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6 Stunden und ein Klotener Versager im Hoch

Was in der Schweiz neu an jedem Playoff-Abend droht, wurde in der russischen KHL Tatsache: Der Siegtreffer für Jokerit Helsinki fiel nach einer Spielzeit von 142:09 Minuten.

In Kloten lief es ihm gar nicht, nun zählte Niclas Andersen im längsten Spiel der KHL-Geschichte für Jokerit Helsinki zu den Protagonisten.
In Kloten lief es ihm gar nicht, nun zählte Niclas Andersen im längsten Spiel der KHL-Geschichte für Jokerit Helsinki zu den Protagonisten.
Patrick B. Kraemer, Keystone

Wie viele Chancen kann man auf dem Weg in die «Conference Finals»vergeben? Viele, sehr viele, wenn man das Spiel von CSKA Moskau gegen Jokerit Helsinki zum Massstab nimmt, sogar äusserst viele. 84 Schüsse brachten die Russen aufs Tor von Karri Ramo, 83 davon konnte der Finne stoppen. Den Anhängern der Moskauer erstarb der Torjubel immer wieder auf den Lippen, Chancen hatten sie genügend in der ersten Verlängerung, der zweiten, der dritten und der vierten.14 Spieler mit mehr als 40 Minuten Eiszeit

Sie konnten aber keine nützen und so war es schliesslich Mika Niemi, der mit einem Schuss aus der Drehung den Finnen die Hoffnung zurückbrachte, mit dem 48. Schuss aufs Tor von Ilja Sorokin. Selten war die Formulierung vom «sudden death» dem plötzlichen Tod treffender. Es war 01.33 Uhr am Freitag morgen, die Partie hatte um 19.30 Uhr Ortszeit begonnen, das letzte Tor vorher war in der 11. Minute gefallen Den finalen Schock erlebten viele der 4056 Fans nicht mehr live im Stadion mit, die TV-Liveübertragung dauerte aber noch an. Helsinki verkürzte damit auf 2:3. Andersen: in Kloten schwach, nun top

Das Statistikblatt zeigte, dass in der Nacht wohl kein Spieler ein Schlafmittel benötigte. 13 Spieler totalisierten über 40 Minuten Eiszeit, vier Russen und ein Finne sogar über 50. Mittendrin war bei Helsinki auch ein Spieler, der die Saison in der Schweiz begonnen hatte. Niclas Andersen, sogar im unterirdischen Team des EHC Kloten der schwächste Spieler mit einer Bilanz von Minus 15 in 18 Einsätzen, stand während über 45 Minuten auf dem Eis, verteilt auf 63 Schichten.

Den bisherigen Rekord hatten Lev Prag und Donbass Donezk gehalten, mit 126:14 Minuten. Die Ukrainer hatten den Siegtreffer damals in der 4. Verlängerung erzielt. Schon damals dabei war der finnische Jokerit-Verteidiger Petteri Wirtanen, er spielte da für Donbass. Gestern und heute bestritt er übrigens sein 300. KHL-Spiel. Der Weltrekord stammt aus Norwegen.

Allzu lange Zeit haben die beiden Teams nicht, um sich zu erholen. Mit «see you on Saturday in Helsinki» beendete der englische KHL-Twitter-Feed seine Berichterstattung. Um 16 Uhr Ortszeit ist Kickoff in der Hartwall Arena.

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