher gilt, jedoch strafrechtlich weiterhin nicht verurteilt ist, ist Gennaro Gattuso der zweite ganz grosse Name, der in den Ermittlungsakten auftaucht. Gattuso ist für die Ermittler deshalb interessant, weil es zwischen ihm und Bazzani eine Verbindung gibt. Vor allem in der Rückrunde der Saison 2010/2011 soll Bazzani mehrmals im Trainingscamp der AC Milan gewesen sein, als es um die Einflussnahme auf den Ausgang von Partien von Milan, Lazio Rom und Juventus Turin ging.

Ob Gattuso im Wettskandal eine aktive Rolle spielt, ist vorerst nicht bekannt. Noch steht kein konkreter Verdacht gegen den Süditaliener im Raum. Gattuso verteidigte sich in einem Interview mit dem Internetportal von "Sportmediaset": "Ich bin wütend und verletzt. Aber ich werde alles klären. Ich will nicht, dass diese Geschichte meine Karriere beschmutzt. Denn ich habe noch nie im Leben gewettet."

Wie Gattuso ist auch dessen früherer Milan-Teamkollege und spätere Mittelfeldspieler von Lazio Rom, Cristian Brocchi (37), von den Ermittlungen betroffen. Auch Brocchis Haus wurde durchsucht. Brocchi ist seit diesem Sommer Nachwuchstrainer bei Milan. Ihm könnte eine Kameradschaft unter Fussballern Schwierigkeiten bereiten: Einer seiner besten Kumpel ist Lazio-Captain Stefano Mauri (33), der wegen der Verwicklung in den Wettskandal gerade eine sechsmonatige Sperre absitzt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch