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1,7 Millionen Verlust: ZSC kommt mit blauem Auge davon

Der Meister von 2017 verpasste in der vergangenen Saison das Playoff. Das senkte die Einnahmen – und die Personalkosten.

Simon Graf
1. ZugAlles für den Meistertitel getanNur zwei EVZ-Spieler im letztjährigen Kader waren schon Schweizer Meister – zu wenig Erfahrung, um im Final den SC Bern zu stürzen. Das soll nun ändern: Mit Goalie Genoni (im Bild) und Stürmer Hofmann hat Zug zwei der begehrtesten Spieler der Liga mit langfristigen Verträgen verpflichtet, dazu etliche andere starke Cracks – die Kampfansage an die Konkurrenz hätte nicht dezidierter ausfallen können. Nach zwei Finalniederlagen in den letzten drei Spielzeiten ist die Zielsetzung klar: der Meistertitel. (mke)Goalie: * * * * * * Abwehr: * * * * *  Sturm: * * * * * * Mix: * * * * *
1. ZugAlles für den Meistertitel getanNur zwei EVZ-Spieler im letztjährigen Kader waren schon Schweizer Meister – zu wenig Erfahrung, um im Final den SC Bern zu stürzen. Das soll nun ändern: Mit Goalie Genoni (im Bild) und Stürmer Hofmann hat Zug zwei der begehrtesten Spieler der Liga mit langfristigen Verträgen verpflichtet, dazu etliche andere starke Cracks – die Kampfansage an die Konkurrenz hätte nicht dezidierter ausfallen können. Nach zwei Finalniederlagen in den letzten drei Spielzeiten ist die Zielsetzung klar: der Meistertitel. (mke)Goalie: * * * * * * Abwehr: * * * * * Sturm: * * * * * * Mix: * * * * *
Claudio Thoma/freshfocus
3. BernSchlegel auf dem Prüfstand Für den SCB ist es die Saison nach Leonardo Genoni. Ob der Meister ins Titelrennen eingreifen kann, hängt nicht zuletzt davon ab, wie sich Niklas Schlegel (im Bild) präsentiert. Vorläufig muss er den Goalieposten mit Pascal Caminada teilen. In die Spitzengruppe gehören die Mutzen so oder so. Auch wenn einige Leistungsträger in die Jahre gekommen sind – die Mischung im Team stimmt. Zudem herrscht kein Mangel an Leaderfiguren, und mit Kari Jalonen steht ein bewährter Erfolgstrainer an der Bande. (ädu)Goalie:  * * * * Abwehr: * * * * *  Sturm: * * * * * Mix: * * * * * *
3. BernSchlegel auf dem Prüfstand Für den SCB ist es die Saison nach Leonardo Genoni. Ob der Meister ins Titelrennen eingreifen kann, hängt nicht zuletzt davon ab, wie sich Niklas Schlegel (im Bild) präsentiert. Vorläufig muss er den Goalieposten mit Pascal Caminada teilen. In die Spitzengruppe gehören die Mutzen so oder so. Auch wenn einige Leistungsträger in die Jahre gekommen sind – die Mischung im Team stimmt. Zudem herrscht kein Mangel an Leaderfiguren, und mit Kari Jalonen steht ein bewährter Erfolgstrainer an der Bande. (ädu)Goalie: * * * * Abwehr: * * * * * Sturm: * * * * * Mix: * * * * * *
Claudio de Capitani/freshfocus
4. BielDer nächste Schritt?2018 und 2019 scheiterte Biel im Halbfinal trotz 2:0- respektive 3:2-Führung in den Best-of-7-Serien. Der Final kommt, so gesehen, also immer näher. Die Bieler standen bereits letzte Saison für Kreativität und Spielfreude, sie haben diese Elemente mit den Zuzügen von Verteidiger Yannick Rathgeb und Center Luca Cunti verstärkt. Auch wegen der erstmaligen Teilnahme an der CHL stellt sich aber die Frage, ob die Kaderbreite vor allem im Sturm bei Verletzungssorgen für einen Spitzenplatz reicht. (kk)Goalie: * * * * * Abwehr: * * * *  Sturm: * * * * Mix: * * * * *
4. BielDer nächste Schritt?2018 und 2019 scheiterte Biel im Halbfinal trotz 2:0- respektive 3:2-Führung in den Best-of-7-Serien. Der Final kommt, so gesehen, also immer näher. Die Bieler standen bereits letzte Saison für Kreativität und Spielfreude, sie haben diese Elemente mit den Zuzügen von Verteidiger Yannick Rathgeb und Center Luca Cunti verstärkt. Auch wegen der erstmaligen Teilnahme an der CHL stellt sich aber die Frage, ob die Kaderbreite vor allem im Sturm bei Verletzungssorgen für einen Spitzenplatz reicht. (kk)Goalie: * * * * * Abwehr: * * * * Sturm: * * * * Mix: * * * * *
Urs Lindt/freshfocus
5. ZSC LionsWiedergutmachungEs folgt die Saison der Wiedergutmachung, das Verpassen des Playoffs war die grosse negative Überraschung 2019. Mit Rikard Grönborg (M.) steht neu ein Weltmeistercoach an der Bande. Es gibt diesbezüglich für die Mannschaft, die mit Wallson, Kossmann, Aubin und Del Curto vier Trainer in zwei Jahren verbrauchte, keine Ausrede mehr. Massiv hat sich die Equipe nicht verändert: Ein neuer Verteidiger und vier neue Stürmer sind gekommen, davon mit Krüger und Roe zwei Ausländer. (kk)Goalie: * * * * Abwehr: * * * *  Sturm: * * * * * Mix: * * * *
5. ZSC LionsWiedergutmachungEs folgt die Saison der Wiedergutmachung, das Verpassen des Playoffs war die grosse negative Überraschung 2019. Mit Rikard Grönborg (M.) steht neu ein Weltmeistercoach an der Bande. Es gibt diesbezüglich für die Mannschaft, die mit Wallson, Kossmann, Aubin und Del Curto vier Trainer in zwei Jahren verbrauchte, keine Ausrede mehr. Massiv hat sich die Equipe nicht verändert: Ein neuer Verteidiger und vier neue Stürmer sind gekommen, davon mit Krüger und Roe zwei Ausländer. (kk)Goalie: * * * * Abwehr: * * * * Sturm: * * * * * Mix: * * * *
Marc Schumacher/freshfocus
6. FribourgEs braucht mehr ToreDas Endergebnis mit dem Verpassen des Playoffs 2019 war enttäuschend, dennoch stimmte zumindest die defensive Disziplin: Gottéron gehörte bei nummerischem Gleichstand zu den solidesten Teams. Ungenügend waren die Special Teams sowie die Torausbeute. Mit dem Wechsel von Allrounder Holös zu Spielmacher Gunderson auf der Ausländerposition in der Abwehr sowie einer Aufwertung im Scoring-Bereich im Sturm (Desharnais, Stalberg) wurde versucht, Gegensteuer zu geben. (kk)Goalie: * * * * * Abwehr: * * * *  Sturm: * * * * Mix: * * *
6. FribourgEs braucht mehr ToreDas Endergebnis mit dem Verpassen des Playoffs 2019 war enttäuschend, dennoch stimmte zumindest die defensive Disziplin: Gottéron gehörte bei nummerischem Gleichstand zu den solidesten Teams. Ungenügend waren die Special Teams sowie die Torausbeute. Mit dem Wechsel von Allrounder Holös zu Spielmacher Gunderson auf der Ausländerposition in der Abwehr sowie einer Aufwertung im Scoring-Bereich im Sturm (Desharnais, Stalberg) wurde versucht, Gegensteuer zu geben. (kk)Goalie: * * * * * Abwehr: * * * * Sturm: * * * * Mix: * * *
Michela Locatelli/freshfocus
8. LuganoVabanquespiel bei den GoaliesDie Lugano-Fans müssen sich derzeit vorkommen wie Beobachter von Gletschern: Sie können von blossem Auge sehen, wie die Substanz schwindet. Mit Merzlikins und Hofmann gingen zwei Eckpfeiler, und das nur ein Jahr nach dem Verlust von Brunner und Furrer. Der neue Trainer Sami Kapanen muss mit einem schwächeren Kader eine Steigerung gegenüber der letzten Saison herbeiführen. Im Misserfolgsfall wird die Besetzung der Goalieposition mit Zurkirchen und Müller bald zu reden geben. (mke)Goalie: * * * Abwehr: * * * *  Sturm: * * * * * Mix: * * * *
8. LuganoVabanquespiel bei den GoaliesDie Lugano-Fans müssen sich derzeit vorkommen wie Beobachter von Gletschern: Sie können von blossem Auge sehen, wie die Substanz schwindet. Mit Merzlikins und Hofmann gingen zwei Eckpfeiler, und das nur ein Jahr nach dem Verlust von Brunner und Furrer. Der neue Trainer Sami Kapanen muss mit einem schwächeren Kader eine Steigerung gegenüber der letzten Saison herbeiführen. Im Misserfolgsfall wird die Besetzung der Goalieposition mit Zurkirchen und Müller bald zu reden geben. (mke)Goalie: * * * Abwehr: * * * * Sturm: * * * * * Mix: * * * *
Pablo Gianinazzi, Keystone
9. SCL TigersEhlers muss wieder zaubernPlatz 6 in der Qualifikation, nie unter dem Strich klassiert und Lausanne bis ins 7. Viertelfinal-Spiel gefordert: Die SCL Tigers blicken auf die erfolgreichste Saison seit über 30 Jahren zurück. Nun haben sie vor allem in die Breite investiert, neun Spieler verpflichtet. Das ermöglicht Trainer Heinz Ehlers (M.) etwas mehr Spielraum. Trotzdem muss der Däne – er wurde im Frühling zum Trainer des Jahres gewählt – wiederum das Maximum ausschöpfen. Denn auf dem Papier bleibt Langnau ein Playoff-Wackelkandidat. (mob)Goalie: * * * * * Abwehr: * * * *  Sturm: * * * * Mix: * * * *
9. SCL TigersEhlers muss wieder zaubernPlatz 6 in der Qualifikation, nie unter dem Strich klassiert und Lausanne bis ins 7. Viertelfinal-Spiel gefordert: Die SCL Tigers blicken auf die erfolgreichste Saison seit über 30 Jahren zurück. Nun haben sie vor allem in die Breite investiert, neun Spieler verpflichtet. Das ermöglicht Trainer Heinz Ehlers (M.) etwas mehr Spielraum. Trotzdem muss der Däne – er wurde im Frühling zum Trainer des Jahres gewählt – wiederum das Maximum ausschöpfen. Denn auf dem Papier bleibt Langnau ein Playoff-Wackelkandidat. (mob)Goalie: * * * * * Abwehr: * * * * Sturm: * * * * Mix: * * * *
Marc Schumacher/freshfocus
10. ServetteJunioren-Coach statt McSorleyPatrick Emond, ein 54-jähriger Kanadier, hat Chris McSorley nach dessen Kurz-Comeback an der Bande beerbt – aber noch nie eine Profi-Mannschaft trainiert. Dafür war er elf Saisons für Servettes Elite-Junioren verantwortlich, gewann zuletzt zweimal den Titel. Dass er den Club gut kennt und wenig kostet, hat die neuerdings Budget-treuen Genfer wohl kaum gestört. Schwierig ist Emonds Aufgabe auf jeden Fall: Mit Almond und Romy verlor das Team zwei Center – die Offensive bleibt die Problemzone. (phm)Goalie: * * * * * Abwehr: * * * *  Sturm: * * * Mix: * * *
10. ServetteJunioren-Coach statt McSorleyPatrick Emond, ein 54-jähriger Kanadier, hat Chris McSorley nach dessen Kurz-Comeback an der Bande beerbt – aber noch nie eine Profi-Mannschaft trainiert. Dafür war er elf Saisons für Servettes Elite-Junioren verantwortlich, gewann zuletzt zweimal den Titel. Dass er den Club gut kennt und wenig kostet, hat die neuerdings Budget-treuen Genfer wohl kaum gestört. Schwierig ist Emonds Aufgabe auf jeden Fall: Mit Almond und Romy verlor das Team zwei Center – die Offensive bleibt die Problemzone. (phm)Goalie: * * * * * Abwehr: * * * * Sturm: * * * Mix: * * *
Pascal Muller/freshfocus
11. AmbriVierfach-Belastung zu viel?Seit dem Spatenstich zum neuen Stadion bewegt sich viel. Der langjährige Abstiegskandidat avancierte zum Playoff-Team und Champions-League- sowie Spengler-Cup-Teilnehmer. Es bleibt abzuwarten, wie das junge Team die Vierfach-Belastung verkraftet. Abgänge gab es nur wenige, dafür mit Kubalik (Chicago) einen Gewichtigen. Mit Goalie Conz und Center Nowotny fehlen Trainer Cereda zwei Langzeitverletzte. Als Leader gefordert sind heuer noch mehr die Offensivleute Zwerger und Müller. (mke)Goalie: * * * Abwehr: * * * *  Sturm: * * * * Mix: * * *
11. AmbriVierfach-Belastung zu viel?Seit dem Spatenstich zum neuen Stadion bewegt sich viel. Der langjährige Abstiegskandidat avancierte zum Playoff-Team und Champions-League- sowie Spengler-Cup-Teilnehmer. Es bleibt abzuwarten, wie das junge Team die Vierfach-Belastung verkraftet. Abgänge gab es nur wenige, dafür mit Kubalik (Chicago) einen Gewichtigen. Mit Goalie Conz und Center Nowotny fehlen Trainer Cereda zwei Langzeitverletzte. Als Leader gefordert sind heuer noch mehr die Offensivleute Zwerger und Müller. (mke)Goalie: * * * Abwehr: * * * * Sturm: * * * * Mix: * * *
Samuel Golay, Keystone
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Auf dem Eis bekamen die Zürcher im vergangenen Winter die Quittung für ihre Unzulänglichkeiten, verpassten sie als erst zweiter Meister neben dem SC Bern (2014) in der Folgesaison das Playoff. Finanziell haben sich die Konsequenzen aber im Rahmen gehalten. Hatten sie in der Meistersaison einen Jahresverlust von 1,31 Millionen Franken gemacht, so waren es diesmal 1,733 Millionen – also nur gut 400000 Franken mehr. Dies gab Finanzchef Fritz Eichenberger an der GV bekannt.

Das Ergebnis ist leicht erklärt: Das sportliche Versagen führte nicht nur zu weniger Einnahmen, sondern auch zu weniger Ausgaben. Der Ertrag sank von 18,9 auf 17,4 Millionen Franken um rund 1,5 Millionen. Dafür verringerten sich auch die Personalkosten von 16,7 auf 15,6 Millionen, weil keine Erfolgsprämien fällig wurden und wegen der vielen Verletzungen mehr Taggelder von der Unfallversicherung ausbezahlt wurden.

Kalkuliert hatten die Zürcher mit dem Halbfinal und fünf Playoff-Heimspielen, was ihnen rund 800'000 Franken mehr Einnahmen beschert hätte. ­Dafür fielen aber auch Kosten für den Spielbetrieb und die ­Sicherheit weg. Eine schwarze Null wäre es also auch dann nicht geworden, wenn die Lions erfolgreicher gewesen wären.

Rund 400 Saisonabos weniger

Eichenberger hatte schon im Frühjahr prognostiziert, der Verlust werde sich im Rahmen halten. Vor allem wegen des exzellenten Verkaufs von Saisonkarten: Mit 7834 war ein Höchstwert erreicht worden. Die gravierenden Auswirkungen seien die langfristigen, befürchtete der Finanzchef. Zumindest was diese Saison betrifft, kamen die Zürcher auch da mit einem blauen Auge davon. ­Aktuell sind rund 7300 Saisonabos verkauft, die Lions rechnen damit, dass sie noch auf 7400 bis 7500 kommen – je nach Saisonstart.

Dank frischen Kapitals von sechs Millionen Franken haben die Zürcher inzwischen wieder eine solide Eigenkapitaldecke von 9,5 Millionen. Drei Saisons spielen sie noch im Hallenstadion, ehe sie auf 2022 in die Swiss Life Arena einziehen und dort mindestens eine ausgeglichene Rechnung anstreben. Die Bauarbeiten in Altstetten sind bereits in vollem Gange. Und auch auf der Geschäftsstelle fliessen zahlreiche Arbeitsstunden ins neue Stadion. Es ist eine Investition in die Zukunft.

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Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

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