Beat Kaufmann erhält 14 Monate bedingt

Fabio Gaggini und Beat Kaufmann, die ehemaligen Chefs des Hockey Club Lugano, sind vom Strafgericht Lugano zu bedingten Freiheitsstrafen verurteilt worden. Kaufmann bleibt CEO des EHC Basel.

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Sie wurden von Einzelrichter Claudio Zali für schuldig befunden, zwischen 1996 und 2005 insgesamt 3,5 Millionen Franken an Kantons- und Bundessteuern hinterzogen zu haben. Weiter hat der Klub in jenem Zeitraum 1,5 Mio. Franken zu wenig in die AHV-Kasse einbezahlt.

Die Staatsanwaltschaft hatte für Gaggini eine Freiheitsstrafe von 16 Monaten gefordert.

Während rund zehn Jahren kassierten in Lugano rund 20 vor allem ausländische Spieler einen Teil ihrer Löhne «schwarz». Das entsprechende Konto verwaltete ein 61-jähriger ehemaliger Bankier, der beim Klub im Vorstand tätig war. Der Bankier wurde vom Strafgericht zu einer Busse von 30 Tagessätzen à 300 Franken verurteilt.

Für Beat Kaufmanns Anstellung als CEO des EHC Basel hat das Urteil keine Konsequenz. «Als wir ihn vor einem Jahr engagierten, waren wir über das Verfahren im Bild», sagt Verwaltungsratspräsident Matthias Preiswerk. «Wir liessen damals die Dossiers von einem neutralen Anwalt begutachten und wussten, dass es zu einer Verurteilung kommen kann.» Natürlich habe man sich daraufhin Gedanken über die Einstellung des Berners gemacht – «aber es lag nicht an uns, ihn zu verurteilen», so Preiswerk.

Auch wenn Kaufmanns Leumund nach dem Urteil belastet sei, zweifle die EHC-Führung nach wie vor nicht an den Fähigkeiten und der Glaubwürdigkeit des Managers. Preiswerk: «Und die Situation beim EHC Basel ist völlig anders als in Lugano, Beat Kaufmann wird sich hüten, nochmals etwas Ähnliches zu tun. Ich erlebe ihn als sehr aufrechten Mann.»

Erstellt: 09.10.2008, 16:22 Uhr

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