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22 Millionen Franken Provision bei Fernseh-Deal

Nun ist klar, wie Swiss ­Icehockey die 177 Millionen Franken verteilen will. NLA-Clubs sollen 2017/18 rund eine Million mehr kriegen.

Die NLA-Clubs erhalten mehr als doppelt so viel Geld aus medialen Rechten, zentraler Vermarktung und Beiträgen für Elite-Junioren als bisher.
Die NLA-Clubs erhalten mehr als doppelt so viel Geld aus medialen Rechten, zentraler Vermarktung und Beiträgen für Elite-Junioren als bisher.
Keystone

Der neue Fernseh-Vertrag mit der Kabelnetzbetreiberin upc bringt dem Schweizer Eishockey von 2017 bis 2022 ins­gesamt 177 Millionen Franken oder im Schnitt 35,4 Millionen pro Jahr ein. Fast eine Verdreifachung gegenüber der vorigen Regelung. Den Schlüssel, wie das viele Geld verteilt werden soll, hat Swiss Icehockey nun erarbeitet. Die Nationalliga-Clubs befinden am nächsten Mittwoch an einer ausserordentlichen Versammlung über den Vorschlag. «Watson» veröffentlichte bereits die Dokumente, die den Club­vertretern vorgelegt werden – und ­gewährte dabei spannende Einblicke in die Geldflüsse.

Was zuerst auffällt: Verteilt werden nicht 177, sondern nur knapp 155 Millionen, weil die Agentur Profile Partners für die Aushandlung des Vertrags 12,5 Prozent Provision erhält, also 22,125 Millionen Franken. Die Agentur mit Hauptsitz London und Münchner Filiale, die auf den Verkauf von Sportrechten spezialisiert ist, hatte sich diese Konditionen bei der Verhandlung des vorigen TV-Kontrakts ausbedungen. Damals hatte die Provision noch rund drei Prozent betragen, doch der prozentuelle Anteil stieg nun progressiv zur Gesamtsumme. Und offenbar hatten die Verantwortlichen von Swiss Icehockey um Präsident Philippe Gaydoul damals einen solchen Geldsegen, wie er nun über das Eishockey regnet, nicht für möglich gehalten.

1,77 Millionen für die NLA-Clubs

Zu verteilen gibt es aber immer noch viel. Die Nettosumme pro Jahr steigt von 26,6 Millionen (2017/18) auf 34,475 Millionen (2021/22). Damit erhalten die Clubs auch mehr und mehr. Nächste Saison bekommen die NLA-Vereine aus medialen Rechten, zentraler Vermarktung und ­Beiträgen für Elite-Junioren 1,77 Millionen Franken – in diesem Winter sind es noch 788 000 Franken. Sie kriegen also rund eine Million mehr, und der Betrag wird sich von Jahr zu Jahr erhöhen. NLB-Clubs bekommen neu 265 000 statt ­bisher 137 000 Franken – auch bei ihnen steigt der Betrag jährlich an.

So weit, so gut. Zu reden geben dürfte nebst der dicken Provision an Profile Partners aber die 1,5 Millionen Franken, die Swiss Icehockey neu zusätzlich pro Jahr für die Ausbildung zurückbehalten möchte. Unter anderem 400 000 Franken jährlich für Technik-, Schuss- und Lauftrainer. Trotzdem dürfte der neue Verteilschlüssel am Mittwoch von den Clubs durchgewunken werden.

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